Mittwoch, 4. Oktober 2017

Erwachen des Lichts

"Eben noch verlief Josies Leben normal. Doch plötzlich taucht ein mysteriöser Typ mit goldenen Augen auf und behauptet, sie sei eine Halbgöttin. Somit ist sie dazu auserkoren, die Unsterblichen des Olymps im Kampf gegen die Titanen zu unterstützen. Um ihre Bestimmung zu erfüllen, muss Josie lernen, ihre Kräfte zu nutzen. Dabei zur Seite steht ihr der impulsive Seth. Bald merkt Josie, dass er ihr gefährlicher werden könnte als die entfesselten Mächte der Unterwelt …" (Quelle: Harper Collins)

Meine Meinung:

Ich bin ein Fan der Autorin seit ihrer Lux-Reihe. Auch mit ihrer Dark Elements-Reihe konnte sie mich absolut begeistern. Umso gespannter war ich, als ich erfuhr, dass sich Jennifer L. Armentrout in die Welt der Götter begeben würde.

Das Buch war leicht zu lesen. Ihrem Jugendlich-lockeren Stil ist die Autorin auch in diesem Werk treugeblieben. Leider konnte sie dieses Mal die Spannung nicht zu mir transportieren.

Die Charaktere empfand ich als sympathisch und stimmig, aber für meinen Geschmack konzentrierte sich die Handlung viel zu sehr auf die sich anbahnende Beziehung zwischen Josie und Seth. Ich hätte viel lieber mehr über die verschiedenen Kräfte der einzelnen Wesen erfahren, die eigentlich immer nur am Rand aufgetaucht sind.

Erst nach der Lektüre habe ich leider erfahren, dass es sich bei dieser Reihe um ein Spin-Off zur "Dämonentochter"-Reihe handelt, die sich noch ungelesen in meinem Regal befindet. Da Seths Vorleben in diesem Band ausführlich erläutert wird, wird die "Dämonentochter"-Reihe wohl noch einiges länger ungelesen bleiben. Vielleicht habe ich ja irgendwann verdrängt, wie sie ausgeht.

Gut gefallen hat mir der ständig wechselnde Erzählstrang, jeweils aus der Sicht der beiden Protagonisten. So haben sie für mich mehr Profil gewonnen, auch wenn sie größtenteils sehr klischeehaft waren. Ihre flapsige Art konnte mich aber für sich einnehmen, wodurch die beiden echte Sympathiepunkte gewonnen haben.

Fazit:

Für die jugendliche Zielgruppe und Neuleser von Jennifer L. Armentrout ist "Erwachen des Lichts" sicher eine sehr unterhaltsame Lektüre. Als Fan der Autorin habe ich jedoch etwas mehr erwartet in punkto Handlung und Spannung. Handwerklich ist dieses Buch jedoch solide gemacht und steht anderen Bänden der Autorin nicht nach.





Hardcover mit 432 Seiten 
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Übersetzer/in: Barbara Röhl
Verlag: HarperCollins
Facebookauftritt des Verlags → HIER
neu erschienen: 12.06.2017
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3959670968
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER


Montag, 22. Mai 2017

Interview Kim Leopold

Hallo,

und auch von mir ein herzliches Willkommen zur Romancewoche.


Ich darf Euch heute gemeinsam mit Booklovers und Lesen ist Leben ein Interview mit Kim Leopold präsentieren.

Hallo Kim, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst. Deine Leser kennen Dich hauptsächlich als Autorin gefühlvoller Liebesromane. Wie würdest Du Dich selbst beschreiben? Wie ist die private Kim?

Hallo, sehr gerne! Die private Kim ... Gar nicht so leicht zu beantworten. Ich bin unkompliziert, kreativ und ab und zu mal sehr faul, in anderen Momenten dafür aber sehr fleißig. Ich arbeite gerne, weil ich mir den Traum von der Selbstständigkeit erfüllt habe und dieser Traum mich erfüllt. Und ich mag Cappuccino, Schokolade, gute Bücher und Netflix. Im Gegensatz zu meinen Büchern bin ich jedoch kein besonders gefühlsduseliger Mensch. Für die Romantik ist in unserer Beziehung mein Freund zuständig.

Was macht für Dich das Besondere des Berufes "Autorin" aus bzw. welches Erlebnis ist Dir besonders in guter Erinnerung geblieben?

Besonders gut in Erinnerung geblieben ist mir eine Szene bei meiner ersten Wohnzimmerlesung. Ich sprach mit einer Frau, deren Mutter an Krebs gestorben ist. Sie erzählte mir mit Tränen in den Augen davon, dass sie sich genau wie meine Protagonistin Lilian gefühlt hat – und das ausgerechnet in der Szene, die ich vorgelesen habe. Das Buch hätte sie zwar sehr an ihre eigenen Gefühle erinnert, aber ihr merkwürdigerweise auch Trost gespendet.
Das ist es, warum ich schreibe: um anderen Menschen eine gute Zeit zu bescheren und ihre Welt vielleicht ein kleines bisschen leichter zu machen. Wenn sie mir dann auch noch erzählen, wie gut ihnen meine Geschichten getan haben, könnte ich glücklicher nicht sein.

Schreibst Du lieber Reihen oder Einzelbände?

Bei mir kann man alle Bücher unabhängig voneinander lesen, aber ich mag es, dass die Charaktere sich untereinander kennen. Leider (oder zum Glück – wie man’s nimmt) tauchte bisher in fast jeder Geschichte ein Charakter auf, der seine eigene Geschichte haben wollte. Deswegen würde ich fast behaupten, ich kann gar keine Einzelbände.

Was muss ein gutes Buch für Dich haben?

Eine Liebesgeschichte! Es gibt für mich nichts Schlimmeres, als Bücher, die ohne Liebesgeschichte auskommen. Ich weiß nicht wieso, aber ohne eine Portion Herzflattern fühle ich mich schnell gelangweilt.

Was hast Du getan, als Du erfahren hast, dass die How to Be Happy-Reihe im Amrûn-Verlag neu aufgelegt wird?

Getanzt, Freudensprünge gemacht, mit meinem Freund angestoßen und die ganze Welt umarmt. Und natürlich allen Freunden eine Whatsapp geschickt.  

Wie sehr fühlst Du Dich mit Deinen Charakteren verbunden, und wieviel von ihnen steckt in Dir?

Nach drei Geschichten der gleichen Reihe ist es immer ein bisschen wie nach Hause kommen. Ich liebe meine Charaktere alle, manche mehr, manche weniger. Genauso fühle ich mich mit manchen mehr und manchen weniger verbunden. Da ist zum Beispiel Jamie, dessen Pflichtbewusstsein gegenüber der Eltern ich sehr gut kenne oder Camille aus Ascheblüte, deren Leidenschaft zu Büchern ich teile. Besonders eng verbunden fühle ich mich auch mit Liz aus Vergissmeinnicht, weil ich ihre Selbstzweifel sehr gut nachvollziehen kann und ich genauso wie sie hart an meinen Träumen arbeite.

Gibt es etwas in Deiner bisherigen Laufbahn als Autorin, das Du anders machen würdest? Wenn ja, was?

Spontan würde ich sagen: weniger Goodies basteln! Mit der Neuveröffentlichung im Verlag, der Buchmesse und der Romancewoche habe ich in vier Wochen so viele Goodies gebastelt, dass ich gar keine Zeit mehr für irgendetwas anderes hatte. Der Aufwand war es bestimmt wert, aber rein körperlich bin ich damit echt an meine Grenzen gegangen – die Zeit werde ich in Zukunft sinnvoller nutzen. Zum Beispiel mit Schreiben! ;)

Wenn Du das 12. Buch von links aus Deinem obersten Regalfach greifst, welches Buch ist das, und wie ist Deine Meinung dazu?

In Regal Nummer 1 wäre das der Münster-Reiseführer – Das Buch beschreibt perfekt meine aktuelle Wohnsituation. Ich wohne zwar nicht in Münster direkt, aber im Münsterland und gehe in Münster zur Uni. Die Stadt ist wunderschön und ihr solltet sie unbedingt besuchen. Wenn ihr zu weit weg wohnt, lest meine Novelle „Hundert minus einen Tag“ – die spielt zur Weihnachtszeit in Münster (Schleichwerbung aus).
In Regal Nummer 2 ist das 12. Buch „Ein ganzes halbes Jahr“. Das Buch habe ich im Urlaub an einem Tag verschlungen und hätte so sehr weinen müssen, wenn ich nicht am Pool gelegen hätte. Außerdem – und das ist die beste Erinnerung – ist an dem Tag ein Junge am Pool vorbeigegangen und hat die Ecke übersehen. Er ist komplett angezogen ins Wasser gefallen und wir mussten ganz dringend das Lachen unterdrücken.
In Regal Nummer 3 ist es „Vier Jahre ohne dich“ von Katharina Wolf. Das Buch ist noch ungelesen, aber da ich die Autorin persönlich kenne und sie sehr gerne mag, wird das sicher nicht mehr lange so sein.

Hörst Du beim Schreiben Musik, wenn ja welche?

Definitiv! Ohne Musik geht bei mir gar nichts. Ich erstelle zu jedem Buch eine Playlist bei Spotify und habe durch den Mix der Woche und den Release Radar schon einige tolle Künstler entdeckt, die mir sonst vermutlich entgangen wären. Zu meinen aktuellen Lieblingen gehören Dermot Kennedy, The Cab, Go Radio und Parachute.

Woher nimmst Du die Inspiration für Deine Bücher?

Ich reise viel und gerne und lasse mich dabei immer von den Orten inspirieren, die mir besonders gut gefallen haben. In New York war ich an
meinem 16. Geburtstag (ist mittlerweile auch schon ganz schön lange her) und es war so genial, dass ich noch heute gerne daran zurückdenke.
Irland (aus Ascheblüte) habe ich vor anderthalb Jahren mit meinem Freund, dem Rucksack und dem Zelt erkundet. Die Reise war der Wahnsinn und der Höhepunkt war der Heiratsantrag auf den Cliffs of Moher. Deshalb verbinde ich besonders viel mit Ascheblüte.

An welchen Buchprojekten arbeitest Du derzeit, magst Du uns etwas darüber erzählen?

Gerade arbeite ich an einem Sommerroman, der noch kein Zuhause gefunden hat. Meine beiden Protagonisten reisen in einem alten Citroen 2CV an die Côte d’Azur, die eine, um ihre Vergangenheit loszuwerden, und der andere, um seine Zukunft aufzubauen.
Außerdem steht sowohl der vierte Teil meiner Reihe an als auch eine Novelle für eine Anthologie.
Die Zeit, die dann noch übrigbleibt, verbringe ich damit, einen Plot und ein Exposé für mein Fantasyprojekt zustande zu bringen.

Hast Du neben dem Schreiben noch andere Hobby, wenn ja welche??

Ich bin gerne kreativ. Neben dem Designen von Buchcovern und Werbematerialien (über ungecovert – Buchcover und mehr) beschäftige ich mich in meiner Freizeit auch gerne mit meinem Bullet Journal oder setze mich mit dem Herstellen von Buchtrailern auseinander. Viel davon macht Spaß, hat jedoch auch was mit Arbeit zu tun – aber das ist ja das schöne an meinem Job!
Danke für das schöne Interview!

Das Interview führten Nadja Schreiber von Lesen ist Leben, Susi Maus von Booklovers und meine Wenigkeit.

Samstag, 22. April 2017

Die Erwählten von Aranea Hall

"Als Liv ohne ein Wort der Erklärung auf eine Fähre verfrachtet wird, glaubt sie, dass ihre Mutter sie in eine Besserungsanstalt abschiebt. Doch das Internat »Aranea Hall«, das abgeschieden auf einer Insel liegt, ist luxuriös und technisch hochklassig ausgestattet. Liv stellt fest, dass jeder ihrer Mitschüler über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und sie fragt sich, was sie selbst in »Aranea Hall« verloren hat. Als sie mehr Zeit mit Jayce, einem attraktiven »Bad Boy«, verbringt, erfährt sie von der verborgenen Geschichte der Welt, dem epischen Kampf zweier Geheimgesellschaften Arachne und Nadir – und dass »Aranea Hall« ein Ausbildungscamp für Arachne ist. Doch noch schockierender ist die Erkenntnis, dass ihre Mutter sie ihr ganzes Leben lang belogen hat. Wer ist Liv wirklich und wem kann sie überhaupt noch trauen?" (Quelle: ueberreuther Verlag)

Meine Meinung:

Dies ist nicht mein erstes Buch von Susanne Gerdom und wird auch hoffentlich nicht mein letztes sein. Mit "Dracyr - Das Herz der Schatten" hatte sie damals mein Leserherz begeistert und seitdem habe ich begeistert einen Roman nach dem anderen verschlungen.

Ein Jugendroman mit Fantasyanteilen und dann noch in einem Internat... das verspricht auf jeden Fall eine Menge Lesespaß. Das Cover verheißt viel Spannung und mir gefällt, wie das Spinnennetz dort hineingearbeitet worden ist. Der offizielle Klappentext, der auf Verlags- und Verkaufsseiten zu finden ist, verrät für meinen Geschmack leider viel zu viel. Allerdings lautet der tatsächliche Klappentext auf dem Buch ganz anders und ist meines Erachtens viel besser - mir macht er auf jeden Fall Lust, das Buch zu lesen.

Die Handlung beginnt ohne große Einleitung und wird aus der Sicht von Liv erzählt. Das verschafft mir zum einen einen wunderbaren Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin, zum anderen weiß ich so nur genauso viel wie sie und tappe gemeinsam mit ihr im Dunkeln auf der Suche nach Antworten.

Liv selbst gefällt mir sehr gut; sie ist eine starke, junge Frau. Sie setzt sich gerne von der Masse ab und geht ihren eigenen Weg. Das zeigt sie nicht nur durch ihren besonderen Look, sondern auch durch ihr Verhalten. Sie fühlt sich alleingelassen und verraten von ihrer Familie. Und das nach allem, was sie in letzter Zeit durchgemacht hat. Der schwere Unfall hat sie ziemlich aus der Bahn geworfen, doch ihre Mutter hat ihr nicht einmal Zeit gelassen, sich von ihren Freunden zu verabschieden, so schnell hat sie sie nach Aranea Hall abgeschoben. Vor allem ihr Freund Tom fehlt ihr und niemand hat ihr gesagt, wie es ihm geht, denn auch er hat mit in dem Unfallwagen gesessen.

Die weiteren Charaktere finde ich ebenfalls sehr interessant; wirklich nahegekommen ist mir von ihnen aber keiner, was ich ein bisschen schade finde. In der Geschichte liegt der Fokus ganz klar auf Liv.

Lange werde ich als Leser im Unklaren gelassen, was sich tatsächlich hinter der Schule verbirgt. Natürlich tun sich Vermutungen auf, die zum Teil dann auch bestätigt werden. Zum Ende hin erfährt die Geschichte dann einen Tempowechsel und die Autorin gibt förmlich Vollgas. Viele Dinge werden aufgeklärt und teilweise geht mir das fast zu schnell. Ich hätte es schöner gefunden, wenn sich ein Teil der Geschehnisse auf einen zweiten Band erstreckt hätte.

Inhaltlich scheint sich die Autorin aber auf jeden Fall die Option auf eine Fortsetzung offengehalten zu haben. Die meisten Geheimnisse werden zwar gelöst, vollständig aufgeklärt ist die Handlung aber nicht. Gerne würde ich mehr von Liv lesen und hoffe, dass dann auch die anderen Charaktere mitsamt ihren besonderen Fähigkeiten mehr Facetten bekommen.

Fazit:

Mit "Die Erwählten von Aranea Hall" hat mich Susanne Gerdom in eine spannende Welt entführt, in der es durchaus fantastische Aspekte gibt. Mit ihrem lockeren und leichten Schreibstil hat sie mich gut unterhalten durch die Handlung geführt, von der ich gerne noch einen Nachschlag hätte. Diesbezüglich hoffe ich sehr auf eine Fortsetzung.






gebundenes Buch mit 384 Seiten
Verlag: ueberreuther
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 17.03.2017
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 16,95 Euro
ISBN: 978-3-7641-7070-7
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Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an die Autorin für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.














Montag, 3. April 2017

Der Prinz der Elfen

"Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …" (Quelle: randomhouse)

Meine Meinung:

Ich mag Holly Blacks Bücher und so lag "Der Prinz der Elfen" bereits auf meiner Wunschliste bevor das Buch überhaupt erschienen ist. Umso mehr habe ich mich gefreut, es über eine Aktion des Verlags vorab lesen zu dürfen. Der Klappentext verspricht auf jeden Fall jede Menge Fantasyspaß und auch das Cover würde mich definitiv anlocken, wenn ich es in einer Buchhandlung sehen würde.

Der Einstieg ins Geschehen fällt leicht. Die Autorin stellt zunächst die Protagonisten und die Örtlichkeit vor und schnell wird mir klar, dass vor allem Hazel mir sehr sympathisch ist. Sie ist sehr verschlossen und hat eine doch eher ungewöhnliche Angewohnheit, die sich im Laufe der Handlung jedoch erklärt. Der Fokus der Geschichte liegt definitiv auf ihr. Sie ist stark und mutig und liebt ihren Bruder über alles.

Ben ist etwas Besonderes, denn er hat als Baby eine Gabe von einer Elfe erhalten. Hat er sie anfänglich begeistert genutzt, macht sie ihm im Laufe der Jahre doch immer mehr Angst und so greift er zu außergewöhnlichen Maßnahmen, um für sich die Kontrolle zu behalten.

Gut gefallen hat mir das Weltenbild der Autorin. In Fairfold leben Menschen und das kleine Volk Seite an Seite. Die Bürger wissen um die Gefährlichkeit der Elfen und haben die Kenntnisse, wie man ihnen begegnen muss, von Generation zu Generation weitergegeben. Ganz im Gegensatz zu den Touristen, für die der schlafende Elf in seinem Sarg im Wald einfach nur eine riesengroße Attraktion ist. Doch die Gefahren die dort auch lauern, werden von ihnen verkannt.

Hazel und Ben haben eine ganz besondere Beziehung zu dem Elfen im gläsernen Sarg, den sie für einen Prinzen halten. Sie verbringen beide schon als Kinder sehr viel Zeit bei ihm im Wald. Ihm erzählen sie ihre Geheimnisse und denken sich Geschichten aus, in denen sie die Helden sind. Als der Elf dann eines Tages unerwarteterweise tatsächlich aufwacht, müssen die Geschwister beweisen, was tatsächlich in ihnen steckt, denn es wird nicht nur für sie gefährlich, sondern für alle, die in Fairfold leben.

Es war schön, mal wieder einen Einzelband zu lesen. Holly Blacks Schreibstil ist sehr angenehm und fließend und lässt keine Längen aukommen. Sie hat die Geschichte zu einem gelungen Ende geführt und mir mit ihrem Roman eine schöne Lesezeit bereitet.

Fazit:

Mit "Der Prinz der Elfen" hat Holly Black einen neuen Jugendfantasyroman auf den Markt geworfen, der ihren anderen Romanen in nichts nachsteht. Spannend führt sie mit ihrem angenehmen Schreibstil durch die Handlung, so dass die Seiten nur so dahinfliegen. Ich hoffe, dass sie sehr bald wieder neuen Lesestoff herausbringen wird.






gebundenes Buch mit 416 Seiten
Verlag: cbt
Autorin: Holly Black

Übersetzer/in: Anne Brauner
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 03.04.2017
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-570-16409-9

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Vielen Dank an den cbt Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Samstag, 25. März 2017

Königreich der Schatten - Die wahre Königin

"Tiefe Finsternis, die seit siebzehn Jahren über dem Reich Relhok liegt, und die dicken Mauern ihres Turms – etwas anderes kennt Luna nicht. Sie muss sich verstecken, damit die Welt sie für tot hält, nachdem ein Verräter ihre Eltern ermordete, um sich der Krone zu bemächtigen. Als sie fliehen muss, weil ihr Leben in Gefahr ist, hilft ihr der Waldläufer Fowler. Er erfüllt ihre dunkle Welt mit Licht, doch nicht einmal ihm darf sie sagen, dass sie die wahre Königin Relhoks ist. Denn der neue König sucht nach ihr, um sicherzustellen, dass sie niemals ihren Thron besteigen wird." (Quelle: HarperCollins)

Meine Meinung:

Seit der "Firelight"-Trilogie bin ich ein Fan von Sophie Jordan. Nachdem sie mich auch mit "Infernale" überzeugen konnte, war es klar, dass ich auch ihr neuestes Buch lesen wollte. Das Cover ist ein echter Blickfang und auch der Klappentext verspricht jede Menge geniale Fantasy-Lesezeit.

Der Einstieg in das Buch fällt leicht; Sophie Jordan führt ihre Leser langsam an die Geschichte und die Charaktere heran. Schon nach den ersten Seiten komme ich ins Grübeln, da ich realisiere, dass es in dieser Welt fast immer finsterste Nacht ist! Ein wirklich furchtbarer Gedanke, zumal ich im Dunkeln absolut unfähig bin.

Luna ist mir schnell sympathisch und auch ihre Mitbewohner gefallen mir. Schnell wird klar, dass sich in dieser Welt jeder selbst der nächste ist und die Freundlichkeit der drei nicht selbstverständlich ist. Luna ist vergleichsweise behütet aufgewachsen; sie konnte sich eine gewisse Naivität bewahren. Angesichts der Lage in Relhok ist das fast schon ein kleines Wunder und mit Blick auf ihre wahre Identität vielleicht auch ein wenig gefährlich.

Im Gegensatz dazu hat Fowler bereits sein ganzes Leben lang das harte Leben in der Realität erfahren. Er hat versucht, sein Herz zu verschließen, denn er ist der Auffassung, dass man allein am besten überleben kann. Gefühle und andere Menschen sind Ballast für ihn - zumindest versucht er sich das einzureden. Doch dann trifft er auf Luna und dieses Mädchen ist so ganz anders als die Welt, die ihm bisher begegnet ist.

Sophie Jordans Schreibstil hat mir sehr gefallen. Für mich kam keine Langeweile auf und die Seiten flogen nur so dahin. Gut gefallen hat mir auch der ständige Wechsel der Erzählperspektive - mal aus Luna und mal aus Fowlers Sicht. Das hat mir beide Protagonisten gleichermaßen nahegebracht und dem Roman mehr Tiefe gegeben.

Das offene Ende hat mich kribbelig zurückgelassen. Ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht, doch leider werde ich mich wohl bis nächstes Jahr gedulden müssen.

Fazit:

Mit "Königreich der Schatten - Die wahre Königin" präsentiert Sophie Jordan einen neuen, spannenden Jugendfantasyroman. MIt ihrem gut konstruiertem Weltenbild und den interessanten Charakteren konnte mich die Autorin wieder einmal gut überzeugen. Fans der Autorin und dieses Genres werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. 






Hardcover mit 384 Seiten
Autorin: Sophie Jordan
Übersetzer/in: Barbara Imgrund
Ver
lag: HarperCollins
 

Facebookauftritt des Verlags → HIER 
erschienen: 06.03.2017
Preis: 18,00 Euro
ISBN: 9783959670708

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Vielen Dank an HarperCollins für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Montag, 13. März 2017

Rat der Neun: Gezeichnet

"In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …

Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in seinen Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.

Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …" (Quelle: cbt Verlag)


Meine Meinung:

Als Fan der Reihe "Die Bestimmung" von Veronica Roth konnte ich natürlich nicht umhin, auch ihr neuestes Werk zu lesen. "Rat der Neun" ist als Dilogie angelegt und hat ein gänzlich anderes Setting, als die Vorgängerreihe. Cover und Klappentext versprechen jede Menge Spannung.

Doch zunächst muss man sich als Leser erst einmal mit den neuen Gegebenheiten vertraut machen. Das Weltenbild ist komplex und fernab von allem, was ich bisher gelesen habe.

 
Die Protagonisten leben auf einem ziemlich unwirtlichen Planeten; ihre Völker sind erklärte Feinde und meiden sich zumeist. Besonderes Ansehen genießt man, wenn man eine besondere Lebensgabe hat, doch nicht immer, empfindet sie die entsprechende Person als Bereicherung. So wie Cyra, die sehr darunter leidet und zum Werkzeug ihres Bruders geworden ist. Dies ändert sich, als dieser Akos und seinen Bruder gefangennimmt, denn ersterer hilft Cyra, mit ihrem Leiden besser fertigzuwerden.

Während die Passagen bezüglich Akos im personalen Stil erzählt werden, erfährt man das Geschehen rund um Cyra aus ihrer direkten Sicht als Ich-Erzählerin. Dadurch kam mir Cyra natürlich schneller näher, da ich auch an ihren Gefühlen direkter teilhaben konnte. Zudem kratzte sie mit ihrem Leiden sofort an meinem Mitleid, konnte mich aber dennoch mit ihrer Stärke überzeugen. Deswegen blieb Akos für mich zunächst etwas blasser zurück.

Der Erzählstil der Autorin ist gewohnt fesselnd. Sie schafft es auf eine ganz besondere Art, Gefühle zu ihren Lesern zu transportieren, wodurch es mir unmöglich war, auf Distanz zu gehen.

Gut gefallen hat mir auch, dass die beiden Protagonisten sich sehr langsam angenähert haben. Alles andere hätte in dieser Situation auch unglaubwürdig gewirkt. Hier hat die Autorin ein sicheres Händchen bewiesen.

Das Ende des Romans ist spannungsgeladen und macht definitiv Lust auf mehr.

Fazit:

"Rat der Neun - Gezeichnet" von Veronica Roth konnte mich mit einem interessanten Weltenbild überzeugen. Die düstere Stimmung des Romans wurde augenblicklich zu mir transportiert und hat mich gemeinsam mit den tollen Charakteren durch die spannende Handlung gezogen. Ich bin bereits sehr neugierig, wie es weitergehen wird. 





gebundenes Buch mit 608 Seiten
Autorin: Veronica Roth
Übersetzer/in: Petra Koob-Pawis, Michaela Link
Verlag: cbt 
 
erschienen: 17.01.2017
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 978-3-570-16498-3
 
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Vielen Dank an den cbt Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.


Freitag, 17. Februar 2017

Götterfunke - Liebe mich nicht

Jess freut sich darauf, ihre Sommerferien gemeinsam mit ihrer besten Freundin Robyn und den Freunden Josh und Cameron mitten in der Natur zu verbringen. Das sind die einzigen Wochen im Jahr, in denen sie sich Abstand von ihrer Familie und ihrem anstrengenden Alltag gönnt.


Allerdings hätte sie nicht damit gerechnet, auf Cayden zu treffen, der nicht nur ihr Herz für sich gefangennimmt, sondern auch das vieler anderer Mädchen im Camp. Dabei verfolgt er einen ausgeklügelten Plan, um sich seinen sehnlichsten Wunsch zu erfüllen und verwickelt dabei Jess in ein Spiel der Götter, das so einige Gefahren bereithält.

Meine Meinung:

Seit der Mond-Licht-Trilogie bin ich begeistert von Marah Woolfs Büchern, von denen mich bisher noch keines enttäuscht hat. Auch die Leseprobe von "Götterfunke" fand ich wieder sehr verheißungsvoll, weshalb das Buch auch unbedingt in mein Bücherregal wandern musste.

Die Einführung in die Handlung geht recht schnell, die Autorin scheint sich nicht lange mit einer Vorstellung ihrer Charaktere aufzuhalten, sondern lässt diese sofort für sich selbst sprechen. Dabei konnte mich Marah Woolf bereits auf den ersten Seiten mit ihrem Schreibstil fesseln. Er wirkt frisch und rund und übt dabei einen Sog auf mich aus, der dafür sorgt, dass ich gar nicht aufhören mag zu lesen.


Ihre Protagonisten sprechen mich hierbei gleich zu Beginn an und hinterlassen bei mir den Wunsch, mehr über sie zu erfahren. Das Leben von Jess war in den letzten Jahren nicht einfach. Nach dem Weggang des Vaters, verfiel ihre Mutter dem Alkohol und hat es mehr oder weniger Jess überlassen, sich um die kleine Schwester Phoebe zu kümmern. Trotz dieser Aufgabe scheint diese ihr Leben bislang gut im Griff gehabt zu haben, hat sie doch zwei wirklich gute Freunde an ihrer Seite. Doch ihr Zusammentreffen mit Cayden wirft ihr Leben aus den festgefahrenen Fugen und schubst sie in ein Gefühlschaos, das kein Ende zu finden scheint.

Cayden scheint mit einem Ego ausgestattet zu sein, von dem man kaum glauben mag, dass es gemeinsam mit ihm durch eine Tür passt. Aber wenn man ein Gott und daran gewöhnt ist, dass sich einem die Frauen zu Füßen werfen, bleibt das wohl nicht aus. Nebenbei ist er eigentlich auch kein schlechter Kerl, wenn man von seinem Wettstreit mit Zeus absieht. Seinen Grund hierfür kann ich noch nicht ganz nachvollziehen, aber ich nehme an, dass in den Folgebänden hierzu mehr Informationen kommen.

Von den weiteren Charakteren des Buches konnte vor allem Leah schnell mein Herz gewinnen. Sie ist flippig, ehrlich und direkt und damit genau die Sorte Mädchen, die man gerne zur Freundin hätte. Gerne hätte ich allerdings auch mehr über Jess' Mutter und Schwester erfahren und hoffe, dass dieser Wunsch im zweiten Band erfüllt wird.

Der Handlungsinhalt erinnert mich zugegebenermaßen sehr an die "Shadow Falls Camp"-Reihe. Zumindest drängt sich dieser Gedanke mir ungefragt auf. Sowohl das Setting, als auch die Charaktere haben für mich einiges an Ähnlichkeiten aufzuweisen, nur, dass es hier nicht um Schattenwesen, sondern um Götter geht. Aber da ja bekanntlich schon so ziemlich alles mal im Genre Jugendfantasy dagewesen ist, habe ich dies zwar zur Kenntnis genommen, mein Lesevergügen konnte es aber nicht stören. Dazu konnte mich der Schreibstil einfach zu sehr überzeugen.

Die Beziehungskiste zwischen Jessie und Cayden ist verzwickt und von einem ewigen Hin und Her durchzogen. Das empfinde ich zuweilen ein wenig anstrengend; allerdings gehöre ich auch nicht zu der anvisierten Altersgruppe, für die das Buch angepriesen wird.
Besonders gut gefallen haben mir die kurzen Einschübe, in denen Hermes die Leser etwas hinter die Kulissen blicken lässt. Sein Humor hat mich sehr angesprochen, ebenso wie das spannende Ende, das mich begeistert auf die Fortsetzung hoffen lässt.

Fazit:

"Götterfunke - Liebe mich nicht" ist der Auftakt zu einer neuen Trilogie von Marah Woolf. Mit ihrem flüssigem Schreibstil hat mich die Autorin durch eine gut durchdachte Handlung geführt, die mit interessanten Charakteren punkten konnte. Fans von Percy Jackson und Shadow Falls Camp werden hier auf jeden Fall ebenso auf ihre Kosten kommen, wie der jugendliche und junggebliebene Fantasyleser. 




gebundenes Buch mit 464 Seiten
Verlag: Dressler
Facebookauftritt der Verlagsgruppe → HIER

erscheint: 20.02.2017
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 18,99 Euro
ISBN: 978-3-7915-0029-4
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mehr Infos auf der Website der Autorin HIER

Donnerstag, 9. Februar 2017

Interview Julia Adrian


Hallo,

und auch von mir ein herzliches Willkommen zur Fantasywoche. 


Ich darf Euch heute gemeinsam mit Lunis-Lesezauber und Hellis Bücherland ein Interview mit Julia Adrian präsentieren.


Hallo Julia, der Klassiker zum Aufwärmen. Wie geht’s Dir?
Julia Adrian: Müde aber glücklich trifft es in den meisten Fällen


In welchen Genres fühlst Du Dich wohl? Sowohl beim Schreiben als auch lesen…
Julia Adrian: In meinem Regal finden sich hauptsächlich Krimis, Thriller und Drachenmond-Titel, letztere kamen im vergangenen Jahr dazu, während ich mit ersteren aufgewachsen bin. Warum ich trotzdem Märchen schreibe? Vielleicht ist es Zufall, vielleicht Schicksal. Tatsache bleibt: ich liebe die unendlichen Möglichkeiten, die sich in der Phantastik bieten. Ob vergessener Gott, eine böse Fee oder ein verfluchter Prinz – es gibt keine andere Grenze als die, der eigenen Kreativität und Fantasie.


Drei Begriffe, die Dich beschreiben?
Julia Adrian: Chaotisch, Kreativ, Vergesslich.


Was treibt Dich auf die Palme?
Julia Adrian: In der Regel bin ich ziemlich entspannt – ob nun mein Mann rückwärts in ein anderes Auto fährt, meine Tochter zum dritten Mal ihren Becher umkippt oder meine Schwester die Butter mit Nutella verschmiert, das alles versuche ich, mit Humor zu nehmen. Was anderes bleibt bei so viel Leben im Haus auch einfach nicht übrig.
Manchmal aber – so wie vergangenen Monat – wenn eine Kinderkrankheit auf die nächste folgt und sich die schlaflosen Nächte ins Unendliche ziehen, dann reißt auch mir bei Kleinigkeiten der Geduldsfaden.


Wirst Du von Deinem Mann unterstützt?
Julia Adrian: Mal mehr, mal weniger. Da er selbst Vollzeit arbeitet, nebenbei noch studiert und einen wahnsinnig langen Arbeitsweg hat, kann er mich innerhalb der Woche kaum unterstützen. Am Wochenende stehen häufig irgendwelche Events oder Familienaktivitäten an, sodass auch da die Schreibzeit gering ausfällt. In der Regel bleiben mir die Abende, wenn die Kids schlafen und Ruhe einkehrt – falls ich selbst dann noch fit genug bin.
In den heißen Phasen vor den Veröffentlichungen ist es meine Mama, die mir die Kinder abnimmt und mir so freie Zeit zum Schreiben schafft. Ohne sie hätte ich den letzten Band der Fee noch lange nicht beenden können.


Was macht Lust auf das große Abenteuer Lesen?
Julia Adrian: Momentan bin ich unheimlich liebesbedürftig, vielleicht, weil mich der Alltag so sehr schlaucht, deshalb stehen gerade Romane mit Happy End und anschmachtungswürdigen Book-Boy-Friends ganz oben auf meiner Liste. Wenn ich lese, ist es wie ein kleiner Urlaub, eine kurzzeitige Flucht vor der Realität, die alle Sorgen für den Moment verdrängt.


Hast Du Kinder? Wenn ja, Was sagen sie zur Mama als Autorin?
Julia Adrian: Tja, ich darf mich stolze Mama gleich dreier Kinder nennen. Baby Nr. 3 wird diesen Monat ein Jahr alt und klebt mir den lieben, langen Tag an der Backe – zum Glück gibt es so wundervolle Tragehilfen, ich wüsste nicht, was ich ohne täte!
Das Sandwich-Kind ist unsere Prinzessin, die ganz genau weiß, was sie will (und wie sie es von Papa bekommt). Dass ich schreibe, hat sie noch nicht verstanden, trotzdem ist sie eine unheimliche Inspiration für mich: Jeden Abend reden wir über Prinzessinnen mit Schleifen im Haar, die Frösche gegen Wände werfen oder mit Bären im Wald tanzen.
Unser Großer ist nun ein Schulkind und als er rausfand, dass J.K. Rowling mit sechs Jahren bereits die ersten Geschichten schrieb, war er so entsetzt (er liebt Mathe, und hasst Schreiben), dass er mir jetzt immer seine Ideen diktiert, damit ich sie für ihn aufschreiben kann. Deshalb darf er sich jetzt stolz Co-Autor nennen. Er ist mein größter Fan, meine Inspiration und der Grund, weshalb es die Fee gibt. Ohne ihn hätte ich vielleicht niemals ein Buch veröffentlicht.


Was bezeichnest Du als Dein besonderes Talent?
Julia Adrian: Spontan würde ich sagen, ich schreibe ganz nette Geschichten – da dort aber noch so viel Luft nach oben ist und ich mich stetig weiterentwickle (und es so viel bessere und begnadetere Autoren als mich gibt), zögere ich, es als Talent zu bezeichnen. Schreiben ist zum Großteil ein Handwerk, wobei mit Sicherheit auch ein Funken Talent dazugehört. Etwas anderes will mir aber partout nicht einfallen. Also – wenn ich ein Talent nennen muss, dann ist es wohl das Erdichten von Geschichten.


Wie sieht Dein perfekter Tag aus?
Julia Adrian: Er beginnt mit AUSSCHALFEN, hahaha, für mich eine Seltenheit! Nein, im Ernst: ein Tag, an dem sich die Kinder nicht streiten, das Baby nicht zahnt, hustet, kränkelt, mein GG frei hat und wir irgendwas Schönes unternehmen (nachdem ich Ausschlafen durfte – hihi!), wäre für mich nahezu perfekt. <3


Wirst Du manchmal missverstanden?
Julia Adrian: Ich befürchte, häufig missverstanden zu werden, weshalb ich ständig „Verstehst du, was ich meine?“ frage und damit alle (ganz besonders meine Mama) nerve. In knappen Sätzen auf den Punkt zu kommen, fällt mir schwer, weshalb ich ewig schwafle (um ja richtig verstanden zu werden) und dann den Punkt aus den Augen verliere und etwas Einfaches viel zu kompliziert erklärt habe. Ein Teufelskreis. (Siehe die Antwort dieser Frage!)


Ist Heimat ein großes Versprechen?
Julia Adrian: Da ich als Jugendliche für einige Zeit in Neuseeland lebte und mich dort sehr „heimisch“ fühlte, weiß ich, dass „Heimat“ nicht unbedingt ein Ort sein muss, sondern (für mich) die Menschen sind. Fühle ich mich wohl und werde ich aufgenommen, dann bin ich „daheim“ – etwas, dass überall auf der Welt der Fall sein kann. Gefunden habe ich es aktuell an der Nordsee in einem winzigen Dorf UND im Drachenmond Verlag. Man mag es kaum glauben, aber auch dort fühle ich mich wirklich und von Herzen „heimisch“.


Wozu braucht der Mensch eine Privatsphäre?
Julia Adrian: Ganz im Ernst? Ich finde es manchmal erschreckend, wie effizient das Internet (um es mal allgemein zu fassen) unsere Daten sammelt, speichert und auswertet. Als ich zum dritten Mal schwanger war – noch ganz frisch –, ploppte bei Amazon ein Pop-Up auf mit der Frage: „Erwarten Sie Nachwuchs? Wenn ja, Herzlichen Glückwunsch! Wann ist es denn soweit? Hier geht es zu unserer Baby-Abteilung.“
Den Text habe ich jetzt ungefähr wiedergegeben. Aber die Tatsache alleine, dass diese Frage kam, obwohl ich selbst erst seit kurzem Bescheid wusste, war für mich unfassbar! Mein GG glaubt zwar bis heute, dass ich vorher etwas Schwangerschaftstechnisches gegoogelt haben muss, ich bin mir aber sicher, dass es nicht der Fall war. (Jaja, Schwangerschaftsdemenz und so.) Aber selbst wenn!
Tja, ich glaube also, dass heute kaum noch etwas wirklich privat ist. Deshalb schätze ich die Momente ohne Handy, Laptop und Internet sehr. Manchmal vermisse ich die Zeit, als ich mich noch strikt weigerte, ein Handy zu besitzen. Für die FBM 2016 kaufte mein GG mir eines allen Protesten zum Trotz. Seitdem ist meine kreative Schaffungszeit übrigens merklich kürzer geworden. Ich arbeite viel besser und effizienter, wenn ich in meiner eigenen, kleinen Blase bin, meinem privaten Reich, ganz ohne Kontakt zur Außenwelt.
Die Frage habe ich jetzt wahrscheinlich gar nicht beantwortet … oder vielleicht doch? Ich brauche Privatsphäre, um kreativ zu sein. Ist das eine Antwort? Ich weiß es ehrlich nicht, haha! SORRY!


Welche Illusion lässt Du Dir nicht nehmen?
Julia Adrian: Das ein jeder von uns die Welt verändern und zu einem besseren Ort machen kann. Ich weiß, dass ich nur ein Mensch unter Milliarden von Menschen bin, die diesen Planeten bevölkern und sich selbst und einander wirklich schlimme Dinge antun. Ich weiß, dass ich alleine die Müllinseln in den Ozeanen nicht kleiner mache, nur weil ich versuche, weniger Plastikmüll zu haben. Ich weiß auch, dass, egal wie oft ich auch Online-Petitionen für mehr Gerechtigkeit unterschreibe, es jedes Mal neues Leid und noch mehr Ungerechtigkeit geben wird, irgendwo, jeden Tag, jeden Moment. Und doch – wer wäre ich, wenn ich aufhören würde, dagegen anzukämpfen?
Und wenn es nur im Kleinen ist. Wenn es nur eine Unterschrift ist.
OH – und ich bin fest davon überzeugt, dass es Hogwarts wirklich gibt. (Ich warte noch auf meine Eule, die hat sich nur über dem Ärmelkanal verflogen. Ganz sicher!)


Definition von Leidenschaft?
Julia Adrian: Ich kann nur für mich sprechen – aber ich träume von meinen Büchern, meinen Geschichten, denke Tag und Nacht an sie und wenn ich längere Zeit nicht schreibe, dann werde ich kribbelig, nervös und unruhig. Es grenzt beinahe an eine Sucht. Meine Geschichten sind ein Teil von mir, ein Teil meines Lebens, meine Leidenschaft.


Ist Dein Leben eher ein Roman- oder ein Sachbuch?
Julia Adrian: Definitiv ein Roman, für ein Sachbuch ist mein Leben zu chaotisch, ungeordnet und verrückt.
 

Wie dürfen wir uns Deinen Schreibtisch vorstellen?
Julia Adrian: Er ist knapp und distanziert, streckenweise märchenhaft, manchmal poetisch – aber im Grunde ganz normal. Viele Leser nennen ihn „anders“ – ich persönlich wüsste nicht, was ich anders mache. Ich schreibe, wie ich denke (glaube ich zumindest). Ihr seht, ich bin ein Laie auf dem Gebiet.


Beste Lesezeit/Schreibzeit: High Noon oder Mitternacht?
Julia Adrian: Es ist schon lustig, wie viele Künstler die Nacht bevorzugen. Für mich liegt der Reiz dabei ganz klar in der absoluten Ruhe. Niemand ruft an oder klingelt, kein Kind quengelt, will was Trinken oder auf Toilette, zum Sport oder vom Bus abgeholt werden. Die Nacht ist so wunderbar ruhig, sie gehört (leider nicht immer) mir allein. <3


Entwickelt sich das Autorendasein zum Showgeschäft?
Julia Adrian: Tatsächlich scheint das ein gewisser Trend zu sein. Wer sich gut vermarktet und auf den SocialMedia Kanälen aktiv und präsent ist, der „verkauft“ sich besser – aber nicht immer. Gerade für Jungautoren, die keinen großen Verlag im Rücken haben, ist das Marketing auf diesen Plattformen extrem wichtig. Trotzdem ist es nur ein winziger Teil all dessen, was das Autorendasein ausmacht. Ich wage sogar zu behaupten, dass das, was auf FB und co passiert, nur die Spitze des Eisbergs ist. Der größere Teil des Autorendaseins liegt verborgen. Zumindest ist das bei mir der Fall.


Was darf ein Autor unbedingt nicht können?
Julia Adrian: Es gibt sehr viel, das ich nicht kann. Meine Bücher entstehen im Teamwork: Alex sorgt für ein hübsches Kleid, Astrid für ein ansprechendes Inneres, es wird lektoriert, korrigiert, gesetzt, in E-Books umgewandelt und vermarktet – alles Dinge, von denen ich nichts verstehe. Andere Autoren jedoch vereinen all diese Fähigkeiten und schaffen wundervolle Werke ganz im Alleingang. Das ist doch toll.
Ob sie nun auch noch zeichnen, singen, schlafend Klavier spielen, TV-reife Reden schwingen, blind Angeln oder rückwärts Salto schlagen können … Ich glaube nicht, dass es irgendwelche allgemeingültigen Regeln oder Verallgemeinerungen geben sollte, was man als Autor können oder nicht können darf. Autoren sind Menschen, Menschen sind unterschiedlich. Und das ist gut so.
 

Dein allererstes Buch? Hat es Dir gefallen?
Julia Adrian: Das erste Buch, dass ich schrieb und vollendete, liegt noch schlummernd auf meinem PC und wartet darauf, irgendwann einmal das Licht der Welt zu erblicken. Ich mag die Geschichte, sie ist seicht, leicht Klischeebeladen, es gibt einen Bad-Boy mit weichem Kern und viiiiel Liebe. Momentan zögere ich, sie zu überarbeiten und zu veröffentlichen, weil sie so ganz und gar anders ist, als die Fee. Es ist weniger komplex, fluffiger. Ich mag es trotzdem – oder gerade deshalb. Trotzdem fürchte ich mich davor, die Leser zu enttäuschen. Mal sehen, mal sehen.


Die beste Entscheidung Deines Lebens?
Julia Adrian: Meinen Großen zu bekommen, obwohl ich mitten im Abi steckte.


Wann, und womit, wurdest Du das letzte Mal angenehm überrascht?
Julia Adrian: Das letzte Mal, als ich so richtig, richtig überrascht war und sogar eine ganze Zeit lang in bester Banschee-Manier schrie, war, als meine Schwester plötzlich vor der Tür stand, obwohl sie eigentlich in Mexiko sein sollte!!! Sie ist für einen Monat spontan von ihrem Auslandsjahr auf Heimaturlaub gekommen, in wenigen Tagen fliegt sie zurück nach Costa Rica, um dort ein Praktikum zu machen. Gott, was war ich überrascht – und was habe ich mich gefreut!


Was hältst Du von der Entwicklung des Buchmarktes?
Julia Adrian: Manchmal finde ich es traurig, wenn ich mir die Masse an Neuerscheinungen ansehe, die den Amazon-Markt jeden Monat überschwemmen. Vielleicht ist es nur mein Eindruck, aber viele Bücher in den Top-Amazon-Charts, deren Klappentexte ich sehr ansprechend finde, lesen sich, als seien sie im Fließband-Verfahren geschrieben und veröffentlicht worden. Ich weiß, was für ein enormer Konkurrenzdruck herrscht, ich weiß, dass, wer wirklich vom Schreiben leben will, extrem viel Output in extrem kurzen Abständen liefern muss – aber das geht m.M. nach oft auf Kosten der Qualität. Was ich schade finde, denn ich würde viele Bücher gerne lesen und tue es dann doch nicht. Ich weiß, dass nicht alle SPler so sind und doch sind es zu viele. Heutzutage kann einfach jeder ein Buch schreiben und veröffentlichen. Was einerseits wunderbar ist, denn genauso habe ich angefangen, andererseits fällt es schwer, die wirklich guten Geschichten zu finden in der Masse an „unfertigen“ Texten.
Ich glaube, das größte Problem ist, dass Schreiben eine Kunst und zugleich ein Beruf ist. Und manchmal leidet die Kunst unter den wirtschaftlichen Aspekten, denen sich die Autoren unterwerfen.


Welche Vorsätze hast Du für 2017?
Julia Adrian: Schriftstellerisch gesehen, möchte ich zwei Bücher vollenden. Ob das klappt … werden wir sehen. Ansonsten geht alles so weiter wie bisher. <3


Was würdest du den Lesern gerne einmal sagen?
Julia Adrian: Ohne euch säße ich nicht hier, um dieses Interview auszufüllen (sondern könnte schön „Stolz & Vorurteil“ zu Ende schauen. Hach!). Deshalb – DANKE!


Wie viel von deinen Protagonistin/en steckt in dir selbst?
Julia Adrian: Eine gute Frage, die ich kaum beantworten kann. Ich befürchte, unterbewusst viel zu viel von mir selbst in die Charaktere miteinfließen zu lassen. Das ist etwas, das ich noch lernen muss. Dennoch bin ich nicht eine meiner Figuren, ich erkenne mich nur manchmal in bestimmten Eigenheiten wieder.


Wie diszipliniert muss man sein, um ein Buch schreiben zu können?
Julia Adrian: Sehr, denn der erste Motivationsschub, der die ersten hundert Seiten nur so dahinfliegen lässt, verebbt irgendwann und dann kommen die Zweifel-Phasen. Manchmal ist dann jede einzelne Seite ein Kampf. Es gibt Autoren, die niemals in so ein Loch fallen. Mir passiert das leider bei jedem Buch. Was mir da hilft? Abstand und dann Disziplin. Irgendwann platzt der Knoten und es geht weiter.


Welche Bücher gefallen dir selbst? Gibt es ein spezielles Vorbild?
Julia Adrian: In meinem Regal finden sich fast nur Krimis. Ich liebe Minette Walters oder Elizabeth George, genauso aber die Harry Potter Bände. Als letztes konnte mich so richtig „Das Herz im Glas“ von Katharina V. Haderer überzeugen, es ist eine wundervolle Mischung aus Fantasy, Krimi und Action, genau wie bei Nicole Böhms „Die Chroniken der Seelenwächter“. Gerade die Verbindung dieser beiden Genres gefällt mir ausgesprochen gut!


Wie kamst du auf die Ideen, die in 13. Fee drin stecken?
Julia Adrian: Ich las meinem Sohn abends die grimmschen Märchen vor und nach jeder Geschichte hatte er Fragen: Warum die Hexen böse sind oder wieso der König die dreizehnte Fee nicht eingeladen hat, wohin die Hexe fällt, als sie von Gretel in den Ofen geschubst wird und wieso Rapunzel im Turm eingesperrt ist. Ich begann die Märchen fortzuspinnen, ersann neue Enden, dichtete hier etwas dazu, schmückte dort etwas aus. Eines Abends, als er endlich schlief, begann ich selbst eine Geschichte zu schreiben – über eine Fee, die Opfer ihres eigenen Dornröschen-Fluches wurde. Zusammen mit dieser Antagonistin betrat ich Pandora und hatte keine Ahnung, wohin uns die Reise führen würde.


Was macht für Dich das Besondere des Berufes "Autor" aus bzw. welches Erlebnis ist Dir besonders in guter Erinnerung geblieben?
Julia Adrian: Tatsächlich schrieb ich anfangs aus einem ganz und gar egoistischen Grund heraus: es machte mir einfach Spaß. Ans Veröffentlichen dachte ich nie. Als es dann jedoch soweit war und die ersten Rezensionen auftauchten und erste Nachrichten in meinem Postfach landeten, da begriff ich, dass ich – so abwegig und seltsam es sich auch anfühlte – mit meinen Geschichten anderen Menschen etwas geben konnte: eine Auszeit von der Realität. Das ist für mich bis heute eine berührende und etwas angsteinflößende Entdeckung. Da liest jemand, was ich schreibe. Es liebt und leidet jemand mit den Figuren, die ich mir erdachte. Es ist fast, als würde ich fremde Menschen in meinen Kopf hinein- und teilhaben lassen. Seltsam – und zugleich berauschend.


Schreibst Du lieber Reihen oder Einzelbände?
Julia Adrian: Bisher habe ich nur eine Reihe geschrieben und weil der Druck und die Erwartungshaltung dabei so extrem war (oder sich zumindest so anfühlte), nahm ich mir vor, nur noch Einzeltitel zu schreiben. Aber Pustekuchen: Der verfluchte Prinz wird zumindest zweiteilig. Warum ich mir das antue? Ich weiß es selbst nicht.


Was muss ein gutes Buch für Dich haben?
Julia Adrian: Wenn der Klappentext mich fesselt, ich dann nicht aufhören kann zu lesen und die Seiten nur so dahinfliegen, wurde in meinen Augen alles richtiggemacht. Ein Buch soll mich unterhalten und mir eine schöne Zeit bescheren – mehr erwarte ich i.d.R. nicht.


Vielen Dank Julia für die tollen Antworten und die Geduld, die du aufgebracht hast bei so vielen Fragen, aber wir konnten uns nicht auf weniger einigen ;)
Ich danke euch für die vielen, tollen Fragen, auch wenn ich fast einen Krampf im Finger vom Scrollen bekommen habe. Hahaha!
 
 
Das Interview führten Bettina von Helli’s Bücher-Land, Nicole Müller von Lunis-Lesezauber  und meine Wenigkeit.


Und wer jetzt Lust auf die Bücher von Julia Adrian bekommen hat, kann HIER meine Meinung zum ersten Band der dreizehnten Fee nachlesen.