Sonntag, 31. März 2013

Osterverlosung

Es ist soweit!

Die Ostereier sind versteckt und natürlich auch sonst alles, das Meister Lampe so liefern soll. Und da ich nicht nur den Kindern eine Freude machen möchte, sondern auch Euch, meinen Lesern, gibt es heute eine
 
bei mir. 

Diese drei Bücher könnt Ihr gewinnen:

"Ein Besuch im Museum? An Heiligabend? Eine bescheuerte Idee, findet Sadie. Sie sieht ihren Vater, den berühmten Ägyptologen Dr. Julius Kane, ja ohnehin nur zwei Mal im Jahr - und dann muss er sie und ihren Bruder Carter ausgerechnet ins British Museum schleppen.
Aber ihr Vater will ihnen gar keine verstaubten Sarkophage zeigen - er plant nicht weniger, als den ägyptischen Gott Osiris zu beschwören. Doch das geht schief, und er wird von einem unheimlichen glutroten Typen entführt. Um ihn zu befreien, müssen Sadie und Carter es mit der gesamten ägyptischen Götterwelt aufnehmen." (Textauszug Carlsen Verlag)


"Berlin: Ein Mann wird zusammengeschlagen, der Täter entkommt. Kripo-Hauptkommissarin Louise Boni ermittelt, denn die Spur führt nach Freiburg. Der Täter scheint ein Profi zu sein, das Opfer ein Geheimdienstspitzel, die einzige Zeugin weiß mehr, als sie sagt, und im Hintergrund agiert der Verfassungsschutz. Louise spürt, wie sich das Netz zusammenzieht. Doch bis sie die Wahrheit entdeckt, ist es für einen der Beteiligten bereits zu spät..." (Textauszug Fischer Verlag)

"Trixi ist chaotisch, selbstbewusst und hat es geschafft, dreißig zu werden, ohne auch nur einen Tag zu arbeiten. Als sie das Angebot erhält, die Chronik des Reiseführerverlags Bellersen zu schreiben, kann sie jedoch nicht nein sagen: Ihre Eltern sind gerade in die Mongolei ausgewandert und haben den monatlichen Scheck gekündigt. Doch bevor sie die Tür zum staubigen Archiv auch nur öffnen kann, ist sie schon in den Art-Direktor verliebt, bei ihrer Chefin in Ungnade gefallen –und über eine Leiche gestolpert." (Textauszug Ullstein Verlag)


Ich hoffe, dass für jeden Geschmack etwas mit dabei ist.

Alle drei Bücher sind neuwertig, lediglich die Kane-Chroniken haben unten am Buchschnitt einen kleinen ME-Stempel.


Das einzige, was Ihr tun müsst, um teilzunehmen, ist, mir unten einen Kommentar zu hinterlassen und mir zu erzählen, was der Osterhase Euch heute gebracht hat. Bitte gebt an, für welche Bücher Ihr in den Lostopf wollt.

Wenn Ihr unter 18 seid, wäre es schön, wenn Ihr vorher die Erlaubnis Eurer Eltern einholt. Gerne dürft Ihr natürlich auch Werbung für mein Gewinnspiel machen, ist aber kein Muss. Die Verlosung läuft bis zum 06.04.2013, 23.59 Uhr; die Auslosung findet am darauffolgenden Tag statt. Ich bitte die Gewinner, sich innerhalb der dann folgenden 72 Stunden bei mir zu melden, sonst werde ich den Gewinn ein weiteres Mal auslosen.

Ich wünsche allen viel Glück und frohe Ostern!

Blogparade (13)

13. Ein Buch bei dem du nicht weißt, wie du es bewerten sollst.

Aktuell habe ich keines dieser Bücher. Zum Glück kommt das nicht oft vor, denn eine bestimmte Tendenz habe ich meistens.

Das letzte ist schon eine Weile her. Handwerklich fand ich das Buch wirklich sehr gut gemacht und auch die Idee mitsamt der Umsetzung  war echt toll. Nur leider hat mich weder der Inhalt, noch ein besonderer Charakter angesprochen. Vielleicht habe ich es auch nur zum falschen Zeitpunkt gelesen.

Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerten soll, denn nur, weil es nicht meine Erwartungen erfüllt hatte, wäre es sehr unfair gewesen, ihm eine schlechte Bewertung zu geben, zumal es sonst sehr gut aufgebaut war. Deswegen habe ich mich bemüht, es möglichst objektiv zu bewerten und hoffe, dass es mir letztendlich auch gelungen ist.

Samstag, 30. März 2013

Tickt ins Glück

Alexandra ist frustiert. Ihr Verlobter Tom hat sich im Laufe der Zeit immer mehr in einen peniblen und langweiligen Stubentiger verwandelt. Beruflich läuft es für ihn sehr gut und deshalb ist er auch sehr oft unterwegs. Als Alex gekündigt wird, schlägt Tom völlig unbedarft vor, dass sie doch jetzt mit der Familienplanung beginnen könnten ohne zu erkennen, welche Wünsche sie tatsächlich hat. Doch für diese ist das Maß jetzt voll. Viel zu lange hat sie ihre eigenen Bedürfnisse zurückgedrängt und sich immer nur noch Tom angepasst. Damit ist jetzt Schluss!

Als ihr im näheren Rückblick klar wird, wann und wo sie das letzte Mal wirklich glücklich war, beschließt sie, für eine Zeit in die Dominikanische Republik auszuwandern. Der Unglauben der anderen an ihren Plänen und ihrem Durchhaltevermögen spornt sie noch zusätzlich an und als ihre Schwester Sabina beschließt, sie zu begleiten, machen die beiden Nägel mit Köpfen und fliegen los. Doch vor Ort läuft zunächst alles nicht so wie geplant. Aber Alex lässt sich nicht unterkriegen und fängt langsam wieder an, ihr Leben zu genießen. Eine unerwartete Neuigkeit lässt sie erneut ins Grübeln kommen und schürt die Zweifel an der Richtigkeit ihrer Handlungen. Wird Alex trotzdem ihren Traum verwirklichen können?

Meine Meinung:

Elke Becker ist mit "Ticket ins Glück" ein herrlich beschwingter Unterhaltungsroman gelungen, der sich fast von ganz alleine liest. Sehr schnell ist man mittendrin im Geschehen und verfolgt gebannt die Ereignisse um Alex.

Diese hat sich immer mehr den Wünschen und Vorstellungen ihres Verlobten Tom angepasst und dabei gar nicht gemerkt, wie sich selbst immer mehr verloren hat. Früher haben beide es geliebt, als Rucksacktouristen durch fremde Länder zu streifen, doch heute ist nicht mehr viel davon geblieben. Selbst ganz normaler Urlaub ist in den letzten Jahren immer wieder von Tom verschoben worden und Alex hat sich in Rücksicht geübt. Toms Wunsch nach Kindern löst in Alex jedoch eine ganze Palette von ablehnenden Gefühlen aus, da sie sich dadurch immer mehr in die Ecke gedrängt fühlt.

Anfänglich konnte ich nicht ganz verstehen, wieviel Alex bereit war, aufzugeben. Hatte sie doch eigentlich fast alles, was sich Frau normalerweise vom Leben erhofft. "Man kann schließlich nicht alles haben", ging mir dabei als erstes durch den Kopf. Doch dann wurde mir klar, wie viele Träume sie dafür begraben hat und ich habe ihren Mut bewundert, mit dem sie ihre Zelte abgebrochen und noch einmal von vorne angefangen hat.

Tom ist eigentlich ein lieber Kerl, der selbst gar nicht gemerkt hat, wie er sich immer mehr in einen Spießer verwandelt hat. Erst als Alex ihn vor vollendete Tatsachen stellt und er langsam wieder aus seinem Selbstmitleid auftaucht, beginnt er, das ein oder andere zu hinterfragen.

Letzten Endes habe ich mich natürlich auch gefragt, ob auch ich in meinem Leben schon zu viele Wünsche beerdigt habe. Wo ist die Grenze, an der man die Zufriedenheit zurücklässt und nur noch vertanen Chancen hintertrauert? Hätte auch ich den Mut alles zurückzulassen für einen kompletten Neuanfang?

Fazit:

Ich habe "Ticket ins Glück" unheimlich genossen. Der Roman ist leicht und beschwingt und genau das Richtige für kurzweilige Unterhaltung, Abschalten der Realität und einfach mal in die Ferne schweifen. Tolle und gut ausgearbeitete Charaktere und schön beschriebene Schauplätze haben das Lesen zu einem Vergügen gemacht, das ich nur empfehlen kann.






kindle-ebook mit 244 Seiten bzw. 318 Taschenbuchseiten
Preis: 2,99 Euro
Leseprobe und Einkauf möglich →HIER
Website der Autorin mit ganz vielen Infos, u. a. auch zu anderen veröffentlichten 

Büchern → HIER

Donnerstag, 28. März 2013

Ostfriesenmoor

Eine Moorleiche wird gefunden. Es handelt sich um ein junges Mädchen, das vor Jahren ausgestopft und präpariert worden ist. Aber wer macht so etwas und warum? Die Spuren führen zu einer wohltätigen Stiftung für delinquente Kinder. Doch die Menschen dahinter sind sehr einflußreich und Ann Kathrin Klassen und ihr Team suchen verzweifelt nach Beweisen. Da wird in Norddeich plötzlich ein Baby enführt. Die Familienmitglieder wirken allesamt sehr suspekt und lange tappen die Ermittler im Dunkeln. Erst als ihnen der Zufall zu Hilfe kommt, zeichnen sich die Hintergründe langsam ab.

Meine Meinung:

"Ostfriesenmoor" ist der siebte Fall für Ann Kathrin Klassen und ihr Team. Klaus-Peter Wolf hat mit seiner Reihe ein Team etabliert, dass nicht nur vom Lokalkolorit profitiert, sondern auch von seiner Authentizität. Die hat es mir hier sehr angetan. Dabei gefällt es mir besonders, dass die Ermittler hier völlig normale Menschen sind und nicht total verkrachte Existenzen, die täglich an ihrem eigenen Limit schweben. Natürlich haben auch sie ihre persönlichen Probleme und ich fand es gut, dass diese auch thematisiert worden sind, denn so erhielten die Ermittler viel mehr Facetten und kamen mir damit näher.

Etwas schade war es jedoch, dass mir beim Lesen nicht so recht Spannung aufkommen wollte. Zwar war die Geschichte sehr unterhaltsam und es gab auch keine Längen, durch die man sich quälen musste, aber bei einem Kriminalroman hätte ich doch ein wenig mehr Spannung erwartet. Lediglich die immer wieder eingeworfenen Gedanken des Täters sorgten bei mir für fesselnde Momente. Erst zum Schluss hin nahm die Geschichte dann letztendlich doch ordentlich an Fahrt auf und überraschte mich mit einem unerwarteten Ende.

Die anschaulichen Beschreibungen von Ostfriesland sind vom Autor geschickt mit in die Handlung eingearbeitet worden und haben mir gut gefallen. Bilder von Norddeich stiegen beim Lesen gleich wie in einem Kinofilm in mir auf, wenn Klaus-Peter Wolf die vertrauten Örtlichkeiten beschrieb. Auch bei der Erwähnung weiterer lokaler Beonderheiten konnte man die Verbundenheit des Autors mit Ostfriesland fühlen.

Fazit:

"Ostfriesenmoor" ist ein solider Krimi mit einem angenehmen Schreibstil und gut gezeichneten Charakteren. Trotz der erst spät ansteigenden Spannung fühlte ich mich gut unterhalten und bin sehr gerne in die Handlung und die gut beschriebenen Örtlichkeiten eingetaucht. Gerne würde ich noch mehr von Ann Kathrin Klaasen und ihrem Team lesen.






Taschenbuch mit Seiten
Verlag: Fischer
erschienen: 18.02.2013
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 978-3-596-19042-3
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eigene Seite des Autors → HIER

Dienstag, 26. März 2013

In dieser ganz besonderen Nacht

Nach dem Tod ihrer Mutter fühlt Amber sich innerlich leer und zurückgelassen. Doch es ist ihr nicht vergönnt, in der vertrauten, deutschen Kleinstadt mit Hilfe ihrer Freunde zu sich zurückzufinden, denn ab jetzt muss sie bei ihrem Vater Ted in San Francisco leben. Dabei wäre sie viel lieber bei der besten Freundin ihrer Mutter oder ihren Großeltern geblieben, doch ihre Eltern haben dies vorab so vereinbart. Und so beginnt für Amber ein neues Leben mit ihrem Vater, den sie kaum kennt, in einem fremden Land ohne Freunde. Sie ist verzweifelt und entwurzelt und sperrt sich gegen jedweden Annäherungsversuch ihres Vaters. Erst die magische Anziehung eines fremden, leer stehenden Hauses verändert Ambers neues Leben.

Hier begegnet sie Nathaniel, einem nicht nur gut aussehenden, sondern auch ausgesprochen gefühlvollen, älteren Jungen. Mit ihm kann sie über alles reden, doch körperlich bleibt er stets auf Distanz. Zutiefst verunsichert darüber und unwissend, ob Nathaniel ihre starken Gefühle erwidert, kommt es bei Amber zu einem Gefühlsausbruch, bei dem sie zufällig Nathaniels wahre Natur entdeckt: Er ist ein Geist und normalerweise für das menschliche Auge nicht sichtbar! Gefangen zwischen den Sphären und aus einer fernen Vergangenheit steckt Nathaniel in seinem jetzigen Dasein fest, ohne zu wissen, weshalb. Zwar ist es ihm möglich, tote Gegenstände zu berühren, aber für lebende Körper hat seine Existenz keinen festen Widerstand. Diese Tatsache setzt den beiden im Laufe der Zeit immer mehr zu und gemeinam mit Ambers inzwischen neu gefundenen Freunden versuchen sie eine Lösung zu finden. Werden die beiden eine Zukunft haben?

Meine Meinung:

Der im cbj Verlag erschienene Roman "In dieser ganz besonderen Nacht" von Nicole C. Vosseler ist ein ganz besonderer Lesegenuss. Abwechselnd erzählt aus der Sicht von Amber und Nathaniel habe ich beim Lesen einen unheimlich tiefen Einblick in zwei verwundete Seelen und ihre Gefühle gewonnen.

Amber ist im Grunde genommen eine sehr starke Persönlichkeit. Monatelang hat sie es geschafft, für ihre sterbende Mutter da zu sein und sie zu stützen. Nach ihrem Tod verspürt sie plötzlich eine Leere in ihrem Leben und ist zunächst nicht in der Lage ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Der Umzug in ein unbekanntes Land, in dem sie erneut "funktionieren" muss, ist für Amber psychisch eine große Belastung. Doch die erlebte Nähe zum Tod hat in ihr eine Tür geöffnet, die es ihr fortan möglich macht, Geister zu sehen. Dessen ist sich Amber allerdings erst spät bewusst; umso überraschter ist sie, als sie realisiert, dass sie mit dieser Gabe nicht allein ist. Ihre Liebe zu Nathaniel gibt ihr zunächst neue Kraft, doch die nicht vorhandene, gemeinsame Zukunft mit ihm wird zunehmend belastend für sie und setzt sie einer unbekannten Gefahr aus.

Nathaniel ist eigentlich alles, was sich ein junges Mädchen von einem Mann wünscht. Er ist nicht nur äußerst attraktiv, sondern scheint auch sehr sensibel zu sein. Umso schlimmer für ihn, dass er sich zum Großteil an seine menschliche Vergangenheit nicht mehr erinnert, geschweige denn, wie lange er bereits in dieser Existenz ausharrt. Viele Jahre hat er sich in dem verlassenen Haus verschanzt und das Auftauchen von Amber ist sein einziger Lichtblick. Sehr schnell ist sie ungeheuer wichtig für ihn geworden und er fürchtet sich vor dem Tag, an dem Amber ihn nicht mehr an ihrem Leben teilhaben lassen will.

Aber nicht nur die beiden Protagonisten sind von der Autorin so schön gezeichnet worden, sondern auch die anderen Charaktere, die jeder für sich etwas ganz Besonderes und sehr wichtig in Ambers Leben sind. Insgesamt ist das Geschehen mitsamt seinen wundervollen Beschreibungen von San Francisco, so atmosphärisch dicht beschrieben, dass ich beim Lesen einfach mitgerissen worden bin.

Fazit:

"In dieser ganz besonderen Nacht" ist ein emotionaler und spannender Jugendroman mit fantastischen Aspekten, der mich ungeheuer berührt und auch nach dem Lesen einfach nicht mehr losgelassen hat. Ich bin ganz tief eingetaucht in die fesselnde Geschichte und habe dabei kaum gemerkt, wie die Seiten dabei vorüberflogen. Der Schluss gipfelt in einem emotionalen Höhepunkt, in dem sich die Vielfalt der beschriebenen Gefühle auch in mir widerspiegelten, so sehr habe ich mit Amber mitgefiebert und -gefühlt. Nicole C. Vosselers neuer Roman erhält von mir eine unbedingte Leseempfehlung. 





gebundenes Buch mit 576 Seiten
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 18,99 Euro
ISBN: 978-3-570-15534-9
Einkauf über Verlag, weitere Infos, Trailer und Leseprobe → HIER
Seite der Autorin → HIER

Montag, 25. März 2013

Zwischen ewig und jetzt

Nach dem Tod ihres Vaters ist in Julias Leben nichts mehr wie es mal war. Entsetzt und auf die harte Tour muss sie erkennen, dass ihr Familienleben auf einer Lüge aufgebaut ist und ihrer Mutter und ihr nichts mehr geblieben ist. In einer neuen Stadt in einer Hochhausiedlung beginnen die beiden ein neues Leben, doch die Spuren des Erlebten haben Narben bei Julia zurückgelassen. In dem verzweifelten Versuch ihr altes Leben wiederzubekommen verstrickt sie sich in ein Netz aus Lügen. Sie gibt vor, in einer besseren Wohngegend zu leben, schnappt sich den umschwärmten Felix als Freund und wird Teil seiner angesagten Clique. Als dann jedoch ihr Opa stirbt und sie die nähere Bekanntschaft von Niki macht, droht alles über ihr zusammenzubrechen. Denn Niki kann mit den Toten sprechen und hat eine Nachricht für sie....

Meine Meinung:

"Zwischen ewig und jetzt" ist ein spannender Jugendfantasyroman, der mich schnell gefesselt hat. Der jugendlich, leichte Schreibstil der Autorin und die gefühlvolle Erzählweise in der ersten Person aus der Sicht von Julia haben mich in die Geschichte hineingezogen und sie mich miterleben lassen. Dadurch hatte ich das Gefühl, durch die Geschichte zu fliegen und die Seiten zogen viel zu schnell an mir vorbei.

Julia hat ihr ehemaliges Leben komplett hinter sich zurücklassen müssen und fühlt sich von den Menschen, die sie liebt, belogen und betrogen. Der Neuanfang in einer anderen Stadt fällt ihr schwer und so erschafft sie für ihren neuen Freunde eine Fassade, hinter der sie sich versteckt. Nie wieder möchte sie zum Außenseiter werden und das ist auch einer der Gründe, weshalb sie nicht auf ihr Herz hört und Niki zunächst meidet und sehr schnell mit Felix zusammenkommt. Ich konnte Julias Zerrissenheit zwischen den beiden Jungs sehr gut nachvollziehen, da auch ich sie beide in mein Herz geschlossen habe. Zwar waren einige ihrer Handlungen ein wenig zu spontan für meinen Geschmack, aber das kann ihr sicher aufgrund ihres jungen Alters und des Gefühlschaos, das in ihr tobt, verziehen werden.

Niki umgibt eine geheimnisvolle Aura. Nicht nur, weil er der Sohn eines Bestattungsunternehmers ist, sondern er ist auch in der Lage mit den Toten zu sprechen. Er scheint sich mit seiner Gabe abgefunden zu haben und auch mit der Position, die sie ihm unter seinen Klassenkameraden verschafft. Obwohl er niemand dort zu seinen Freunden zählen kann, wirkt er zwar gelegentlich leicht resigniert, aber nicht verbittert und er strahlt zudem eine ordentliche Portion Selbstbewußtsein aus. Ich hätte mich gefreut, wenn es während der Erzählung auch Passagen aus seiner Sicht gegeben hätte, die den Fantasy- und Spannungseffekt sicherlich noch mehr verstärkt hätten.

Währenddessen ist Felix es gewohnt, das zu bekommen, was er möchte. Als gutaussehender Sohn reicher Eltern hat er eine gewisse Stellung in seiner Clique und die Mädchen fühlen sich von ihm angezogen. So auch Julia. Doch trotz gelegentlichem Aufblitzen einer unvermeidlichen Arroganz ist er doch ein sehr netter und umgänglicher, junger Mann, dem sehr an Julia gelegen ist.

Das Cover des Buches finde ich außerordentlich gelungen und hat es mir auch gleich angetan. Das passepartoutähnliche Motiv wirkt sehr filigran und nur die Blüten und der Titel werden durch die leichten Pinktöne akzentuiert. In einer Buchhandlung wäre ich garantiert nicht an diesem schönen Buch vorbeigegangen.

Fazit:

Der im Fischer FJB Verlag erschienene Roman "Zwischen ewig und jetzt" ist ein Jugendfantasyroman, der Liebe, Vertrauen, Verlust, Wahrheit und Freundschaft thematisiert und gleichzeitig auch Aspekte eines Kriminalromans aufweist. Ich fühlte mich von der spannenden Geschichte sehr gut unterhalten und habe sie mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen. Der jugendliche Schreibstil und die gruselige Stimmung haben mich bis zum Ende gefesselt. Sehr gerne hätte ich noch mehr über Julia, Niki und Felix gelesen. 





gebundenes Buch mit Seiten
Verlag: Fischer FJB
erschienen: März 2013
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-8414-2214-9
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER

Samstag, 23. März 2013

Touched - Die Schatten der Vergangenheit

Drei Monate ist es her seitdem Remy zu ihrem Vater und seiner Familie zog und in dieser Zeit ist sehr viel passiert. Remy gewöhnt sich langsam an ihr neues Leben, als dies bereits wieder erneut durch Unvorhergesehenes erschüttert wird.
Da sie in der ständigen Gefahr lebt, von einem feindlich gesinnten Beschützer angegriffen zu werden, trainiert sie mit Ashers Bruder Gabriel ihre Fähigkeiten und Verteidigungskräfte. Auch ihre Familie ist in Gefahr und kann als Druckmittel gegen sie eingesetzt werden und so möchte Remy versuchen, selbst für ihren Schutz einzutreten. Trotzdem Gabriel und sie sich im Grunde nicht wirklich leiden können, sind sie verbissen bei der Sache und Remy macht nicht nur dank ihrer Beschützerkräfte Fortschritte.

Schon eine ganze Weile hat sie versucht, ihren Großvater mütterlicherseits zu kontaktieren, von dessen Frau sie ihre Heiler-Kräfte geerbt hat. Nach einigen Fehlschlägen hat sie nun eine Antwort von ihm bekommen, doch es ist nicht die, die sie erwartet hat. Während sie lediglich einen ersten Kontakt herstellen wollte, bietet ihr Großvater an, bei ihm zu leben! Diese Neuigkeit treibt Remy Tränen in die Augen und löst ein wahres Gefühlschaos in ihr aus, denn natürlich ist Asher von dieser Entwicklung nicht begeistert. Doch wie wird sich Remy entscheiden?

Meine Meinung:

Schnell war ich wieder mittendrin in der Story und konnte mich in dieser fantastischen Geschichte fallen lassen, die die Autorin erneut aus der Sicht von Remy in der Ich-Form erzählt.

Corinne Jacksons Schreibstil ist unverwechselbar magisch und hat mich sofort wieder ganz schnell gefesselt. Sie schafft es ganz wunderbar, dass man an den Gefühlen ihrer Protagonisten teilhat und sich mit der Geschichte und den Charakteren verbunden fühlt.

Remy ist eine sehr starke Person, die im Laufe ihres Lebens schon einiges einstecken musste. Aufgewachsen mit ihrem prügelnden Stiefvater Dean hat sie sich jedoch nie unterkriegen lassen und ihm letztendlich endgültig die Stirn geboten. Mit ihrer Liebe zu einem Beschützer setzt sie sich über Grenzen hinweg, denn die Beschützer leben im allgemeinen schon sehr lange in Feindschaft mit den Heilerinnen.

Die Protagonisten entwickeln sich in diesem Band weiter und zeigen eine ungeahnte Vielschichtigkeit. Und natürlich habe ich wieder mit Remy mitgelitten und -geliebt und mir auch manchmal vor Verzweiflung die Haare gerauft. Dabei überraschte mich die Autorin mit zahlreichen Wendungen, die ich so nicht vorhersehen konnte und fesselte mich dadurch nur noch mehr an das Geschehen.

Während der erste Band sehr gefühlvoll war und das Hauptaugenmerk auf der beginnenden Liebe von Remy und Asher lag, dominiert nun im zweiten Teil Spannung und Action. Selbstverständlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, doch die Handlung ist zusehends rasanter geworden. Besonders gut gefallen haben mir auch die Dialoge zwischen Remy und Gabriel, der in diesem Band viel weiter in den Vordergrund rückt. Das offene Ende lässt mich in gespannter Erwartung auf die Fortsetzung zurück.

Fazit:

Der im Thienemann Verlag erschienene Roman "Touched - Die Schatten der Vergangenheit" ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe, die neben viel Gefühl auch mit einer ordentlichen Portion Action und Spannung zu überzeugen weiß. Während ich von Band 1 bereits fasziniert war, konnte mich Corrine Jackson nun mit ihrer Fortsetzung vollends begeistern. Deswegen fiebere ich bereits jetzt dem Finale entgegen, auf den ich leider noch viel zu lange warten muss.





gebundenes Buch mit 416 Seiten
Verlag: Thienemann
Facebook-Auftritt des Verlags → HIER
erschienen: 14.01.2013
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,95 Euro
ISBN: 978-3-522-20165-0
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag mögllich → HIER
eigene Seite der Reihe → HIER
Website der Autorin → HIER
 

Blogparade (12)

12. Welches Buch hast du zuletzt deiner Wunschliste hinzugefügt?

 "Zeitenzauber 2 - Die goldene Brücke"...

... ist heute morgen erst auf meiner Wunschliste wieder ganz nach vorne gerückt. Ich war im Buchladen und da lag es und rief nach mir....
Bestimmt werde ich ihm nicht mehr lange widerstehen können, zumal mir der erste Teil sehr gut gefallen hat.
Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Anna und Sebastiano weitergehen wird. 


Freitag, 22. März 2013

Magnolia Steel - Hexenflüstern

Magnolia Steel freut sich schon unbändig auf die Sommerferien, denn dann darf sie mit ihrer Hexenfreundin Jörna und Tante Linette und der Watthexe Runa nach Amerika fliegen, wo sie nach einem kurzem Besuch bei ihrer Mutter, am Jugendcamp eines großen Hexenkongresses teilnehmen darf. Dieses Jahr ist dort das Thema Liebe vorgesehen. Nach einigen ereignisreichen Tagen bei Magnolias Mutter und einem Wiedersehen mit ihrem leiblichen Vater geht es dann endlich los und die Mädchen sind schon ganz aus dem Häuschen.

Dort angekommen stellen sie jedoch fest, dass nur Linette und Runa im Haupthaus logieren, während Magnolia und Jörna sich mit anderen Kids ein Zelt teilen müssen. Hier machen sie nicht nur interessante Bekanntschaften, auch sonst saugt Magnolia alles Neue begeistert auf. Aber als sie erfährt, dass der von ihr angehimmelte Halbelf Leander auch an der Veranstaltung teilnimmt, steht ihre Welt auf einmal Kopf. Ob er sie bemerken wird? Doch plötzlich sind Linette und Runa in Gefahr, denn neben dem Kongress hatten sie auch noch einen Geheimauftrag von Oberhexe Pestilla auszuführen. Können Magnolia und ihre Freunde die beiden und ihre Mission noch retten?

Meine Meinung:

Bereits den ersten Band aus der Magnolia Steel-Reihe von Sabine Städing habe ich mit Begeisterung verschlungen und der zweite Band steht dem in nichts nach. Es war eine echte Freude für mich, zu den liebgewonnenen Charakteren zurückkehren zu dürfen.

Obwohl es noch gar nicht so lange her ist, kommt es Magnolia schon wie eine Ewigkeit vor, dass sie bei Tante Linette eingezogen ist. Etwas Besseres hätte ihr gar nicht passieren können. Hier erlebt sie viele tolle Sachen und gemeinsam mit ihrer Freundin Jörna erhält sie von Runa Hexenunterricht. Doch Magnolia muss natürlich noch viel lernen, unter anderem auch, ihren Banshee-Anteil zu kontrollieren. Leanders Anwesenheit im Camp sorgt dafür, dass sich Magnolia zudem auch noch mit den typischen Problemen eines weiblichen Teenagers herumschlagen darf. Ihre sympathische und gewinnende Art sorgt jedoch dafür, dass man sich stets als Leser mit ihr verbunden fühlt.

Besonders gut gefallen haben mir hier nicht nur der wunderschöne Schreibstil der Autorin und ihre unverwechselbaren, bildhaften Beschreibungen, sondern auch die Tatsache, dass ich als Leser an Magnolias Entwicklung teilhaben darf. Längst ist sie nicht mehr das kleine Mädchen von damals, was natürlich unter anderem auch ihren Erlebnissen mit Graf Raptus geschuldet ist.

Das Cover des Buches ist genauso schön gestaltet wie der Vorgängerband, nur dass diesmal rote Töne vorherrschen. Eine echte Augenweide wie ich finde und auch meine Tochter war ganz begeistert von der schönen Optik.

Fazit:

"Magnolia Steel - Hexenflüstern" ist im Boje Verlag erschienen und ist der zweite Teil einer Fantasyreihe für junge Leser ab 11 Jahren aufwärts. Zwar bin ich davon überzeugt, dass man diesen Band auch verstehen kann, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat, allerdings würde man sich dann sowohl eine wundervolle erste Geschichte, als auch viele Informationen und kleine Details entgehen lassen, die für ein tieferes Verständnis des zweiten Buches sorgen. Sabine Städing ist es erneut gelungen, mich zu fesseln und in ihre fantastische Geschichte hineinzuziehen, von der ich mich nur zu gerne verzaubern lassen habe. Ich liebe diese Reihe und bin bereits wieder ganz gespannt auf ihre Fortsetzung. 





gebundenes Buch mit 299 Seiten
Verlag: Boje
erschienen: 15.02.2013
Alter: ab 11 Jahren
Preis: 12,99 Euro
ISBN: 978-3-414-82353-3
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER

Dienstag, 19. März 2013

Wo die Nacht beginnt

Die Hexe Diana und ihr geliebter Vampir Matthew sind auf ihrer Flucht im England des 16. Jahrhunderts gelandet und leider bleibt ihnen nicht viel Zeit sich zu akklimatisieren. Viel zu schnell stürmen die Ereignisse und die Menschen der damaligen Zeit auf sie ein. Neue Probleme tauchen auf und lenken die beiden leider viel zu oft von ihren eigentlichen Zielen ab. Trotz der Hilfe einiger Freunde haben sie bisher weder einen Lehrer oder eine Lehrerin für Diana, damit diese mehr über ihre besonderen Kräfte erfährt, noch das rätselhafte und mächtige Manuskript Ashmole 782 gefunden. Die Lage wird immer gespannter für die beiden und die Zeit läuft ihnen im wahrsten Sinne des Wortes langsam davon. Werden sie ihre Ziele noch erreichen?
 
Meine Meinung:

Der erste Band der Reihe "Die Seelen der Nacht" hatte mich bereits völlig in seinen Bann geschlagen; deswegen habe ich dem Erscheinungsdatum von "Wo die Nacht beginnt" schon lange freudig entgegengefiebert und war ganz begeistert, als ich es dann endlich in meinen Händen halten durfte.

Obwohl Deborah Harkness mit ihrem 800-Seiten-Buch wieder ein sehr umfangreiches Werk abgeliefert hat, schafft sie es, wie kaum eine andere Autorin, diese mit so viel Leben zu füllen, dass ich die enorme Länge der Geschichte gar nicht wirklich wahrgenommen habe und am liebsten immer noch weitergelesen hätte.

Sehr schön fand ich die kurze Zusammenfassung des ersten Teils, der dem zweiten vorangegangen ist. So wurden einem noch einmal die wichtigsten Ereignisse ins Gedächtnis gerufen, falls die Lektüre schon ein wenig zurückliegt. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass diese Zusammenfassung keinesfalls den ersten Band mit seinen ebenfalls 800 Seiten ersetzen kann und ich unbedingt empfehlen würde, der Reihenfolge nach zu lesen, da man sonst viel zu viele Informationen nicht zur Verfügung hat.

Band 2 setzt genau dort an, wo der erste endete. Anfangs habe ich ein wenig gebraucht, um mich in der Vergangenheit zurechtzufinden. Insbesondere die vielen neuen Charaktere, die der Geschichte hinzugefügt worden sind, haben mich zugegebenermaßen etwas verwirrt und ich brauchte eine Weile, um sie auseinanderhalten zu können. Das dem Buch angehängte "Libri Personae" habe ich in meiner Begeisterung leider erst zum Schluss entdeckt. Doch spätestens als Matthew und Diana England verließen, war ich bereits wieder so gefesselt von der Geschichte, dass ich alles um mich herum vergessen habe.

Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die beiden Protagonisten hier weiterentwickelt und sich endlich gegenseitig geöffnet haben. Sogar Matthew lüftet einen Teil seiner Geheimnisse und verliert dabei keineswegs seine mystische Aura, sondern gewinnt vielmehr neue und sehr liebenswerte Züge dazu. Aber auch die Nebencharaktere sind einprägsam und detailliert gezeichnet und haben jeder für sich ihren ganz besonderen Charme. Mein ganz besonderer Liebling hier war Matthews Neffe Gallowglass, der mit seiner losen Zunge des öfteren zu meiner Erheiterung beigetragen hat.

Als studierte Historikerin ist dieser zweite Band, der ja größtenteils im 16. Jahrhundert spielt, bestimmt für die Autorin ein kreatives Schaffenswerk der besonderen Art gewesen. Sehr geschickt verwebt sie viele geschichtliche Aspekte mit der Handlung und vermittelt gekonnt einen Eindruck der damaligen Zeit.

Fazit:

"Wo die Nacht beginnt" von Deborah Harkness ist der zweite Teil einer wundervollen Fantasytrilogie, die im Blanvalet Verlag erschienen ist und mich voll und ganz verzaubert hat. Mit ihren gut entwickelten Charakteren und bildstarken Beschreibungen hat mich die Autorin bis zur letzten Seite gefesselt. Diese Reihe ist für mich einfach Lesevegnügen pur mit der genau richtigen Mischung aus Fantasy, Abenteuer, Spannung und Romantik.

Ebenso wie im ersten Band lässt mich Deborah Harkness auch hier mit einem Ende zurück, das einen gewissen Abschluss darstellt, aber trotzdem noch vieles offenlässt. Noch lange nach dem Lesen hat mich der Roman beschäftigt, meine Fantasie beflügelt und in mir den Wunsch geweckt, die Realität einfach hinter mir zu lassen und es mir wieder zwischen seinen Buchdeckeln gemütlich zu machen. Ich brauche unbedingt noch mehr davon und kann den dritten und finalen Band kaum noch erwarten.






gebundenes Buch mit 800 Seiten
Verlag: Blanvalet
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 18.03.2013
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 978-3-7645-0467-0
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
deutsche Website der Autorin mit tollem Gewinnspiel → HIER
amerikanische Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Für alle Fans dieser Reihe: Die Autorin schreibt gerade an dem dritten, finalen Band. Wann dieser in den Staaten veröffentlicht wird, ist noch unklar, so dass uns sicher noch eine lange Wartezeit bevorsteht. Inzwischen hat sich Warner Brothers Pictures die Filmrechte gesichert und dort wird fleißig gearbeitet. Ich bin mächtig gespannt und hoffe auf eine angemessene Umsetzung der Bücher.

Montag, 18. März 2013

Engelsleid

Laura ist genervt. Schon wieder will eine ihrer Freundinnen sich in den heiligen Stand der Ehe begeben und diesmal soll sie sogar die Trauzeugin sein! Muss man denn unbedingt einen Trauschein haben? Doch bevor sich Laura den Wünschen ihrer Freundin beugen kann, ereilt sie ein schwerer Schicksalschlag: Ihre Mutter wurde ermordet! Entsetzen und Unverständnis hüllen Laura ein in eine dichte Wolke, in der sie nur unscharf das weitere Geschehen wahrnimmt. Auch das freundliche Bemühen von Kommissar Dominic Ertl bleibt zunächst von ihr unbeachtet.

Einige Tage später begibt sie sich ihrem Pflichtgefühl schuldend auf die Hochzeit ihrer Freundin und macht dort die Bekanntschaft des Grafen Giuseppe Orsini, der sie mit seiner ganz besonderen Attraktivität fasziniert und, der Laura schnell um den Finger wickelt und von ihrem Kummer ablenkt. Während sie durch das Testament auf ungeahnte Geheimnisse ihrer Mutter trifft, erhält sie von ihrem Chefredakteur das reizvolle Angebot einer Auslandsreportage in Italien, die sie zufälligerweise ganz praktisch mit einem Besuch bei Giuseppe verbinden kann. Denn längst scheint sie seinen Reizen verfallen zu sein und es zieht sie magisch zu ihm hin. Doch auch der smarte Kommissar drängt sich wieder in den Vordergrund und fällt es Laura schwer, in dieser Hinsicht eine Entscheidung zu treffen. Aus diesem Grund macht sie sich zunächst auf den Weg nach Italien, nichtsahnend, dass diese Entscheidung viel mehr als ihr eigenes Leben beeinflusst....

Meine Meinung:

Der im Oldigor Verlag erschienene Roman "Engelsleid" von Inka-Gabriela Schmidt ist ein spannender Urban Fantasy-Roman, der auch mit erotischen Einlagen nicht geizt. Der Hauptteil der Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht von Laura geschildert, die mich an ihren Gedanken und Gefühlen Anteil haben ließ. Einige wenige Kapitel handeln jedoch von den gefallenen Engeln Azaradeel und Leviathan und verschaffen dem Leser damit einen Vorsprung vor Laura an Informationen.

Laura ist eine moderne, junge Frau, die genau weiß, was sie vom Leben erwartet. Heiraten gehört definitiv nicht zu ihrem Programm. Doch der Mord an ihrer Mutter bringt sie sehr durcheinander, so dass die eindeutigen Avancen des Trauzeugen des Ehemannes sie in einer sehr verletzlichen Phase erwischen. Selbst von sich überrascht folgt sie diesem Mann auf sein Anwesen, wo sie ihm gänzlich zu verfallen droht. Erst ein Erlebnis der besonderen Art scheint sie langsam wachzurütteln.

Azaradeel und Leviathan sind zwei gefallene Engel, die schon seit Urzeiten miteinander befreundet sind, trotz ihrer Verschiedenheit. Während Azaradeel verzweifelt versucht mit seinen guten Taten zurück in den Himmel zu gelangen, gibt sich Leviathan ganz den Freuden des Lebens hin und hat auf diese Weise schon zahlreiche Nachkommen gezeugt. Doch diese Nephilim befinden sich in ständiger Gefahr, denn nur mit ihnen können die Dämonen zu einem erneuten großen Schlag ausholen. Als den beiden Engeln klar wird, das eben gerade dies schon sehr bald bevorsteht, bereiten sie sich auf einen außergewöhnlichen Kampf vor.

Fazit:

"Engelsleid" ist ein spannender und unterhaltsamer Roman, der den Kampf von Engel und Dämonen thematisiert und dessen unmittelbare Auswirkung auf die Menschheit. Die Charaktere sind einprägsam, die Handlung spannend, gespickt mit einer guten Dosis Erotik. Der bildliche Schreibstil hat mich durch die Seiten fliegen lassen und viel zu schnell war ich am Ende des Buches angelangt, das ich gerne noch ein wenig herausgezögert hätte. 






Taschenbuch mit 242 Seiten
erschienen: Dezember 2012
Verlag: Oldigor
Preis: 12,90 Euro
ISBN: 978-3-943697-16-2
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Sonntag, 17. März 2013

Breathe - Gefangen unter Glas

Seit dem "Switch" ist der Sauerstoffgehalt auf der Erde so rapide gesunken, dass die Menschen nicht mehr atmen können. Die Pflanzen- und die Meereswelt sind tot. Einigen Auserwählten ist es gelungen innerhalb einer großen Glaskuppel ein künstliche Atmosphäre zu schaffen, in der nur ein Bruchteil der Menschen wegen des geringen Raumangebots überleben konnte. Geführt wird das ganze durch die Organisation "Breathe". Doch hier gibt es unterschiedlich privilegierte Klassen, denen je nach Position und Rang viel oder wenig Sauerstoff zusteht. Atembare Luft ist hier ein kostbares Gut, dass man bezahlen muss und die Ärmsten können sich kaum Kinder, noch irgendwelche Aktivitäten leisten, bei denen ein erhöhter Bedarf an Sauerstoff entsteht.

Hier leben Alina, Beth und Quinn, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Quinn ist ein Premium, kommt aus einer kinderreichen Familie und sein Vater ist ein hohes Tier bei "Breathe". Ihm fehlt es an nichts. Mit Beth, einer Second, ist er schon lange Jahre befreundet. Ihre Eltern sind arm, doch Beth versucht, sich verzweifelt hochzuarbeiten. Schon lange empfindet sie mehr für Quinn, doch dieser hat immer nur Augen für andere Mädchen. So auch für Alina, deren Eltern vor einiger Zeit verschwunden sind und, die nun bei ihrem Onkel, ihrer Tante und ihrem Cousin Silas lebt. Alle zusammen arbeiten für die Rebellen, die es sich zum Auftrag gemacht haben, die Erde wieder bewohnbar zu machen. Als Alina plötzlich aus der Kuppel flüchten muss, begegnet sie zufällig Quinn und Beth. Und auf einmal finden die drei sich in einem Abenteuer wieder, dass ihr Leben in große Gefahr bringt.

Meine Meinung:

Der im dtv-Verlag erschienene Roman "Breathe - Gefangen unter Glas" ist der Auftakt einer dystopischen Trilogie aus der Feder von Sarah Crossan. Diese beginnt ihre Geschichte mit einer herrlichen Leichtigkeit, die mich schnell in das Geschehen mithineinzieht. Mit jedem Kapitel verändert die Autorin die Erzählperspektive abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten. Ich liebe diese Technik, verleiht sie dem Roman doch ein ungeheures Maß an Lebendigkeit und vielmehr Einblick für den Leser.

Auf diese Weise entwickelt sich beim Lesen sehr schnell Sympathie für die Charaktere. Obwohl sie alle unterschiedlicher Herkunft sind und sich typmäßig sehr unterscheiden, war es sehr schön zu sehen, wie die drei sich angesichts einer drohenden Gefahr schnell zusammenraufen und die Kluft zwischen sich verschwinden lassen. Dabei erkennen sie, dass sie im Grunde genommen alle dasselbe wollen und nur mit vereinten Kräften ihre Ziele auch erreichen können. In dieser Hinsicht fand ich die Veränderung von Quinn eigentlich am beeindruckendsten. Er ist derjenige von ihnen, der am meisten zu verlieren hat und meiner Meinung nach die größte Wandlung erfährt.

Besonders gefallen hat mir natürlich die Idee, die hinter dieser Dystopie steckt. Sarah Crossan legt ganz ohne erhobenen Zeigefinger das Augenmerk auf den Umgang des Menschen mit der Natur. Denn die Ursachen, die zu der erzählten Katastrophe geführt haben, sind nicht nur "hausgemacht", sondern wir sind bereits seit langer Zeit dabei, genau auf so ein mögliches Szenario hinzusteuern. Das fand ich sehr beängstigend und darauf kann meiner Meinung nach gar nicht oft genug hingewiesen werden. Trotzdem viele von uns sich dessen sicherlich sehr bewußt sind, rückt dieser erschreckende Gedanke leider immer wieder neben dem Alltag in den Hintergrund. Dabei müssten wir nur alle an einem Strang ziehen und könnten dabei soviel für unsere Umwelt tun, wenn alle es schaffen würden, dies zu ihrer Priorität zu machen.

Fazit:

"Breathe - Gefangen unter Glas" ist für mich nicht eine Dystopie unter vielen, sondern ein bemerkenswerter Roman, der mich zu überzeugen wusste. Die Charaktere sind gut gezeichnet, die Spannung war für mich konsequent spürbar und auch die Romantik hat hier nicht gefehlt. Die zugrundeliegende Idee ist gut und ansprechbar umgesetzt worden, so dass ich den Roman fast ohne Unterbrechung in einem durchgelesen habe. Ich bin begeistert und schon sehr gespannt auf die Fortsetzung. Dystopien-Fans und solche, die es werden wollen, kann ich den Roman uneingeschränkt empfehlen. 





gebundenes Buch 432 mit Seiten
erschienen: März 2013
Verlag: dtv
Alter: ab 13 Jahren
Preis: 16,95 Euro
ISBN: 978-3-423-76069-0
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Samstag, 16. März 2013

Das Labyrinth erwacht

Sieben Jugendliche werden aus ihrem Leben gerissen und erwachen ohne Kleidung und Erinnerungen an ihre Vergangenheit in einer unwirtlichen Welt. Doch sie sind nicht allein an diesem Ort, denn da draußen ist noch etwas, das es auf sie abgesehen hat und sie unerbittlich jagt. 72 Stunden haben sie Zeit das nächste Tor in eine weitere Welt zu erreichen, von denen sie sechs an der Zahl durchlaufen müssen. Und jedes Mal muss einer von ihnen zurückbleiben, denn nur einer darf letzten Endes zurück in sein bisheriges Leben: der Gewinner. Alle anderen sind dazu verdammt, in den Welten auszuharren oder zu sterben....

Meine Meinung:

"Wow!" war so ziemlich das erste, was mir durch den Kopf gegangen ist, als ich den Klappentext zu dem Reihenauftakt von Rainer Wekwerth gelesen habe. Was für eine Ansage! Selten habe ich erlebt, dass mich bereits der Klappentext eines Buches so gefesselt hat und ich muss sagen: Das Buch hat das Versprechen mehr als gehalten.

Von Beginn an war die Spannung im Roman spürbar. Die Charaktere erwachen desorientiert zunächst getrennt voneinander und müssen sich erst mit der wenigen Ausrüstung, die sie neben sich gefunden haben, zueinander durchkämpfen. Die meisten von ihnen haben zusätzlich zu Nahrung und Wasser auch noch ein weiteres Accessoire erhalten, das sie je nachdem in eine besondere Position innerhalb der Gruppe rückt. Obwohl die Jugendlichen sich nicht an ihr bisheriges Leben erinnern können, haben sie an ihren unterschiedlichen Verhaltensweisen festgehalten und ich fand es ungeheuer spannend, mitzuerleben, auf welche Weise die Beteiligten mit ihrer jeweiligen Situation umgehen und wie sie sich im weiteren Verlauf innerhalb der Gruppe entwickeln. Wer ist bereit zu helfen und wer verfolgt im Stillen seine eigenen Pläne?

Sehr ausgeglichen wechselt der Autor zwischen den Charakteren hin und her und verschafft so dem Leser immer wieder neue Einblicke in die Personen. Jeder einzelne von den Jugendlichen wird hier vorgestellt und mit seinen diversen Eigenschaften skizziert. Alle haben ihren besonderen Platz in der Gruppe und ich fand es nahezu unvorhersehbar für mich, wer von ihnen der- oder diejenige sein würde, die die Gruppe als erstes zurücklassen würde, da sie mir alle auf die ein oder andere Weise unverzichtbar für die Geschichte erschienen. Allein dadurch war der Spannungspegel für mich die ganze Zeit bei vollem Anschlag. Dazu kommt noch die Ungewissheit, wer die Jugendlichen in dieses perfide Spiel gesteckt hat und weshalb. Und was ist das, was ihnen die ganze Zeit auf den Fersen ist?

Fazit:

Der im Arena Verlag erschienene Jugendroman "Das Labyrinth erwacht" von Rainer Weckwerth ist der Auftakt einer neuen Reihe und einfach Spannung pur. Der packende Erzählstil des Autors, die toll beschriebenen Charaktere und die spannende Idee haben mich einfach umgehauen und mich gnadenlos an die Seiten gefesselt. Am Ende angekommen war ich nicht nur begeistert, sondern auch enttäuscht, dass ich natürlich nicht einfach weiterlesen konnte, sondern nun erst auf die Fortsetzung warten muss. Das Buch erhält von mir eine absolute Leseempfehlung.





gebundenes Buch mit 408 Seiten
erschienen: Januar 2013
Verlag: Arena
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-401-06788-9
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Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei dem Autor für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und die tolle Signatur bedanken. 

Blogparade (11)

11. An welchem Buch hast du ungewöhnlich lange gelesen und warum?

Das war "Der Herr der Ringe". Vor vielen, vielen Jahren - genau genommen war es, glaube ich, Sommer 1994 oder 1995 - habe ich mich auf Empfehlung an meine erste High Fantasy-Trilogie herangemacht und ich muss zugeben, dass ich mich durch die erste Hälfte des ersten Bandes echt durchquälen musste. Wäre die Geschichte nicht zuvor in den höchsten Tönen gelobt worden und ich nicht auf Norderney mit einer eher überschaubaren Buchmenge gestrandet, ich glaube, ich hätte aufgegeben und hätte es an die Seite gelegt. Zum Glück habe ich das nicht getan und wurde dann mit dieser wundervollen Erzählung belohnt, die die meisten sicherlich kennen. Seitdem bin ich immer sehr vorsichtig mit einem vorschnellen Urteil und breche eigentlich so gut wie nie mehr ein Buch mittendrin ab. :-)

Freitag, 15. März 2013

Göttlich verliebt

Helen, Lucas und Orion haben überlebt, doch der Preis dafür war sehr hoch. Durch sie hat sich das Blut aller Häuser miteinander vermischt und fortan sind die Götter nicht mehr auf dem Olymp gefangen. Ein Krieg droht, dessen Folgen kaum vorsehbar sind. Nicht nur Helens Familie und Freunde sind nun in Gefahr, sondern die ganze Menschheit droht, bei einem solchen Krieg mitunterzugehen.

Während die Götter durch Naturkatastrophen immer mehr ihren Unmut zeigen, entdeckt Helen plötzlich ungeahnte Fähigkeiten an sich. Ihre ursprünglich schon große Macht scheint ungeahnte Ausmaße angenommen zu haben, so dass selbst ihre Familie und Freunde anfangen, an Helen zu zweifeln. Werden ihre Kräfte ihr zum Sieg verhelfen oder ist sie gar eine Bedrohung für alle Lebewesen? Wer steht noch hinter ihr und für wen wird sich Helen letzten Endes entscheiden? Orion oder Lucas?

Meine Meinung:

Der im Dressler Verlag erschienene Roman "Göttlich verliebt" von Josephine Angelini ist der finale Band der Göttlich-Trilogie und setzt genau da an, wo Band 2 aufgehört hat. Mit ihrem herrlichen Schreibstil hat mich die Autorin auch gleich wieder gefesselt und in eine Welt entführt, die ich schon nach Band 1 lieben gelernt habe.

Besonders überzeugt haben mich auch hier wieder die Charaktere. Allen voran natürlich Helen, der auch jetzt wieder keine Verschnaufpause vergönnt ist, denn die Götter lassen nicht lange auf sich warten. Dabei ist Helen im Laufe der Geschichte ein wenig härter und selbstbewusster geworden. Das Erlebnis mit Ares hat dazugeführt, dass sie nicht mehr blindlings nur ihren Instinkten vertraut, sondern auch versucht, die dahinterliegenden Ursachen im Auge zu behalten. Doch nach wie vor sitzt ihr größtes Problem ganz tief in ihrem Herzen: Ihre Liebe zu Lucas. Obwohl sie versucht, sich dagegen zu wehren und auch für Orion sehr starke Gefühle hegt, kommt sie einfach nicht von ihm los.

Aber auch sämtliche anderen Charaktere sind sehr gut gezeichnet und runden das Gesamtbild des Romans sehr gut ab. Selbst die Nebencharaktere sind hier keine unwichtigen Randfiguren, sondern ein wichtiger Bestandteil der Handlung, den ich nicht missen mag.

Gut gefallen haben mir auch die Rückblicke, die die Autorin geschickt in die Handlung als Visionen von Helen miteinfließen lassen hat. Hier verbindet sie nicht nur die griechische Mythologie mit der aktuellen Handlung, sondern auch die anderer Kulturen, z. B. der Kelten. Dabei schlüpft Helen immer wieder in andere Rollen, die zu ihrer Verblüffung stets der Liebe zu Lucas in seiner entsprechenden Rolle verfallen sind. Im Laufe des weiteren Geschehens bekommen diese Ausschnitte der Vergangenheit dann noch eine besondere Bedeutung.

Zum Ende hin geht es dann auf einmal Schlag auf Schlag. Konstant baut die Autorin die Spannung immer weiter auf und überrascht mit unerwarteten Handlungen, sowie interessanten Entdeckungen. Ich fühlte mich von dem Geschehen einfach magisch angezogen und habe dabei mein Umfeld völlig ausgeblendet.

Fazit:


"Göttlich verliebt" ist ebenso wie seine Vorgänger wieder eine gelungene Mischung aus griechischer Mythologie und einem spannenden Jugendroman. Die Handlung und die Charaktere haben mich nicht nur überzeugt, sondern nahezu entführt in eine fantastische Welt, die mich konsequent gefesselt hat. Ich habe ausnahmslos mit sämtlichen Charakteren mitgelitten und -gefühlt und die allseits präsente Spannung hat mich so vereinnahmt, dass ich das Buch in einem Rutsch durchlesen musste. Der Schluss hat mich zurückgelassen mit der vollen Bandbreite der Gefühle, die nicht nur aus dem gerade erlebten Ende der Geschichte resultieren, sondern auch aus dem Bedauern, dass diese grandiose Trilogie nun beendet ist. Ich hoffe sehr, dass die Autorin bald wieder ein neues Buch veröffentlicht, mit dem sie hoffentlich an diesen Erfolg anknüpfen kann. 




gebundenes Buch mit 464 Seiten
Verlag: Dressler
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,95 Euro
ISBN: 978-3-7915-2627-0
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Extras, Leseprobe auf eigener Seite der Trilogie → HIER
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Mittwoch, 13. März 2013

Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest

Conni ist schon ganz aufgeregt, denn um Mitternacht ist es endlich soweit: Sie wird fünfzehn! Für Conni ist das ein wichtiger Moment und pünktlich klingelt auch schon ihr Telefon. Ihr Freund ist der erste, der ihr gratuliert und Conni schwebt auf Wolke sieben. Sie fiebert ihrer Geburtstagsparty entgegen, die sich so sehr von allen vorherigen unterscheiden soll. Die Planungen laufen auf Hochtouren, doch dann läuft natürlich doch nicht alles so wie erwartet...

Meine Meinung:

Die Conni-Bücher begleiten meine Familie bereits seit vielen Jahren. Angefangen von der Kindergartenzeit, in der den Kleinen viele wichtige Dinge des täglichen Lebens auf so einfache und kindgerechte Weise nahegebracht worden sind, über die Grundschulzeit mit den besonderen Erlebnissen dieses Alters bis hin zu den Romanen über den Schulwechsel von Conni aufs Gymnasium. Conni ist wie eine Freundin, die meine Kinder durch jede Phase ihres Lebens begleitet hat. Umso begeisterter war ich, dass Dagmar Hoßfeld jetzt den nächsten Sprung gemacht hat und Conni vollends in der schwierigen Teenagerzeit hat ankommen lassen.

Die Geschichte wird aus Connis Sicht in der Ich-Form erzählt und lässt seine Leser an Connis Gedanken und Gefühlen teilhaben, so dass ich mit ihr lachen und weinen konnte. Ganz locker und altersgerecht erzählt die Autorin über Connis Leben, Freuden und Sorgen und bleibt dabei immer ganz nah an der Realität. Da ich schon lange der Magie von Conni erlegen bin, fiel es mir nicht schwer, in die Geschichte abzutauchen.

Conni ist noch immer das sympathische Mädchen von nebenan, die sich glücklich schätzen darf, über gute Freunde zu verfügen. Freunde, die sie schon viele Jahre begleiten und, mit denen sie gerne alles teilt und sich austauscht. Sie hat ein angenehmes Umfeld und auch der erste Freund fehlt hier nicht. Aber natürlich bleibt auch Conni nicht vor den Leiden eines Teenagers bewahrt. Mal nerven die Eltern, mal gibt es große Aufregung wegen einer Party - Dagmar Hoßfeld schafft es wie gewohnt, diese Dinge altergemäß zu verpacken und ihren jungen Lesern das Gefühl zu geben, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind. Auch die erste Liebe, Sex und Co. sind hier ein Thema, ebenso wie alle anderen Dinge auf der Schwelle zum Erwachsenwerden. Die Autorin bleibt ganz nah an ihren Lesern dran, die sich schnell mit der Protagonistin identifizieren können.

Fazit:

Der im Carlsen Verlag erschienene Roman "Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest" von Dagmar Hoßfeld ist ein toller Lesespaß für junge Mädchen und jene, die gerne in Nostalgie schwelgen möchten. Hier geht es um Freundschaft, Liebe, Vertrauen und all die Probleme, die junge Mädchen in dem Alter haben und, die sie beschäftigen. Nachdem ich mir das Buch von meiner Tochter zurückerobert hatte, bin ich versunken in dem tollen Erzählstil der Autorin, der mich gefesselt und auch berührt hat. Von mir gibt es für das Buch mit dem ansprechenden Cover - mit dem obligatorischen rot-weiß-geringelten Shirt - eine klare Leseempfehlung für alle Mädels ab 12 Jahren und älter. Conni ist einfach Kult und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.




Softcover mit 288 Seiten
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 12,90 Euro
ISBN: 978-3-551-26001-7
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Dienstag, 12. März 2013

Zurück nach Hollyhill

Nachdem Emilys Eltern bei einem Autounfall gestorben sind als sie vier Jahre alt war, wächst sie bei ihrer Großmutter väterlicherseits auf. Sie ist sehr verschlossen und lässt nur wenige Menschen dicht an sich heran. Nach ihrem Schulabschluss präsentiert ihre Oma ihr plötzlich einen Brief ihrer Mutter und ein mysteriöses Armband. In dem Brief fordert ihre Mutter sie auf, ein kleines Dorf in England aufzusuchen, in dem sie einstmal gelebt hat. Obwohl Emily dieses Dorf auf keiner Karte finden kann, ist ihre Neugier geweckt und nachdem ihre beste Freundin Fee ihr gut zugeredet hat, macht sie sich ganz allein auf den Weg dorthin.

Doch auch in England scheint niemand etwas je von diesem mysteriösen Dorf gehört zu haben. Erst der Zufall und die Bekanntschaft von Matt helfen ihr, es zu finden. Dort angekommen kann Emily gleich die merkwürdige Atmosphäre des Dorfes spüren und auch das seltsame Verhalten der Einwohner versetzt sie in Anspannung. Insbesondere Matts ablehnendes Benehmen setzt ihr sehr zu. Als dann auch noch ein Mörder auftaucht und sie entführt, gerät ihre Welt vollends aus den Fugen. Kann Emily sich retten? Und was ist das Geheimnis des Dorfes und seiner mysteriösen Bewohner?

Meine Meinung:

Der im Heyne Verlag erschienene Roman "Zurück nach Hollyhill" von Alexandra Pilz hat mit seinem außergewöhnlichen Cover sogleich mein Interesse geweckt. Das passepartoutähnliche Motiv auf dem fröhlichen, gelben Hintergrund hatte es mir einfach angetan und die Buchbeschreibung konnte mich danach vollends überzeugen. Nun habe ich die Geschichte beendet und bin mir sicher, dass meine Erwartungen mehr als erfüllt worden sind.

Der flüssige Schreibstil der Autorin, der mich durch die Geschichte fliegen ließ macht dieses Buch einfach zu einem Genuss. Die schön gezeichneten Charaktere, die alle sehr stimmig und gut beschrieben sind, haben mich für sich eingenommen und eine magische Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Ich habe mitgelacht und geweint und mich der spannenden Atmosphäre hingegeben, die mich ganz und gar gefesselt hat.

Alexandra Pilz erzählt den Roman in der dritten Person und legt dabei ihr Hauptaugenmerk auf die Protagonistin Emily. Diese hat durch den Unfalltod ihrer Eltern schon sehr früh gelernt, wie sie sich nach außen hin abschotten muss. Einzig ihrer geliebten Oma und ihrer besten Freundin Fee hat sie einen Zugang zu ihrem Herzen gestattet. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann prescht sie unverzüglich auf ihr Ziel los, voller Mut und Elan. Sie ist unheimlich sympathisch und liebenswert und ich habe sehr schnell Zugang zu ihr gefunden. Ich konnte sehr gut verstehen, dass sie der Aufforderung ihrer Mutter nachgekommen ist und mehr über sich und ihre Familie erfahren will. Dabei habe ich ihren Mut, sich ganz allein auf die Reise zu machen, sehr bewundert.

Auch Matt macht stets einen zurückhaltenden Eindruck. In dem Moment als er erfahren hat, wer Emily ist, hat er sich vor ihr verschlossen und bringt ihr zuweilen eine stark spürbare Abneigung entgegen. Mal ist er arrogant und herablassend und dann macht er auch wieder einen sehr verletzlichen Eindruck und ich konnte beim Lesen die geheimnisvolle Atmosphäre fast spüren, die ihn und das Dorf umgibt.

Fazit:

Alexandra Pilz Debütroman "Zurück nach Hollyhill" ist ein Jugendfantasyroman, der mich sehr schnell verzaubert hat. Die Idee hinter dem Roman ist natürlich im allgemeinen nicht neu, aber die spezielle Umsetzung der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Ich liebe Zeitreiseromane und dieser hat genau die richtige Mischung aus Spannung, Magie und Liebe, die mich direkt gefesselt hat. Das Ende wirkt relativ abgeschlossen, aber die teilweise noch offenen Fragen lassen mich ganz stark auf eine Fortsetzung hoffen. Ich wäre auf jeden Fall wieder mit dabei. 






gebundenes Buch mit 352 Seiten
Verlag: Heyne
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-453-53426-1
erschienen: 25.02.2013
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Montag, 11. März 2013

Schmetterling aus Staub

Das Deutschland der Zukunft gibt es nicht mehr. Ein aggressiver Virus hat einen Großteil der Menschen dahingerafft und das neu ernannte Alemania wird von einem Diktator namens Caesar geführt. Dieser hat alle Menschen in vier verschiedene Kategorien eingeteilt. Die Machtmenschen, die Ehrgeizigen, die Harmoniemenschen und die Risikos. An ihrem achten Geburtstag werden alle Kinder getestet und dann ihrer Einstufung nach zugeordnet. Viele müssen deswegen ihre Eltern verlassen und die Verzweiflung darüber ist oft groß. Als Mika sich der Prüfung unterzieht ist sie sich dessen sehr bewusst. Obwohl sie nicht die üblichen Neigungen eines Harmoniemenschen verspürt, gibt sie diese vor, damit sie weiter bei ihren Eltern aufwachsen kann. Ihr Plan gelingt und lange Jahre bleibt sie dort unbehelligt. Bis Aaron, ein entflohener Risiko, plötzlich bei ihr auftaucht und ihre Welt durcheinanderbringt. Alle unterdrückten Wünsche von Mika drohen an die Oberfläche zu kommen und sie muss eine folgenschwere Entscheidung treffen.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist eine echte Wundertüte! Ich muss zugeben, anfänglich hat es mich nicht so mitgerissen. Dass mehrere Aspekte des Buches mich an ähnliche Bücher oder auch Filmszenen erinnert haben
, hat mich eigentlich nicht so sehr gestört. Ich denke, in dem Genre war alles schon einmal da und deswegen ist es da sicherlich schwer, Ähnlichkeiten zu vermeiden.

Vielmehr hatte ich mit den Charakteren anfänglich so meine Schwierigkeiten. Zwar kommt Mika sehr sympathisch herüber und viele ihrer Reaktionen sind sicherlich ihrer Erziehung als Harmoniemensch geschuldet, aber eigentlich zeigt sie auch früh, wie sehr sie gegen das System innerlich rebelliert. Deswegen hätte ich mir gerade am Anfang zumindest ein etwas skeptischeres Verhalten von ihr gewünscht. Meiner Meinung nach ließ sie sich viel zu schnell überzeugen, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen, ausgestattet auschließlich mit einem dünnen Nachthemd, ohne Schuhe, Kleidung oder Nahrung. Sie lässt ihre komplette Familie, die sie über alles liebt, komplett hinter sich, ohne Abschied oder zurückzublicken. Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass ich an ihrer Stelle mitgegangen wäre, aber trotz allem hat es die Autorin dabei geschafft, meine Sympathie für Mika aufrechtzuerhalten.

Aaron fand ich bei seinem ersten Auftauchen einfach nicht authentisch. Wenn man bedenkt, was er alles schon erlebt hat, dann hätte ich einen reiferen, jungen Mann erwartet. Ich fand es alles andere als umsichtig von ihm, wie er Mikas Fortgang geplant hat. Denn er hat sie zumindest zum Teil vor vollendete Tatsachen gestellt und dabei nicht einmal für angemessene Kleidung oder Nahrung gesorgt. Auch später konnte ich sein Verhalten bezüglich Mika und Janna nicht so ganz nachvollziehen und sein wechselhaftes Benehmen hat mich doch ab und an gegen ihn aufgebracht.

Gut gefallen hat mir der Charakter des Finn, der sich als einziger treu bleibt und mit seinem geradlinigen Verhalten eine echte Konstante bildet. Über ihn hätte ich sehr gern noch mehr erfahren.

Zum Gück hat mich der fesselnde Schreibstil der Autorin stets durch die Geschichte fliegen lassen und dafür bin ich Anna Palm sehr dankbar. Denn nach einiger Zeit wandelte sich die Handlung, die Charaktere erhielten mehr Facetten und schon konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Die Spannung stieg stetig und gipfelte in einem Finale, dessen Ausgang ich so nicht erwartete habe.

Zwar fand ich es sehr toll, endlich mal eine Dystopie als Einzelband lesen zu dürfen und mal ausnahmsweise nicht gebannt auf den Nachfolgeband warten zu müssen, aber ich denke, dem Roman von Anna Palm hätte die Entzerrung der Geschichte in zwei Bände bestimmt sehr gut getan. Gerade am Anfang wäre es wünschenswert gewesen, die Gedanken und Handlungen der Protagonisten etwas ausführlicher zu schildern, um einen besseren Kontakt als Leser zu ihnen aufbauen zu können und ein besseres Verständnis ihrer Lebenssituation zu bekommen.
Fazit:

Der im Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienene Roman "Schmetterling aus Staub" von Anna Palm ist eine dystopische Erzählung in einem Band und bereits das dritte veröffentlichte Buch der 18 Jahre jungen Autorin. Sie wird aus der Sicht von Mika in der Ich-Form erzählt und ließ mich an den Gedanken und Gefühlen von ihr teilhaben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten nahm die Geschichte dann doch an Fahrt auf und konnte mich dann letztendlich noch fesseln, was auch dem flüssigen Schreibstil der Autorin zu verdanken ist, die in ihrem Buch kein Blatt vor den Mund nimmt. Ich bin sehr gespannt, mit welchen Werken sie uns in Zukunft noch erfreuen wird.





gebundenes Buch mit 336 Seiten
Verlag: Schwarzkop & Schwarzkopf
Preis: 14,95 Euro
ISBN: 978-3-86265-251-8
erschienen am 01.02.2013
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Auslosung "Schmetterling aus Staub"

Die Verlosungsfrist hat gestern Nacht geendet und ich habe 32 Teilnehmer gezählt, die sich alle für das schöne Buch vom Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag interessieren. Bei so vielen, muss ich gestehen, tut es mir jetzt schon leid, dass ich 31 von Euch enttäuschen muss, denn leider habe ich nur ein Exemplar des Buches hier liegen. Bitte nicht traurig sein, die nächste Verlosung kommt bestimmt bald. :-)

Ich will´s gar nicht lang machen und gebe dann jetzt sofort bekannt, wer der oder die glückliche Gewinnerin ist. Es ist.....

DANIELA


Herzlichen Glückwunsch! 

Bitte sei so lieb und schick´ mir Deine Adresse an: fantasticbooks@t-online.de

Sonntag, 10. März 2013

Blogparade (10)

10. Ein Cover dass du schön findest

 Das nebenstehende Cover ist so eines. Wie so oft hat der Egmont Lyx Verlag dabei meiner Meinung nach ein gutes Händchen bewiesen. Bereits "Flammen über Arcadion" fand ich sehr schön gestaltet mit seinen roten und schwarzen Tönen.
Beim Nachfolgeband hat sich der Verlag für meine Lieblingsfarbe entschieden. Die Fortsetzung ist schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste, denn Bernd Perplies hat mich mit "Flammen über Arcadion" voll und ganz überzeugt. Ich wette, dass die beiden Romane ausgesprochen gut nebeneinader aussehen werden. ;)

Freitag, 8. März 2013

Tanz der Engel

Lynn schwebt auf Wolke sieben, hat sich doch ihr geliebter Racheengel Christopher mit ihr verbunden und plant als Schüler in ihrem Internat in ihrer Nähe zu bleiben. Doch die Idylle währt nicht lange. Während Lynn immer wieder von spontanen Eifersuchtsattacken gequält wird, muss Christopher den gemeinsam geplanten Sommerurlaub plötzlich absagen. Wochenlang kommt keine Nachricht von ihm, so dass das Gefühlskarussell mit Lynn durchdreht und sie ihren Schutzengel herausfordert, um Verbindung zu Christopher aufnehmen zu können. Doch ihr Versuch misslingt und trotz eines unguten Gefühls lässt sich Lynn daraufhin mit ihrem ärgsten Widersacher ein: Sanctifer.

Als sie schon fast beim Schloss angekommen ist, eskaliert die Situation und Lynn lässt sich zu einer Tat hinreißen, die ihre extreme Verzweiflung widerspiegelt. Trotz allem erreicht sie ihr Ziel, doch der Preis dafür ist hoch. Nichts ist mehr wie es mal war und auch Christopher verhält sich mehr als ungewöhnlich. Wird Lynn ihre Liebe retten können?

Meine Meinung:

"Tanz der Engel" ist der zweite Teil einer Jugendbuch-Fantasy-Reihe von Jessica und Diana Itterheim, die im Aufbau Verlag erschienen ist. Das Cover des Buches ist wieder sehr schön gestaltet und passt hervorragend zu "Schloss der Engel". Das Buch ist wirklich eine echte Augenweide in meinem Bücherregal.

Wie auch schon im Vorgängerband ist die Geschichte in der Ich-Form aus der Sicht von Lynn geschrieben, die wie gewohnt einen sehr sympathischen Eindruck macht.
Erneut ist sie ein wenig sprunghaft und mimt dabei den typischen Teenager, der innerhalb von Minuten zwischen den Stimmungslagen wechseln kann. Doch im Laufe der Geschichte erfährt man als Leser mehr über die Ursache ihrer Gemütsschwankungen und spätestens ab diesem Zeitpunkt war es mir wieder nicht mehr möglich, mich dem Sog der Geschichte zu entziehen. Dabei war es sehr schön, mitzuerleben, wie sich Lynn im Laufe der Erzählung entwickelt und das impulsive Teenagermädchen langsam hinter sich lässt.

Doch während Lynn langsam erwachsener wirkt, überrascht Christopher immer öfter mit gewöhnungsbedürftigem Verhalten, denn er ist nicht ganz unschuldig daran, dass Lynn ständig ein Auf und Ab ihrer Gefühle durchleben muss. Wie auch schon bisher, lässt er sie oft im Dunkeln und schürt damit ihre Zweifel und Verlustängste. Seine eigene Unsicherheit, die zwischenzeitlich hervorblitzt, macht ihn aber auch gleichzeitig sympathischer, denn auch ein Engel ist hier ein fühlendes Wesen, das vor Fehlern nicht gefeit ist.

Fazit:

"Tanz der Engel" beginnt ähnlich wie der Vorgängerband mit einer verwirrenden, emotionalen Berg-und-Tal-Fahrt, die aber bald in einen konstanten Ablauf mündet. Der fesselnde Schreibstil der Autorinnen sorgt dabei jedoch unbeirrt für die bekannte Sogwirkung ihres Werkes und die zweite Hälfte des Buches flog nur so an mir vorbei. Überraschende Wendungen sorgten immer wieder für einen hohen Spannungspegel, so dass ich den Roman einfach nicht zur Seite legen konnte. Ein zusätzlich angehängter, kleiner Ausblick auf den nächsten Band, der vermutlich noch in diesem Herbst erscheinen wird, überzeugt bestimmt auch den letzten Leser, unbedingt die Reihe weiterlesen zu müssen. Ich für meinen Teil kann es jedenfalls nicht erwarten, zu erfahren, was die Zukunft noch für Lynn und Christopher bereithält. 





Taschenbuch mit 527 Seiten
Preis: 12,99 Euro
ISBN: 978-3-7466-2911-7
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Homepage der Autorinnen → HIER

Magie der Schatten - Barshim und Cashimae

Zwei neugeborene Kinder werden dem Kreis der Magier überbracht und in ihre Obhut entlassen. Ihnen ist eine große Zukunft vorausgesagt worden, die eventuell den Untergang der Alten Zeit einläuten kann. So sagt es eine Prophezeiung.

Die Kinder wachsen bei zwei Ratsmitglieder getrennt heran und während Barshim bereits in jungen Jahren mit Begeisterung seine magischen Kräfte benutzt, ist Cashimae hier sehr verhalten. Bei ihrem ersten gemeinsamen Treffen entwickeln die Kinder eine enge Verbundenheit zueinander, die auch durch die nachfolgenden Jahre der getrennten Erziehung nicht leidet. Doch zu viele andere Magier sind an dem Schicksal der beiden aus oftmals persönlichen Gründen interessiert und so müssen sich Barshim und Cashimae durch Intrigen kämpfen, die ihre Spuren auch an ihnen hinterlassen. Wird sich ihr Schicksal erfüllen?

Meine Meinung:

"Magie der Schatten - Carshim und Cashimae" ist der erste Band einer Trilogie aus der Feder von C. S. Steinberg. Die der Geschichte zugrundeliegenden Ideen fand ich sehr interessant, leider hatte ich jedoch ein wenig Schwierigkeiten mit der Umsetzung.

Der Schreibstil ist zuweilen ein wenig holprig und ich war nicht immer in der Lage, der Autorin direkt zu folgen und blieb verwirrt zurück. Irgendwie begleitete mich meist das Gefühl, irgendwelche wichtigen Informationen überlesen zu haben.

Dabei ist es den vielseitigen Charakteren nicht gelungen, mich für sie gefangen zu nehmen. Die wenigsten von ihnen waren in ihrem Verhalten geradlinig und nachvollziehbar und die für mich beim Lesen wichtige Sympathie für zumindest einem von ihnen, wollte einfach nicht aufkommen.

Das Ende ließ mich noch ratloser zurück als ich schon zu Beginn war und da ich mich mit keinem Schicksal eines der Charaktere verbunden fühlte, muss ich gestehen, dass ich leider auch nicht das Verlangen verspüre, die Trilogie weiterzuverfolgen.

Fazit:

Ehrlich gesagt habe ich lange überlegt, wie ich dieses Buch rezensieren soll, denn ich habe das Gefühl, dass es komplett inhaltlich an mir vorbeigezogen ist. Die Autorin hat sicherlich viel Herzblut und Mühe in dieses Buch gesteckt und mir persönlich tut es immer sehr leid, wenn ich ein Buch nicht so gut bewerte, weil diese Aspekte dabei oftmals ein wenig zurückstehen. Doch leider habe ich den Eindruck, dass die Autorin hier sehr viel Potential verschenkt hat. 


Dienstag, 5. März 2013

Verlosung "Schmetterling aus Staub" von Anna Palm

Waaaahnsinn !!!

Ihr habt gerade die 20.000 Besucher-Marke geknackt und ich möchte mich an dieser Stelle bei all meinen Lesern und Besuchern bedanken für Ihr Interesse an meinem Blog und meinen Texten! Vor einem Jahr hatte ich noch nicht einmal einen Gedanken verschwendet an einen eigenen Blog und jetzt haben ihn sich schon so viele angesehen! Vielen lieben Dank! Und natürlich auch für Eure Kommentare zu meinen Posts und die zahlreichen Hilfestellungen, die ich in der Zeit hatte.

Aus diesem Grund möchte ich meinen aktuellen Roman, eine Dystopie, verlosen, den ich derzeit lese: "Schmetterling aus Staub" von Anna Palm. Das einzige, was Ihr tun müsst, um das Buch zu gewinnen, ist, mir unten einen Kommentar zu hinterlassen, weshalb gerade Ihr dieses Buch bekommen solltet. 

Wenn Ihr unter 18 seid, wäre es schön, wenn Ihr vorher die Erlaubnis Eurer Eltern einholt. Gerne dürft Ihr natürlich auch Werbung für mein Gewinnspiel machen, ist aber kein Muss. Die Verlosung läuft bis zum 10.03.2013, 23.59 Uhr; die Auslosung findet am darauffolgenden Tag statt. Ich bitte die Gewinner, sich innerhalb der dann folgenden 72 Stunden bei mir zu melden, sonst werde ich den Gewinn ein weiteres Mal auslosen. Ich habe die Verlosungszeit extra so knapp gesetzt, weil ich gesehen habe, dass demnächst eine Leserunde zu dem Buch auf lovelybooks startet, an der der ein oder andere vielleicht gerne teilnehmen möchte → HIER.


"Die Stadt, in der die 16-jährige Mika lebt, gleicht dem Paradies: Blumen blühen überall, die Menschen lächeln einander freundlich an und die Sonne scheint 365 Tage im Jahr. Dennoch ist Mika nicht glücklich. Seit sie vor acht Jahren am staatlich angeordneten Persönlichkeitstest teilnehmen musste, ahnt sie, dass die Realität außerhalb von Seelenheide ganz anders aussieht, als sie das Fernsehen glauben machen will.

Ihre Vermutung bestätigt sich, als eines Tages ein fremder Junge auf der Mauer in ihrem Garten sitzt. Aaron gehört zu den »Risi­kos«, die als Kinder von ihren Eltern getrennt werden, weil sie sich zu Freidenkern entwickeln könnten. Die Regierung hat Angst vor ihnen, nennt sie Verbrecher – und sperrt sie ein. Aaron konnte fliehen und will nun das System stürzen, das ihn und Tausende andere aussortiert hat.

Text Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag

Weitere Infos, sowie eine Leseprobe findet Ihr direkt beim Verlag und zwar → HIER. Dort könnt Ihr das Buch natürlich auch erwerben, wenn Ihr wollt. ;)

Meine Rezension zu dem Buch erfolgt in den nächsten Tagen.