Dienstag, 26. Februar 2013

Vampire´s kiss - Die Wächter

Annelise Drew befindet sich immer noch als Acari auf der Isle of Night. Eine aufregende und gefährliche erste Zeit als Wächteranwärterin liegt hinter ihr, die mit einem öffentlichen Kampf auf Leben und Tod gipfelte. Bald wird sie mit Master Alcántara auf eine geheime Mission aufbrechen, weswegen sie unablässig an ihren Fluchtplänen feilt. Obwohl sie das erste Mal in ihrem Leben richtige Freunde gefunden hat, ist es immer noch ihr größter Wunsch, die unwirtliche Insel mit den grausamen Bedingungen so schnell wie möglich zu verlassen. Doch das ist nicht so einfach, denn jedweder Fluchtversuch wird mit dem Tode bestraft.

Währenddessen scheint Master Alcántara immer öfter ihre Nähe zu suchen. Annelise ist hin und hergerissen zwischen drohender Panik und dem Wunsch nach Anerkennung und Bewunderung. Gleichzeitig scheinen ihr Schwarm Ronan und Amanda Geheimnisse zu haben, die Annelise nicht nur misstrauisch, sondern auch eifersüchtig machen. Sie findet sich in einem Gefühlschaos wieder, das ihr Urteilsvermögen zu bedrohen scheint und die allseits gegenwärtige Gefahr erneut auf Annelise aufmerksam macht.

Meine Meinung:
 

Schnell war ich wieder mittendrin in der Geschichte, die mit einer charmanten 6-Punkte-Liste zur Erinnerung an das Geschehen im ersten Band beginnt. Trotz ihrer Erlebnisse des ersten Jahres hat sich Annelise nicht unterkriegen lassen. Eisern verfolgt sie ihre Ziele und schafft es mit der ihr eigenen Disziplin, der angeborenen Intelligenz und ihrem Durchhaltevermögen, dass viele andere sie beachten. Doch nicht immer ist das Interesse an ihr positiv - ganz im Gegenteil. Ständig muß sie auf sich achtgeben und Sorge dafür tragen, dass sie nicht zu sehr auffällt, denn der Neid vieler anderer Mädchen ist ihr gewiss. Doch natürlich schafft es Annelise auch diesmal wieder sich mit ihren unbedachten Aktionen und ihrem losen Mundwerk auf gefährliches Pflaster zu begeben.

Die Handlung ist genau wie im Vorgängerband in der Ich-Form aus Annelises Sicht geschrieben. Ich hatte Anteil an ihren Gedanken und Gefühlen und habe sie dabei dafür bewundert, dass sie sich nie aufgegeben hat, egal wie verfahren die Situation auch gerade war. Sie ist ein sehr starker, aber auch sympathischer Charakter, mit dem man sich nicht nur sicher allein in dunkler Gasse fühlen würde, sondern auch sehr gerne befreundet wäre. Sie ist auch die einzige, bei der ich klar sagen kann, welches ihre Absichten sind. Alle weiteren Charaktere liegen mehr oder wenig im Unklaren, da sie Träger zu vieler Geheimnisse sind. Trotzdem ist es Veronica Wolff hierbei gelungen, diese interessant und ansprechend zu beschreiben.

Fazit:

Der im Piper Verlag erschienene Roman "Vampire´s kiss - Die Wächter" von Veronica Wolff ist der zweite Band einer überaus spannenden Fantasy-Reihe. Der atemberaubende Schreibstil der Autorin und ihre geschickte Konstruktion zwischen Fantasy, Action und Gefühl schaffen dabei einen unvergleichlichen Mix, der stets gut austariert ist und seine Leser in Atem hält. Mit Beginn der Lektüre fühlte ich mich so gefesselt, dass ich unweigerlich die halbe Nacht durchgelesen habe, weil ich es einfach nicht schaffte, mich von der spannenden Story zu lösen. "Die Wächter" - Reihe ist ein erstklassiges Lesevergnügen, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. 





Taschenbuch mit 336 Seiten
Preis: 12,99 Euro
ISBN: 978-3-492-26861-5
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER


Vielen Dank an den Piper Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

Montag, 25. Februar 2013

Selection

America Singer lebt mit ihrer Familie in den Vereinigten Staaten der Zukunft, die nach diversen Kriegen den Namen Illeá tragen. Das Land wird regiert von einer Königsfamilie und die Gesellschaft unterteilt sich in ein Kastensystem. Americas Familie gehört der Kaste fünf an und verdient sich ihren Lebensunterhalt durch Musik und ihre künstlerische Begabung. Meistens haben sie gerade eben genug zum Leben, aber richtig satt wird bei ihnen keiner. Seit ungefähr zwei Jahren trifft sich America heimlich mit ihrem Freund Aspen, der der dienenden Kaste sechs angehört. Egal wieviel er auch arbeitet, aufgrund seines geringen Lohns wird es niemals für ein zufriedenes Leben reichen. Seiner Familie geht es noch viel schlechter als der von America.

Üblicherweise heiraten Mädchen wenn möglich in eine höhere Kaste ein und ihre Verbindung steht damit unter keinem guten Stern. Doch America ist das egal, denn sie liebt ihren Aspen aufrichtig. Doch der hat schwer an der Bürde, nicht gut genug für America sorgen zu können, zu tragen und, als alle heiratsfähigen Mädchen eine Einladung zum Casting für die Auswahl zur zukünftigen Braut des Thronfolgers Prinz Maxon erhalten, bittet er sie, hieran teilzunehmen. Gegen ihren Willen lässt sich America darauf ein, doch kurz bevor die Mädchen der Endrunde bekanntgegeben werden, verlässt Aspen sie plötzlich. Ihrer Familie zuliebe begibt sie sich gemeinsam mit den restlichen vierunddreißig Kandidatinnen auf zum Schloss, wo sie alle unter den Augen der Öffentlichkeit um die Gunst von Prinz Maxim konkurrieren. Doch der unliebsame Prinz erweist sich dabei als gar nicht so übel und Americas Gefühlsleben gerät nun völlig durcheinander.

Meine Meinung:

Der im Sauerländer Verlag erschienene Roman "Selection" von Kiera Cass ist der Auftakt einer dystopischen Reihe, die mich sofort gefangengenommen hat. Die Geschichte wird aus der Sicht von America in der Ich-Form geschildert und lässt den Leser an ihrem Handeln und ihren Gedanken teilhaben. Sie war mir gleich zu Beginn sympathisch und ich habe mit ihr mitgefiebert und -gebangt.

Anders als in anderen Dystopien liegt der Schwerpunkt zumindest in diesem Band nicht bei den dystopischen Aspekten. Auch werden diese nicht bis ins grausamste Detail geschildert, sondern das Kastensystem ist trotz seiner Ungerechtigkeit einfach ein selbstverständlicher Teil des Lebens. Zwar gibt es immer wieder größere und kleinere Angriffe auf die Königsfamilie, deren Intention neben der Rebellion gegen das herrschende System noch völlig im Unklaren liegt, aber hier liegt der Schwerpunkt eindeutig bei dem Contest der Heiratskandidatinnen und den Gefühlen der Protagonistin. Das hat mir gut gefallen, denn dieses Buch hat mich dadurch nicht deprimiert, sondern mit einem Lächeln im Gesicht verlassen, das bereits während des Lesens immer wieder unwillkürlich mein Gesicht zierte.

America ist ein außergewöhnliches Mädchen in vielerlei Hinsicht. Sie ist wunderschön, musikalisch ausgesprochen begabt und sie hat ein sehr gutes Herz. Sie kümmert sich um ihre Familie und für den Mann, den sie liebt, ist sie bereit, lebenslange Entbehrungen und Hunger auf sich zu nehmen. Als sie ganz auf sich allein gestellt ist, beweist sie stets sehr viel Mut und eine Natürlichkeit, der sie immer treu bleibt.

Fazit:

"Selection" hat mich verzaubert und hat für mich ganz klaren Suchtfaktor. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, so sehr habe ich es genossen. Viel zu schnell war ich dann leider auch am Ende und fiebere nun dem zweiten Teil der Reihe entgegen. Dabei bin ich nicht nur gespannt, wie das Leben für America weitergeht, sondern hoffe auch Näheres über die Absichten der einzelnen Rebellen zu erfahren, die bislang eher im Hintergrund blieben.
 




gebundenes Buch mit 368 Seiten
Alter: ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-411-81125-0
Preis: 16,99 Euro

Zwischen ewig und jetzt

Nach dem Tod ihres Vaters ist in Julias Leben nichts mehr wie es mal war. Entsetzt und auf die harte Tour muss sie erkennen, dass ihr Familienleben auf einer Lüge aufgebaut ist und ihrer Mutter und ihr nichts mehr geblieben ist. In einer neuen Stadt in einer Hochhausiedlung beginnen die beiden ein neues Leben, doch die Spuren des Erlebten haben Narben bei Julia zurückgelassen. In dem verzweifelten Versuch ihr altes Leben wiederzubekommen verstrickt sie sich in ein Netz aus Lügen. Sie gibt vor, in einer besseren Wohngegend zu leben, schnappt sich den umschwärmten Felix als Freund und wird Teil seiner angesagten Clique. Als dann jedoch ihr Opa stirbt und sie die nähere Bekanntschaft von Niki macht, droht alles über ihr zusammenzubrechen. Denn Niki kann mit den Toten sprechen und hat eine Nachricht für sie....

Meine Meinung:

"Zwischen ewig und jetzt" ist ein spannender Jugendfantasyroman, der mich schnell gefesselt hat. Der jugendlich, leichte Schreibstil der Autorin und die gefühlvolle Erzählweise in der ersten Person aus der Sicht von Julia haben mich in die Geschichte hineingezogen und sie mich miterleben lassen. Dadurch hatte ich das Gefühl, durch die Geschichte zu fliegen und die Seiten zogen viel zu schnell an mir vorbei.

Julia hat ihr ehemaliges Leben komplett hinter sich zurücklassen müssen und fühlt sich von den Menschen, die sie liebt, belogen und betrogen. Der Neuanfang in einer anderen Stadt fällt ihr schwer und so erschafft sie für ihren neuen Freunde eine Fassade, hinter der sie sich versteckt. Nie wieder möchte sie zum Außenseiter werden und das ist auch einer der Gründe, weshalb sie nicht auf ihr Herz hört und Niki zunächst meidet und sehr schnell mit Felix zusammenkommt. Ich konnte Julias Zerrissenheit zwischen den beiden Jungs sehr gut nachvollziehen, da auch ich sie beide in mein Herz geschlossen habe. Zwar waren einige ihrer Handlungen ein wenig zu spontan für meinen Geschmack, aber das kann ihr sicher aufgrund ihres jungen Alters und des Gefühlschaos, das in ihr tobt, verziehen werden.

Niki umgibt eine geheimnisvolle Aura. Nicht nur, weil er der Sohn eines Bestattungsunternehmers ist, sondern er ist auch in der Lage mit den Toten zu sprechen. Er scheint sich mit seiner Gabe abgefunden zu haben und auch mit der Position, die sie ihm unter seinen Klassenkameraden verschafft. Obwohl er niemand dort zu seinen Freunden zählen kann, wirkt er zwar gelegentlich leicht resigniert, aber nicht verbittert und er strahlt zudem eine ordentliche Portion Selbstbewußtsein aus. Ich hätte mich gefreut, wenn es während der Erzählung auch Passagen aus seiner Sicht gegeben hätte, die den Fantasy- und Spannungseffekt sicherlich noch mehr verstärkt hätten.

Währenddessen ist Felix es gewohnt, das zu bekommen, was er möchte. Als gutaussehender Sohn reicher Eltern hat er eine gewisse Stellung in seiner Clique und die Mädchen fühlen sich von ihm angezogen. So auch Julia. Doch trotz gelegentlichem Aufblitzen einer unvermeidlichen Arroganz ist er doch ein sehr netter und umgänglicher, junger Mann, dem sehr an Julia gelegen ist.

Das Cover des Buches finde ich außerordentlich gelungen und hat es mir auch gleich angetan. Das passepartoutähnliche Motiv wirkt sehr filigran und nur die Blüten und der Titel werden durch die leichten Pinktöne akzentuiert. In einer Buchhandlung wäre ich garantiert nicht an diesem schönen Buch vorbeigegangen.

Fazit:

Der im Fischer FJB Verlag erschienene Roman "Zwischen ewig und jetzt" ist ein Jugendfantasyroman, der Liebe, Vertrauen, Verlust, Wahrheit und Freundschaft thematisiert und gleichzeitig auch Aspekte eines Kriminalromans aufweist. Ich fühlte mich von der spannenden Geschichte sehr gut unterhalten und habe sie mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen. Der jugendliche Schreibstil und die gruselige Stimmung haben mich bis zum Ende gefesselt. Sehr gerne hätte ich noch mehr über Julia, Niki und Felix gelesen. 





gebundenes Buch mit Seiten
Verlag: Fischer FJB
erschienen: März 2013
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-8414-2214-9
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Samstag, 23. Februar 2013

Angelfire - Auf den Schwingen des Bösen

Ellies Kampf gegen die Dämonen geht weiter. Ihr weiterhin treu zur Seite steht ihr Beschützer und engelhafte Reaper Will, der sie seit vielen hundert Jahren durch zahlreiche Reinkarnationen und Kämpfe begleitet und es scheint, als wären die beiden noch lange nicht am Ziel. Denn der dämonische Bastian holt erneut zum Schlag aus und tatsächlich ist es ihm gelungen, den Enshi zu bergen. Aus irgendeinem Grund scheint die Preliatin Ellie wichtig zur Erreichung seines Ziels zu sein und so findet sich diese erneut in zahlreichen Kämpfen gegen das Böse wieder.

Zum Glück kann sie nicht nur auf Will und Nathaniel zählen, sondern auch auf weitere Freunde, die ihre Truppe verstärken. Außerdem ist da auch noch Cadan, der Ellie immer neue Rätsel aufgibt. Können dämonische Reaper ihre Bestimmung ändern? Oder stellt er ihr nur eine Falle?

Meine Meinung:

Der im Goldmann Verlag erschienene Roman "Angelfire - Auf den Schwingen des Bösen" von Courtney Allison Moulton ist der zweite Band der Reihe und knüpft direkt an den Vorgänger an. Gleich zu Beginn wird der Leser in eine actionreiche Szene hineingeworfen und ist sofort wieder Teil der spannenden Handlung.

Ellies Leben ist nicht einfacher geworden. Noch immer kann sie nicht auf ihre komplette Erinnerung zurückgreifen; gleichzeitig entdeckt sie neue Fähigkeiten an sich. Die Kämpfe werden häufiger und härter und es verlangt ihr oft alles ab, um gegen das Böse standzuhalten. Da sie mit jeder Reinkarnation menschlicher geworden ist, sieht sie sich zudem auch noch mit den Bedürfnissen eines Teenagers konfrontiert. Die Heimlichkeiten gegenüber ihrer Familie und ihren Freunden belasten sie sehr und auch, dass sie viel zu wenig Zeit mit ihnen verbringen kann. Doch ihre Pflichten als Erzengel Gabriel sind hart, die Beziehung zu Will scheint endgültig auf den Ist-Zustand eingefroren zu sein und so gibt es immer wieder Momente, in denen Ellie ausbricht und nur allzu menschlich reagiert.

Ellies Gegner werden in diesem Band viel mehr konkretisiert. So entdeckt sie nicht nur neue Arten des Bösen, sondern erhält nunmehr auch Einblick in seine weiteren Absichten. Auch Bastian erhält hier viel mehr Konturen, was mir sehr gut gefallen hat. Doch immer scheinen ihr ihre Gegner einen Schritt voraus zu sein und sie in die Defensive zu drängen und es bleibt Ellie und Will nur übrig zu reagieren. Aufgrund des unerwarteten Endes dieses Bandes hoffe ich jedoch, dass sich dies im finalen Buch ändern wird und Ellie dann komplett zeigen kann, was in ihr steckt.

Fazit:

"Angelfire - Auf den Schwingen des Bösen" ist der spannende zweite Teil einer Urban Fantasy-Reihe, die noch actiongeladener als der Vorgängerband ist. Die sympathischen Charaktere und die ausgewogene Mischung aus Spannung, Romantik, Action und Fantasy hat mich erneut überzeugt und ich bin schon sehr neugierig auf das Finale der Reihe.
 





Paperback mit 480 Seiten
Preis: 12,99 Euro
ISBN: 978-3-442-47853-8
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Blogparade (8)

 8. Welches Buch möchtest du als nächstes Lesen?

Als nächstes Buch würde ich gerne "Vampire´s kiss - Die Wächter" von Veronica Wolff lesen.

Das Buch hat mich vor ungefähr einer Woche erreicht und wartet jetzt darauf, dass ich es verschlinge. ;)

Leseprobe und mehr Infos findet Ihr HIER.

Freitag, 22. Februar 2013

Kirschroter Sommer

Emely hat sich ganz in ihr Studium vergraben, als ihr mangelhaftes Privatleben endlich mal wieder Aufschwung bekommt: Ihre beste Freundin Alex zieht in die Stadt! Von klein auf befreundet, haben die Mädels stets zusammengehalten und alles wäre eigentlich superschön, wäre da nicht Alex Bruder Elyas, der ebenfalls in Berlin studiert und bei dem sie einzieht. Einst der Schwarm ihrer Jugend, kann Emely ihn heute einfach nicht mehr ausstehen. Doch Elyas scheint das nichts auszumachen und baggiert sie ganz offensichtlich an, was diese erneut in ein großes Gefühlschaos stürzt. Zudem gibt es da ja auch noch Luca, der Emely mit seinen wundervollen Emails verzaubert, dessen Identität sie jedoch nicht kennt. Wie kein anderer schafft er es, etwas tief in Emelys Inneren anzusprechen. Doch wer ist ihr heimlicher Verehrer?

Meine Meinung:

Dieses Buch hat einen ungeheuren Schwung, der mich beim Lesen einfach mitgezogen hat. Geschrieben in einem sehr leichten und jugendlichen Schreibstil hat es mich einfach mitgerissen, so dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen - und das trotz der relativen Dicke von 512 Seiten. Die Autorin scheut dabei auch nicht davor zurück, gelegentlich den ein oder anderen "umgangssprachlichen" Ausdruck zu benutzen, was vielleicht nicht jedermanns Sache ist, mich jedoch weiter nicht gestört hat. Ein besonderer Pluspunkt der Geschichte sind die sehr ansprechenden und authentischen Charaktere.

Emily ist eine liebenswerte, junge Frau, die nicht sehr von sich überzeugt ist. Sie war mir von Anfang an sympathisch. Nach einigen Enttäuschungen hat sie sich nur noch auf ihr Studium konzentriert, das sie ganz auszufüllen scheint. Doch da hat sie die Rechnung ohne das Leben gemacht, das in Form der Geschwister Alex und Elyas wie ein Wirbelsturm über sie herfällt und sie dabei kaum zu Atem kommen läßt. Ihre Freude über das Wiedersehen mit Alex wird nur durch die ständige Anwesenheit von Elyas getrübt. Durch ihn findet sie sich in einem ständigen Auf und Ab der Gefühle wieder. Dabei ist es eine wahre Freude, den herrlich frechen Schlagabtausch der beiden mitzuverfolgen. Emily nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und ich habe den Einfallsreichtum der Autorin in dieser Hinsicht voll und ganz bewundert.

Elyas ist ein Traum von einem Mann, der nicht nur ungeheuer gutaussehend ist, sondern zudem auch noch intelligent. Auf der einen Seite kann Emily es gar nicht fassen, dass er sie ständig bedrängt, auf der anderen Seite geht ihr seine Stalkerei einfach nur auf die Nerven. Oberflächlich gibt sich Elyas als ein Mann, der keine Gelegenheit ausläßt, aber ab und an blitzt da auch ein weicher und sensibler Kern auf, den man einfach nur gernhaben muß. Mir hat er besonders durch seine Hartnäckigkeit gefallen, denn es scheint fast nichts zu geben, was ihn von Emily abhalten kann.

Einzig gegen Ende hatte ich ein wenig das Gefühl, dass das Hin und Her zwischen den beiden vielleicht doch etwas zuviel ist und ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte doch nur aus einem einzelnen Band besteht. Das offene Ende hat mich mit Emilys letzter Handlung ziemlich frustiert zurückgelassen; dennoch oder auch vielleicht gerade deshalb weiß ich genau, dass ich den zweiten Teil unbedingt auch lesen muß.

Fazit:

Der im Rowohlt Verlag erschienene Roman "Kirschroter Sommer" von Carina Bartsch hat mich ausgesprochen gut unterhalten, wie schon lange kein anderes Buch dieses Genres mehr. Ich fühlte mich in die Geschichte hineingezogen und habe dieses seitenstarke Buch fast in einem Rutsch gelesen. Der zweite Band "Türkisgrüner Winter" steht ab sofort auf meiner Wunschliste.
 




Taschenbuch mit 512 Seiten
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 978-3-499-22784-4
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Dienstag, 19. Februar 2013

Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt

Nach dem Selbstmord ihres Vaters droht Jane immer mehr den Halt zu verlieren. Nach einigen Jahren ist sie psychisch soweit abgerutscht, dass sie versucht, sich umzubringen. Daraufhin landet sie in einer speziellen Klink, dem "Life House", die alles daransetzen, Jane zu helfen. Doch sie machen den Fehler, sie zu unterschätzen, denn während sie nach außen hin das rehabilitationswillige Mädchen gibt, plant sie innerlich prezisiös einen neuen Selbstmordversuch. Hierzu bekommt sie bei ihrem einwöchigen Weihnachtsurlaub, in dem sie ihre Mutter besuchen darf, Gelegenheit. Sie will sich in der Flugzeugtoilette einschließen und mit einem Drogencocktail ins Nirwana abtreten.

Doch während ihres Versuchs geht urplötzlich das Licht in der Kabine aus und das Flugzeug verliert schlagartig an Höhe. Jane wird durch den engen, kleinen Raum geworfen und erwacht mit einer riesigen Beule am Kopf. Entsetzt erkennt sie ihre Lage und macht sich auf die Suche nach weiteren Überlebenden. Aber einzig ihr Sitznachbar Paul ist noch am Leben. Ihr Absturzort liegt mitten in der tiefsten Wildnis in den Rocky Mountains. Alles versinkt in Massen von Schnee und die Temperaturen sind jenseits der 0°-Marke. Fernab von der eigentlichen Flugroute kann es Wochen dauern, bis man sie entdecken wird. Für Jane und Paul beginnt ein harter Kampf ums Überleben. Werden sie es schaffen?

Meine Meinung:

Der Schreibstil von Alex Morel gefällt mir wirklich gut. Er schildert die Geschichte aus der Sicht von Jane in der Ich-Form und verwendet hierbei das Präsens. Dadurch fühlt man sich als Leser mit dem Charakter verbunden und nimmt Anteil an ihren Gedanken und Gefühlen.

Seit dem Tod ihres Vaters ist Jane psychisch angeschlagen und besessen von dem Gedanken, dass der Hang zum Selbstmord in ihrer Familie genetisch bedingt ist. Deswegen und weil ihr Leben eine einzige, unausweichliche Erinnerung an ihren Vater und seine Tat zu sein scheint, ist ihr eigentlicher Lebensinhalt nur noch, es ihm gleichzutun. Doch der Flugzeugabsturz stellt ihr Leben und Denken auf den Kopf. Sie entdeckt in sich einen Überlebenswillen in seiner ursprünglichen Form, der in uns allen innewohnt und versucht, daraus neue Kraft zu schöpfen.

Auch Paul hat mit ähnlichen Dämonen zu kämpfen. Doch im Gegensatz zu Jane, hat er sich stets für das Leben entschieden und seines schon vor langer Zeit selbst in die Hand genommen. Seine anfänglich ruppige Art zwingt Jane dazu, Entscheidungen zu treffen und ihre innere Einstellung zu überdenken.

Der im Egmont Ink Verlag erschienene Roman "Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" von Alex Morel ist allein schon wegen seines wunderschönen und ansprechenden Covers seinen Kauf wert. Obendrein hat der Autor es geschafft, mich mit seiner Geschichte zu berühren, obwohl die Handlung ein wenig vorhersehbar war. Gut gefallen haben mir die inneren Zwiegespräche von Jane, die viel über sie preisgeben und ihre Beweggründe offenlegen.

Fazit:


"Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" ist ein Jugendroman mit einer fesselnden und emotional berührenden Handlung. Dem Autor ist es gelungen, die Geschehnisse einfach und realistisch zu beschreiben und dabei auch die Gedanken und Gefühle seiner Protagonistin miteinfließen zu lassen. Janes Entwicklung war dabei sehr schön nachzuvollziehen und ich habe sie auf ihrem beschwerlichen Weg begleitet. Wie wichtig die Unantastbarkeit des Lebens und Vertrauen, sowohl in sich selbst, als auch in andere, ist, hat der Autor dabei meiner Meinung nach sehr schön herübergebracht.
 





gebundenes Buch mit 253 Seiten
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3-86396-047-6
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Samstag, 16. Februar 2013

Blogparade (7)

Über welches Buch hast du deine letzte Rezension geschrieben?

Das ist leicht zu beantworten und zwar: "Päpste pupsen nicht"

Smilla ist fast 11 Jahre alt und, da ihre Eltern unheimliche Italien-Fans sind, haben sie vor kurzem die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und sind von Deutschland nach Rom ausgewandert... mehr

Auslosung "Radioactive"

Die Frist zur Teilnahme ist abgelaufen und bestimmt wartet Ihr schon gespannt auf die Auslosungsergebnisse. Die meisten von Euch haben sich für die Taschenbuchausgabe beworben, so dass die Chancen, das ebook zu gewinnen, relativ groß waren. :-)

Ich will Euch jetzt auch nicht länger warten lassen und habe gerade meine Losfeen zu mir gebeten. Jede durfte ein Los ziehen und das ist das Ergebnis:


Das Taschenbuch geht an: Tintenhain !

Und das ebook an: Kristina !

Herzlichen Glückwunsch Ihr zwei! Von Tintenhain benötige ich noch die Adresse und von Kristina die email-Adresse, die ich dann beide an Maya weiterleiten werde. 

Alle anderen aufgepasst: Die Blogtour ist noch nicht zu Ende und aktuell habt Ihr bei Das Glückskind und Zeilengold noch die Möglichkeit, am Gewinnspiel teilzunehmen. Beide freuen sich über Euren Besuch. Viel Glück!

Freitag, 15. Februar 2013

Päpste pupsen nicht

Smilla ist fast 11 Jahre alt und, da ihre Eltern unheimliche Italien-Fans sind, haben sie vor kurzem die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und sind von Deutschland nach Rom ausgewandert. Hier geht Smilla auf eine schweizerische Schule, wo sie auch ihre neue beste Freundin Eloise kennengelernt hat, die als einziges Kind im Vatikan leben darf, weil ihr Vater Schweizer Gardist ist - also zur Leibwache des Papstes gehört.

Gemeinsam machen sie eine tierische Entdeckung der besonderen Art und versuchen die Ursache dafür zu erfahren. Dabei machen sie die Bekanntschaft des Prälats Dienstbier, der im Vatikan einem außergewöhnlichen Hobby nachgeht. Als weitere seltsame Dinge geschehen, sehen sich die Mädchen gezwungen, einzugreifen. Doch was hat das alles eigentlich mit dem Meerschweinchen Mono und dem zwielichtigen Tierarzt Gänsebein zu tun?


Meine Meinung:


Das im Dressler Verlag erschienene Kinderbuch "Päpste pupsen nicht" von Alexander Smoltczyk konnte bei mir allein schon mit dem ungewöhnlichen Titel punkten. Des Weiteren besitzt es ein wirklich liebevoll gestaltes Cover, das die Blicke auf sich zieht und ergänzt seine Geschichte am Anfang und am Ende mit einer Straßenkarte von Rom, in der die wichtigsten Sehenswürdigkeiten eingezeichnet sind.

Der flüssige Schreibstil lässt sich unheimlich gut gelesen und besonders gut gefallen hat mir hier, Smillas ganz eigene Sichtweise der Dinge zu erfahren. Ihre Erklärungen sind oft herzallerliebst und haben mir beim Lesen des öfteren ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert.

Die komplette Handlung ist gespickt mit kindgerechten Informationen über Rom und den Vatikan und erklärt dadurch vieles spielerisch nebenbei. "Päpste pupsen nicht" überrascht mit einem unerwarteten Ende. Das Buch ist eine schöne Kindergeschichte für alle, die ein bisschen was über Rom und den Vatikan erfahren und dabei gleichzeitig noch ein kleines Abenteuer erleben wollen.
 





gebundenes Buch mit 192 Seiten
Alter: ab 10 Jahren
Preis: 12,00 Euro
ISBN: 978-3-7915-1928-9
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Montag, 11. Februar 2013

Und keiner wird dich kennen

Eigentlich hat Maja alles, was sich ein Mädchen in ihrem Alter wünscht: eine nette Clique, eine tolerante Mutter und Lorenzo, den schärfsten Jungen der Welt als Freund. Wäre da nicht die Angst, die ihr ständiger Begleiter wäre. Denn vor drei Jahren hat Robert, der damalige Freund ihrer Mutter, die komplette Familie tyrannisiert, bedroht und hat dabei auch vor Gewalttätigkeiten nicht zurückgeschreckt. Erst ein Übergriff gegen ihre Mutter hat schließlich zu seiner Festnahme und Inhaftierung geführt und nur langsam hat sich die Familie von diesem Schrecken erholt. Umso geschockter sind sie, als sie erfahren, dass Robert demnächst entlassen wird. Als er sie bereits vorab wieder am Telefon bedroht und dabei deutlich macht, dass er ihren neuen Wohnort kennt, begibt sich die gesamte Familie panisch zur Polizei, die als einzigen Ausweg, die Teilnahme an einem Opferschutzprogramm anbietet. Doch dafür müssen sie ihr komplettes, altes Leben hinter sich lassen und sämtliche Verbindungen zu Verwandten und Freunden abbrechen.

Maja kann sich ein Leben ohne Lorenzo gar nicht vorstellen, aber die Angst um ihre Familie ist so wahnsinnig groß, dass sie letzten Endes dem Neuanfang zustimmt. Nach einiger Zeit der Planung landen sie schließlich in Bayern, unweit von München. Nur langsam schafft es Maja, neue Kontakte zu ihren Mitschülern aufzubauen. Zu groß ist die Angst, ungewollt zuviel von sich preiszugeben. Die neuen Namen und ihre konstruierte Vergangenheit ist der Familie leider nur schwer geläufig und so kommt es, das Maja immer öfter Gefahr läuft, sich zu verraten. Ihre gezwungene Zurückhaltung und die daraus resultierende Einsamkeit verführen Maja letztendlich zu einer verhängnisvollen Entscheidung, die das Leben ihrer Familie aufs Schärfste bedroht.

meine Meinung:

Der im Beltz & Gelberg Verlag erschienene Roman "Und keiner wird dich kennen" von Katja Brandis ist ein spannender Jugendthriller, der die Thematik des Stalkings aufgreift. Dabei gelingt es der Autorin, die Gefühle der Charaktere wundervoll einfzufangen und zu beschreiben. Ich hatte den Eindruck, die Emotionen aller nicht nur nachvollziehen zu können, sondern auch mitzuempfinden. Als Nichtbetroffene kann ich wahrscheinlich nur ansatzweise ermessen, welche Ängste Maja und ihre Familie ausstehen müssen. Allein der Gedanke, dass jemand meinen Kindern wehtun könnte, treibt mir schon die Tränen in die Augen und genau wie Lila würde ich alles dafür tun, um sie zu beschützen. Ich fand es sehr realistisch beschrieben, wie sie nicht nur die starke Mutter ist, sondern in ihren schwachen Momenten auch unter Panikattacken leidet und neben ihrer Angst verständlicherweise ein wenig den Blick für die Sorgen ihrer Tochter verloren hat.

Maja ist für mich eine echte Heldin, denn ich denke, nicht jedes Mädchen in ihrer Situation hätte es geschafft, das Wohl ihrer Familie über die eigenen Wünsche zu stellen. Ihre Einsamkeit an dem neuen Wohnort mit ihrer neuen Identität konnte ich hautnah nachvollziehen. Auch ihren Zwiespalt zwischen dem Wunsch, ein neues Leben zu führen und der Hoffnung, das alte nicht ganz zu verlieren. Es ehrt sie, dass es ihr nicht leicht fällt, ihre neuen Freunde zu belügen, doch dieser an und für sich löbliche Charakterzug bringt sie auch in Schwierigkeiten, da ihr anzusehen ist, dass sie etwas zu verbergen hat. Und so steht sie zwischen zwei Identitäten und damit zwischen zwei Leben und kann in keinem davon richtig Fuß fassen. Sie fühlt sich verloren und ohne Halt und gerät dadurch in Versuchung, unvorsichtig zu werden.

Gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin in ihrem Buch auch die Gedanken des Täters erfasst hat und, die in ihrer Verworrenheit und Komplexität genau die richtige Dosis an Verständnis und einen Hauch Mitgefühl aufkommen lassen. Niemand ist von Geburt an böse und ich bin überzeugt, dass erst die Kombination aus den charakterlichen Grundzügen mit dem persönlichen Umfeld einen Menschen erst zu dem machen, was er ist. Aber gerade auch die in der Jugend gelesenen Bücher prägen meiner Meinung nach das Moralverständnis eines Menschen und umso mehr freue ich mich über die hiesige Darstellung des Täters, die beim Lesen weder Hassgefühle, noch allzu starkes Mitleid in mir geweckt und mich eigentlich nur mit einem Gefühl von Traurigkeit für ihn zurückgelassen hat.

Fazit:

"Keiner wird dich kennen" ist ein spannender Jugendthriller mit ausnahmslos starken und detailliert beschriebenen Charakteren. Ich habe beim Lesen komplett mitgefiebert, wodurch sich das ein oder andere Mal auch eine Träne des Mitgefühls in meine Augenwinkel geschlichen hat, während mich die ständig präsente Spannung weiter im Text nach vorne katapultierte. Die Autorin zeigt in ihrem Roman ganz klar auf, wozu Menschen fähig sind, im Guten wie im Bösen, und wie schnell uns unsere Gefühle vom Weg des Verstandes abbringen können. Aber sie weckt auch Verständnis für diejenigen, die sich in einer ähnlichen Situation wie Maja befinden, deren Furcht ihr tägliches Leben bestimmt und, die nichts gegen die Bedrohung unternehmen können solange die Täter die Grenzen des Gesetzes nicht überschreiten. Es ist beängstigend, wieviel Macht ein einziger haben kann und wie leicht es ist, das Leben anderer zu zerstören. Der Roman hat mich gefesselt und zutiefst bewegt und wird mir deshalb noch lange im Gedächtnis bleiben. Von meiner Seite gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für das Buch.
 




Vielen Dank an blogg dein buch und den Beltz & Gelberg Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und die Möglichkeit zur Teilnahme an ihrer Aktion "Offizieller Beltz & Gelberg Buchblogger 2013".

gebundenes Buch mit 400 Seiten
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 16,95 Euro
ISBN: 978-3-407-81130-1
Leseprobe und Einkauf direkt über den Verlag → HIER

weitere Bücher der Autorin beim Beltz & Gelberg Verlag:
Schatten des Dschungels → HIER
Ruf der Tiefe → HIER
Autorenwebsite → HIER

Purpurdämmern

Kens Heimat ist Detroit, eine Stadt mit extrem hoher Verbrechensrate. Auch sein Vater und sein älterer Bruder Pat sind nicht auf der Seite des Gesetzes und während er für den einen gegen seinen Willen oft Schmiere stehen muss, prügelt der andere gerne auf ihn und seine Mutter ein. Um ihnen zu entgehen, flüchtet er sich oft in ein altes Depot, in dem er seine Schätze aufbewahrt und abwartet, bis sich zu Hause wieder alles ein wenig beruhigt hat. Hier trifft er auch das erste Mal auf Marielle, eine Prinzessin aus einer anderen Welt, die völlig unwirklich auftaucht und wieder verschwindet und ihm dabei nur eine außergewöhnliche Blüte als Erinnerung hinterlässt.

Erst Jahre später begegnet er ihr erneut, als er sich gemeinsam mit ihrem Lehrer, dem Magier Santino, der ihm in einer bedrohlichen Situation das Leben rettet, unfreiwilligerweise auf die Suche nach ihr macht. Auf diese Weise entdeckt er das Geheimnis von parallelen Welten und von Magie und begibt sich dabei in ungeahnte Gefahren. Er genießt die Flucht aus seiner Realität und erkennt dabei Fähigkeiten an sich, die er bislang nicht für möglich gehalten hätte. Die beginnenden Gefühle für Marielle stellen sein Leben vollends auf den Kopf und gemeinsam versuchen sie nicht nur ihr Leben, sondern auch die Zukunft zu retten. Wird es ihnen gelingen?

Der im Überreuther Verlag erschienene Roman "Purpurdämmern" von Andrea Gunschera ist ein Jugendfantasyroman, der mit dichter Atmosphäre zu überzeugen weiß und ein Zeugnis des vielfältigen, schriftstellerischen Talents der Autorin ist, die sich mit diesem Buch auf für sie ungewohntes Terrain begeben hat.

Angezogen von dem wunderschönen Cover des in Leinen gehüllten Buches und einer Begeisterung für die "City of Angels"-Reihe der Autorin, fand sich das 510 Seiten starke Buch ziemlich schnell in meinem Bücherregal wieder und ist dort eine echte Augenweide.

Zum Anfang fiel es mir ein wenig schwer, in die Geschichte hineinzufinden, da ich mich nicht nur mit unheimlich vielen Informationen, Handlungen und fremdklingenden Namen konfrontiert sah, sondern zunächst parallel dazu natürlich auch versucht habe, die komplexe Welt der Protagonisten zu verstehen. Inhaltlich hatte ich ab und an das Gefühl ein wenig in den High Fantasy-Bereich abzudriften und die actiongeladene Handlung in der ersten Hälfte des Buches ließ mich zwischendurch gar nicht richtig zu Atem kommen. Doch der flüssige Schreibstil der Autorin trieb mich stetig voran, so dass ich mich spätestens ab der zweiten Hälfte des Buches gefesselt fühlte und die Lektüre auch nicht mehr unterbrechen mochte.

Auch zu den Charakteren habe ich erst allmählich Zugang gefunden, aber besonders Ken war mir ausgesprochen sympathisch, so dass ich sein Schicksal mit Bangen verfolgt habe. Aufgewachsen in einem sogenannten schwierigen Elternhaus, in dem der Vater regelmäßig alle anderen windelweich prügelt, der ältere Bruder zu dessen Kopie mutiert und vor Verbrechen keinen Halt macht, und die Mutter sich scheinbar regelmäßig in eine Fantasiewelt flüchtet, hat es Ken im Alltag nicht leicht. Seine Mitmenschen haben ihn bereits als Kind in die ihm zugedachte Schublade gestopft und insbesondere in der Schule hat er es sehr schwer. Als angeblicher "bad boy" stellt ihm Julie, die High School Queen und Zicke vom Dienst, vergeblich nach und die Direktorin möchte ihn lieber heute als morgen von der Schule werfen. Einzig ein Lehrer glaubt an Ken und bereitet ihn auf ein mögiches Stipendium am College vor. Ein Verbrechen seines Bruders und eine fiese Falschaussage von Julie drohen seine Bemühungen zunichte zu machen, als sich plötzlich ungeahnte Möglichkeiten in fremden Welten für Ken auftun.

Marielle ist die Tochter und Erbin des Königs von Tír na Mórí und soll aufgrund von Rissen im Gewebe ihrer Welt zeitnah mit Newan, dem Enkel der Königin von Tír na Avalâín vermählt werden. Ein gemeinsamer Erbe der beiden Licht- und Nebel-Fayeí gilt als einziges Mittel zur Rettung ihrer Welt. Doch Marielle ist jung, ungestüm und gewöhnt ihren kleinen Kopf durchzusetzen und büxt ohne Berücksichtigung der Folgen aus. Hier kommt ihr ihr ungewöhnliches Talent zu Hilfe, mit dem sie Tore in fremde Welten errichten kann. Auf diese Weise landet sie auch in Kens Welt. Doch ihr Lehrer Santino ist ihr bereits auf den Fersen. Leider hat es Marielle noch nicht gelernt, Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen und zu versuchen, hinter deren Beweggründe und Gefühle zu schauen. Das lässt sie zwar unterhaltsam, aber leider nicht so sympathisch erscheinen, wie ich es mir für sie erhofft habe. Doch Ansätze einer Entwicklung ihres Charakters sind durchaus spürbar und diesbezüglich hoffe ich sehr auf eine Fortsetzung der Geschichte.

Besonders gut gefallen hat mir auch die vorwitzige und besserwisserische Purpurkatze "Nessa", die Marielle beratend zur Seite steht. Sie kann sich in Gedanken mit den Menschen unterhalten und steuert immer wieder einmal bissige Kommentare bei, die die Handlung angenehm auflockerten.

"Purpurdämmern" ist ein atmosphärisch dicht geschriebener Jugendfantasyroman, der vor allem in der zweiten Hälfte spannend und fesselnd ist. Die Geschichte profitiert nicht nur von dem sicheren und gekonnten Schreibstil der Autorin, sondern auch von der phantasiegeladenen Handlung, die von gut umgesetztem Ideenreichtum nur so strotzte. Wer als Leser seichte Jugendfantasy mit 0815-Handlung erwartet, sollte sich jedoch lieber nach einem anderen Buch umsehen, denn mit "Purpurdämmern" erwartet einen eine anspruchsvolle Geschichte, die die volle Konzentration ihres Lesers erfordert. Wer hierzu bereit ist, wird mit einer phantastischen Welt belohnt werden, deren Fesseln man sich nicht so leicht entziehen kann. Das Ende ist zum Glück kein böser Cliffhanger, hat aber trotzdem ganz viel Potential für eine Fortsetzung. Ich wäre auf jeden Fall gerne wieder dabei.






gebundenes Buch mit 510 Seiten
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19.95 Euro
ISBN: 978-3-8000-5713-9
Trailer, Leseprobe und Einkauf über Verlag → HIER

Auslosung "Kalte Stille"

So, zum Glück ist heute Rosenmontag und meine Losfeen haben schulfrei. Deshalb haben wir gerade auch die Gelegenheit genutzt und haben ausgelost. Ich denke, Ihr seid alle neugierig und deshalb rede ich jetzt auch nicht lange um den heißen Brei herum und der Gewinner ist.....


mslustig


Herzlichen Glückwunsch!

Alle anderen, bitte nicht enttäuscht sein, denn demnächst werde ich noch weitere Bücher verschiedener Genres verschenken und Ihr bekommt dann eine neue Chance. Ansonsten habt Ihr auch noch immer bis Samstag die Möglichkeit ein Buch oder ein ebook von Maya Shepherd hier auf meinem Blog zu gewinnen. Viel Glück!

Sonntag, 10. Februar 2013

Blogparade (6)

6. Welches Buch hast du zuletzt von deiner Wunschliste gekauft?

Oh, das war ganz klar Amy Plums "Vom Mondlicht berührt". Band 1 hatte mir so gut gefallen, da musste ich einfach den Folgeroman kaufen. Zugegebenermaßen hat dieser mit Blick auf seinen Vorgänger ein wenig geschwächelt, hat mit aber trotzdem noch gut gefallen und das Finale brauche ich natürlich auch. ;)) Ab und an benötige ich einfach ein bisschen Romantik. Ne, Mann?

 Meine Rezension zu dem Buch findet Ihr→ HIER

Samstag, 9. Februar 2013

Blogtour zu "Radioactive - Die Verstoßenen" von Maya Shepherd

Endlich ist es soweit: Die Blogtour zu Mayas Dystopieauftakt macht bei mir Station!


Mein Beitrag beginnt mit meiner Rezension zu ihrem Buch und geht dann weiter mit einem tollen Interview zum Thema "Liebe". Den Abschluss macht ein Gewinnspiel, bei dem Ihr eine signierte Ausgabe von Mayas Buch oder ein ebook gewinnen könnt. Viel Spaß!

Meine Rezension:

Die Erde der Zukunft ist radioaktiv verseucht. Die Menschen leben eingepfercht in unterirdischen Sicherheitszonen um sich vor der tödlichen Strahlung zu schützen. Die Regeln und Gesetze, mit denen sie leben müssen, sind streng; die klassische Familie gibt es nicht mehr. Alle Menschen werden optisch gleich getrimmt und haben einen vorgegebenen Tagesablauf. Gefühle sind eine Krankheit, die es zu behandeln gilt. Niemand hat das Recht auf einen eigenen Willen, lediglich die Legionsführer treffen Entscheidungen, die als unfehlbar angesehen werden. Alles, was einen Menschen zu einem Individuum macht, ist verboten. Denn Individualität führt zu Neid und damit unweigerlich zu Krieg. Statt Namen gibt es Kontrollnummern. E 518 ist eine von ihnen und sie hat sich ihr ganzes Leben lang an diese Regeln gehalten.

Nach siebenjähriger Bildungszeit soll sie nun nach einer Prüfung ihrem zukünftigen Tätigkeitsbereich zugeordnet werden. Sie ist zuversichtlich, sind ihre Leistungen bisher doch immer gut gewesen. Umso mehr erstaunt sie ihre tatsächliche Zuordnung, die so gar nicht ihren Erwartungen entspricht, denn gemeinsam mit der viel schlechteren E 523 wird sie der Essenausgabe zugeteilt. Aber die Legionsführer machen keine Fehler und so ergibt sich E 518, die jetzt zu D 518 geworden ist, in ihr Schicksal.

Während der Arbeit entdeckt sie immer mehr Zeichen für die Besonderheit ihrer Leidensgenossin D 523, doch bevor sie dem noch weiter auf den Grund gehen kann, wird sie von Regierungsgegnern entführt und nach einigen Verhören in eine ihr völlig unbekannte Welt eingeführt. D 518 ist fasziniert und abgestoßen zugleich. Im Kampf gegen ihre jahrelange Konditionierung ist sie erfüllt von Zweifeln und aufkeimenden Gefühlen. War denn ihr bisheriges Leben eine Lüge? Wem kann sie noch trauen?

"Radioactive - Die Verstoßenen" von Maya Sheperd ist der Auftakt einer dystopischen Trilogie, die mir außerordentlich gut gefallen hat. Die Geschichte ist aus der Sicht von D 518 geschrieben, die mir nicht nur sehr sympathisch war, sondern an deren ungewöhnlichen Leben ich gleich Anteil nahm.

Die Menschen der Sicherheitszone leben in kargen und zweckmäßigen Zellen und befolgen roboterhaft den ihnen vorgegebenen Tagesablauf. Auch bei D 518 ist das Fehlen jeglicher Gefühle zum Anfang noch erkennbar. Diesen Platz haben stattdessen ultimativer Gehorsam und Zweckmäßigkeit eingenommen. Doch ab und an ist sie versucht, mit Kleinigkeiten ihren einheitlichen Tagesablauf zu durchbrechen. Vielleicht ist D 518 auch deshalb so empfänglich für die Besonderheit von D 523. Es ist ihr zunächst unbegreiflich, welche Gründe diese für ihr Verhalten hat.

Nach ihrer Entführung entdeckt D 518 die Welt der Gefühle für sich, deren Auslöser die Schutzbedürftigkeit einer neunjährigen Mitgefangenen ist. Die Welt der Rebellen ist so andersartig, dass D 518 nur schwer ihrer ehemaligen Konditionierung entfliehen kann, doch nach und nach lernt sie, die Individualität der einzelnen Personen wertzuschätzen. Nur das merkwürdige und ständig wechselnde Verhalten des Rebellen Finn gibt ihr noch lange Zeit zum Nachdenken. Erst spät erkennt sie, was er ihr wirklich bedeutet, doch da ist sie bereits schon tief in die Pläne der Rebellen verwickelt.

"Radioactive - Die Verstoßenen" ist nicht nur spannend, sondern hat mich auch mit seinen gut gezeichneten und vielschichtigen Charakteren überzeugt. Die Umsetzung der Idee der Geschichte ist sehr gut gelungen und das offene Ende lässt mich hoffen, bald die Fortsetzung der Reihe lesen zu dürfen. 





Taschenbuch mit 280 Seiten
Preis: 9,98 Euro
ISBN: 978-1481156158
Blog der Autorin → HIER


Das Interview:

Hallo Maya,
erst einmal ein großes Dankeschön an Dich für Deinen tollen, neuen Roman.

Vielen Dank! Den Dank kann ich nur zurückgeben. Es ist mir eine Ehre dich bei der Blogtour dabei zu haben. Dein Blog ist weltklasse.

Das Thema "Liebe" ist in "Radioactive" ja eigentlich erst einmal ein Unthema. Ein Gefühl, dessen Existenz verneint wird und, das angeblich teilursächlich für Krieg ist. Im Gegensatz zu anderen Dystopien wird dieses Thema bei Deinem Roman nicht zum Hauptthema hochstilisiert, sondern zunächst eher unterschwellig eingebracht. Hältst Du selbst eine Existenz ohne Liebe - wie die von E 518 - tatsächlich für möglich?

Nein und genau das drückt auch „Radioactive“ aus. Obwohl es die Liebe in dieser Welt eigentlich nicht geben soll und sie sogar verboten ist, bahnt sie sich ihren Weg wie die Wurzeln einer Pflanze durch Asphalt. Ein Leben ohne Liebe ist meiner Ansicht nach nicht möglich und wenn es auch nur die Liebe zum Überleben ist.

Die Bewohner der Sicherheitszone haben den Anschein als würden sie komplett gefühlsfrei leben. Doch wie können sie funktionieren ohne jeden emotionalen Antrieb?

Ihr Antrieb ist zu funktionieren. Sie halten sich für die letzten Überlebenden der Menschheit und sehen sich als ein kleines Zahnrad in einem großen Getriebe. So klein und unscheinbar ihre jeweilige Aufgaben auch sein mag, trägt sie zu dem großen Ganzen dabei. Sie leben nicht, um Spaß zu haben, sondern ihre Existenz dient der Erhaltung der menschlichen Rasse. Ihre Aufgabe ist so gesehen bedeutend.

Es gibt ja viele Formen von Liebe im Leben, z. B. die Liebe zu bestimmten Menschen, zu Tieren, der Natur oder auch zu bestimmten Dingen oder Handlungen, wie auch die Liebe zum Lesen und Schreiben. Wie wichtig ist Liebe für Dich? Und welche Formen davon sind bestimmend für Dein Leben?

Leidenschaft ist für mich eine Form der Liebe. Alles, was man tut, sollte man mit Hingabe tun. Ob es nun das Schreiben oder das Kochen ist. Eine Handlung, die mit Liebe ausgeführt wurde, wird sich vielleicht nicht auf den ersten Blick von einer routinemäßigen Arbeit unterscheiden, aber im Detail sind die Unterschiede spürbar.
Aber natürlich ist mir auch die Liebe zu meiner Familie und Freunden sehr wichtig. Ohne ihre Liebe würde ich eingehen, wie eine Pflanze, die kein Wasser bekommt.

Was ist für Dich das wichtigste in einer Beziehung und überträgst Du diese Einschätzung auch auf Deine Protagonisten?

Mir sind Ehrlichkeit und Treue am wichtigsten. Nicht jeder meiner Protagonisten teilt diese Werte. Lia aus „Schneerose“ zum Beispiel war es aufgrund ihres übernatürlichen Wesens kaum möglich treu zu sein oder immer die Wahrheit zu sagen. Sie hatte darüber keine Kontrolle. D518 hingegen versucht zwar immer ehrlich zu sein, aber oft weiß sie selbst nicht, was richtig und was falsch ist. Sie kennt sich selbst zu wenig, um ihre Gefühle für Finn einschätzen zu können.

Liebe ist für E 518 bzw. D 518 ein völlig neues Gefühl, in dem sie auch keinerlei Erfahrung hat. Wie hast Du es geschafft, sie völlig unvoreingenommen an dieses Thema heranzuführen und ihre Empfindungen zu schildern? Wie viel von Dir und Deiner ersten Liebe ist da in den Roman mit hineingeflossen?

Für D518 ist die Liebe etwas völlig fremdes. Sie hat darüber im Bildungsunterricht in der Sicherheitszone erfahren, so als wäre es eine Krankheit. Niemand hat sie über die vielen Gefühle informiert, die die Liebe mit sich bringt, sodass sie anfangs mit den Emotionen vollkommen überfordert ist. Sie kann die Dinge, die sie empfindet, kaum benennen und weiß sie nicht einzuordnen. Deshalb erkennt sie lange auch gar nicht, dass sie sich überhaupt verliebt hat.
Als ich das erste Mal verliebt war, hatte ich ebenfalls einen Widerstreit von positiven und negativen Gefühlen in mir. Sich auf einen anderen Menschen einzulassen, bedeutet sich für diesen verletzbar zu machen. Deshalb sollte man sich immer gut überlegen, wem man seine Liebe schenkt.

Deine Protagonisten haben es anfangs nicht leicht und erleben beide ein Auf und Ab ihrer Gefühlswelt. Wie wichtig sind Deiner Meinung nach Konflikte in der Liebe? 
 
Konflikte sind dazu da sie zu meistern, um danach gestärkt hervor zu gehen. Jeder Konflikt macht eine Liebe stärker, solange es nicht an der Tagesordnung liegt.

Was sind für Dich die drei wichtigsten Eigenschaften eines/Deines Partners und bringen die männlichen Protagonisten Deiner Romane diese Eigenschaften bisher unwillkürlich auch immer mit?

Mir ist es wichtig, dass mein Partner ehrlich ist. Ohne Ehrlichkeit kann es auch kein Vertrauen geben, was für mich die Basis einer Beziehung darstellt. Er muss nicht die selben Interessen haben wie man selbst, aber er sollte einen darin unterstützen, dass Beste aus oder für sich zu machen. Natürlich beruht das auf Gegenseitigkeit. Außerdem sollte man miteinander lachen können. Finn könnte all diese Eigenschaften mit sich bringen, doch er musste im Leben schon zu viele Schicksalsschläge hinnehmen und hat deshalb eine Art Mauer um sein Herz errichtet. Er kann nur wenig von seiner wahren Persönlichkeit preisgeben. Aber vielleicht gelingt es D518/Cleo ja irgendwann seine Mauern zum Einsturz zu bringen ;)

Vielen Dank, liebe Maya, für das Interview und Deine persönlichen Einschätzungen zum Thema Liebe.

Gerne und Danke für die tollen Interviewfragen. Sie zu beantworten, hat mir großen Spaß gemacht.

Das Gewinnspiel:

Auch auf meinem Blog gibt es bei dieser Tour die Chance, ein signiertes Taschenbuch des Romans oder eine ebook-Ausgabe zu gewinnen. 

Was Ihr dafür tun müsst? Ganz einfach:

(1) Bitte gebt zunächst an, für welche der beiden Ausgaben oder eventuell auch beide, Ihr Euch bewerbt.
(2) Ihr solltet mindestens 18 Jahre sein oder das Einverständnis Eurer Eltern zur Teilnahme an diesem Gewinnspiel besitzen.
(3) Ihr solltet eine Postanschrift in Deutschland besitzen.
(4) Euer Einverständnis zur Weitergabe Eurer Adresse, ausschließlich zum Zwecke der Gewinnübersendung, setzte ich bei jedem, der an diesem Gewinnspiel teilnimmt, einfach mal voraus.
(5) Ihr solltet folgende Frage beantworten:

Die Protagonistin wächst in einer Gesellschaft auf, in der (fast) alle Menschen gleich sind und auch gleich aussehen. Was haltet Ihr von diesem Ansatz, der ja auch teilweise in unserer Realität, z. B. beim Thema Schuluniformen, immer wieder einmal diskutiert wird?

Das Gewinnspiel endet am 16.02.2013 um 12 Uhr. Viel Glück!

Vielen lieben Dank an Maya Shepherd, dass ich an dieser tollen Tour teilnehmen durfte und vielen Dank auch für das bereitgestellte Rezensionsexemplar Deines wundervollen Buches, das ich sehr gerne weiterempfehle.

Die Blogtour macht am 13.02. erneut Station bei Das Glückskind.


Freitag, 8. Februar 2013

Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit

Tris und Tobias sind mit einigen Flüchtlingen bei den Amite angekommen, doch schnell wird klar, dass sie hier nicht lange bleiben können. Tris ist emotional sehr angeschlagen. Nicht nur ihre Eltern sind tot, sondern sie war auch gezwungen Will, einen ihrer Freunde, der in der Simulation gefangen war und mit seiner Waffe auf sie angelegt hatte, zu töten. Es fällt Tris sehr schwer mit diesen Erlebnissen umzugehen, zumal sie nicht in der Lage scheint, sich irgendjemanden anzuvertrauen. Gleichzeitig beginnt die verzweifelte Suche nach Verbündeten und nach den Gründen des Angriffs der Ken.
Neue und auch altbekannte Akteure treten auf den Plan und sorgen für Überraschungen und man erfährt endlich mehr über die einzelnen Fraktionen, deren Leben und Motivationen. Auch Tobias scheint Geheimnisse vor Tris zu haben und so steht ihre Beziehung immer mehr auf wackeligen Füßen, zumal ihre Auffassungen über die Pläne der Zukunft stetig auseinanderdriften. Wird ihre Beziehung diesen Belastungen standhalten? Und was ist der wahre Grund für den Angriff der Ken?

Den ersten Band der dystopischen Reihe von Veronica Roth habe ich förmlich verschlungen. Viel zu schnell war er zu Ende, umso glücklicher war ich, dass ich endlich den zweiten Teil lesen durfte.
Ich mag den Schreibstil der Autorin unheimlich gern und finde, dass insbesondere die Ich-Erzählung im Präsens aus der Sicht von Tris die Spannung noch zusätzlich anheizt und auch eine besondere Verbundenheit mit der Protagonistin schafft.

Gut gefällt mir auch, dass der zweite Band da weitermacht, wo der erste aufgehört hat. Ich habe mich beim Lesen gefesselt gefühlt und mit Tris gemeinsam eine schwere Zeit durchgestanden. Denn Tris ist sehr angeschlagen. Sie gibt sich die Schuld am Tod von Will und auch der Verlust ihrer Eltern nagt sehr an ihr. Sie wird zusehends labiler und scheint die Gefahr und das Risko förmlich zu suchen. Dabei fällt es Tobias immer schwerer, mit ihrem veränderten Verhalten umzugehen. Er spürt, dass Tris ihm etwas verheimlicht und abzurutschen droht. Aber auch er verschließt sich zum Teil vor ihr und dieses zwangsläufig gegenseitig geschürte Misstrauen droht die beiden für immer auseinanderzubringen.

Auch das Vertrauen zu ihren anderen Weggefährten steht auf wackeligen Füßen und nicht nur einmal überraschen Beteiligte mit ihren Handlungen und Entscheidungen. Es fällt immer schwerer Freund und Feind auseinanderzuhalten bis es fast gänzlich unklar wird, welche Ziele der einzelne verfolgt. Es kommt zu herben Verlusten und Menschen werden getötet, einzig aufgrund ihrer Fraktionszugehörigkeit. Jede Fraktion sieht sich im Recht und scheint das Handeln im Wohl aller für sich gepachtet zu haben, so dass ein Krieg unausweichlich zu sein scheint.

Band eins der dystopischen Reihe war einfach ein Knaller und konnte mich fesseln von Anfang bis zum Ende und hat meine Erwartungen an den Nachfolger sehr hochgeschraubt. Dem zweiten Teil ist es gelungen, an dieser Stelle nahtlos anzuknüpfen, jedoch fand ich hier das ständige Hin und Her von Tris und Tobias ein wenig ermüdend. Beide sind viel zu lange emotional gesehen auf sich allein gestellt gewesen und so fällt es ihnen schwer, sich dem anderen vollständig zu öffnen. Misstrauen kommt auf und Alleingänge sind die Folge, aber insbesondere Tris hat hier meiner Meinung nach den Bogen ein wenig überspannt. Doch es ist ihr zu verzeihen, denn man sollte ihr zartes Alter und die furchtbaren Dinge, die sie erlebt hat, nicht völlig unberücksichtigt lassen, gleichwohl es bei ihren mutigen Taten oftmals in Vergessenheit gerät.

Nichtsdestotrotz ist der im cbt Verlag erschienene Roman "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit" ein sehr gelungener und sehr spannender zweiter Teil, dessen Handlung in einem atemberaubenden Tempo mit mir dahinfliesst und, dessen zumindest teilweise überraschendes Ende mich glücklicherweise wieder ein wenig mit den kleinen Unstimmigkeiten, die auch vielleicht meinen extrem hohen Erwartungen entspringen, versöhnt hat. Und nun warte ich ganz gespannt auf das Erscheinen des finalen Bandes, denn nach diesem Ende muss ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.




gebundenes Buch mit 512 Seiten
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,99 Euro
ISNB: 978-3-570-16156-2
Infos, Leseprobe und Einkauf direkt beim Verlag → HIER
eigene Seite der Reihe mit ganz vielen Extras → HIER

Mittwoch, 6. Februar 2013

Büchergeschenk "Kalte Stille"

Mit Blick auf meine übervollen Bücherregale und meine unverschämt lange Wunschliste habe ich beschlossen, dass ich mich in der nächsten Zeit von einigen meiner Bücher trennen muss. Deshalb möchte ich sie hier auf meinen Blog verschenken, in der Hoffnung, dass sie bei einem von Euch ein gutes Zuhause finden werde. Ich beginne mit der gebundenen Ausgabe von "Kalte Stille" von Wulf Dorn:

"Eine Tonbandaufzeichnung, die in abrupter Stille endet – unerträglicher Stille. Mehr ist Jan Forstner von seinem kleinen Bruder nicht geblieben. Vor dreiundzwanzig Jahren ist Sven spurlos verschwunden. In derselben Nacht verunglückte auch sein Vater unter rätselhaften Umständen. Beide Fälle konnten nie aufgeklärt werden. Als Jan gezwungen ist, an den Ort seiner Kindheit zurückzukehren, holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Ein mysteriöser Selbstmord führt ihn zu einem schrecklichen Geheimnis."
Text entliehen beim Heyne Verlag



Also Krimifans, aufgepasst! Wer dieses Buch gerne haben möchte, der hinterlässt mir unter diesem Post einfach einen Kommentar mit einem Hinweis, wie ich ihn oder sie im Gewinnfall erreichen kann. Ihr habt dafür bis Sonntag, 10.02.2013, 23.59 Uhr Zeit; danach wird ausgelost. Den Gewinner gebe ich im Laufe des Montags bekannt. Viel Glück!

Bloggeraktion zu "Breathe - Gefangen unter Glas"

Beim dtv Verlag läuft derzeit eine Bloggeraktion für ein Buch, dass schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste steht: "Breathe - Gefangen unter Glas" von Sarah Crossan. Und darum geht´s in dem Buch:


"Eine Welt ohne Sauerstoff. Alles scheint tot. Unter einer Glaskuppel gibt es nur wenige Überlebende:
Alina, hat sich schon vor Langem den Rebellen angeschlossen, die gegen die Allmacht von "Breathe" kämpfen, und wurde nie gefasst. Bis jetzt...
Quinn, will als Sohn eines ranghohen "Breathe"-Direktors eigentlich nur einen harmlosen Ausflug ins Ödland machen. Bis er dort Alina trifft...
Bea, Tochter eines Bürgers zweiter Klasse, wollte den Trip raus aus der Kuppel nutzen, um Quinn endlich für sich zu gewinnen. Doch dann taucht Alina auf....
Die Begegnung mit Alina verändert für Bea und Quinn alles."
Text entliehen vom dtv Verlag

Aufgabe bei der Bloggeraktion ist es, zu entscheiden, welcher von zwei Trailern zu dem Buch Euch besser gefällt. Hier sind die Trailer:






Wer Blogger ist und auch bei dieser Aktion teilnehmen möchte, der klickt am besten → HIER

Mir persönlich gefällt ja der erste Trailer besser, aber mich würde natürlich auch interessieren, wie Eure Meinung dazu ist? Deswegen habe ich einfach mal für Euch eine Abstimmungsmöglichkeit rechts oben eingerichtet und bin schon sehr gespannt, für welchen Trailer Ihr Euch entscheiden würdet. Mein Voting befindet sich auf jeden Fall schon auf dem Weg zum Verlag. ;)

Dienstag, 5. Februar 2013

Feuer

Im ersten Band konnten Minoo, Anna-Karin, Vanessa, Ida und Linnéa einen kleinen Teilsieg gegen das Böse erringen, doch endgültig Einhalt geboten haben sie ihm leider noch lange nicht. Noch immer leiden sie unter den Verlusten, die die Dämonen ihnen zugefügt haben, aber es fehlt ihnen die nötige Zeit für ihre Trauer. Die Apokalypse war nie näher als jetzt und erneut streckt das Böse seine Finger nach Engelsfors aus. Ausgerechnet zu diesem denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn im Moment müssen sie leider ohne ihren Gefährten Nicolaus auskommen und auch das Buch der Muster schweigt konsequent. Leider ist das nicht das einzige Problem, mit dem sich die Auserwählten herumschlagen müssen, denn inzwischen ist der Rat in Engelsfors angekommen und eröffnet den Prozess gegen Anna-Karin, die sich trotz Warnungen durch ihre Magie Vorteile verschafft hat. Der Rat, der eigentlich den Mädchen Schutz gewährleisten sollte, ist im Laufe der Jahrhunderte zu einem kontrollierenden und machtausübenden Organ geworden und hat dabei seine einstigen Werte völlig vergessen. Dies bekommen die Auserwählten nun mit aller Härte zu spüren. Zudem scheint sich eine merkwürdige Sekte in Engelsfors auszubreiten und natürlich machen auch die persönlichen Probleme der Mädchen keine Pause. Werden sie sich erneut behaupten können?

Schnell war ich wieder mittendrin im Geschehen und war gefesselt von den unterschiedlichen Charakteren und der Handlung. Im Gegensatz zu dem ersten Band, in dem man als Leser erst langsam an die Mädchen und ihre Geschichte herangeführt worden ist, ist die Spannung in "Feuer" gleich zu Beginn spürbar. Als Leser erhält man anfangs ein paar Auffrischungen zu dem, was zuvor passiert ist, aber diese fallen zum Glück nicht allzu langatmig aus und sind deshalb auch nicht störend. Ich denke, dass sie im Gegenteil für den ein oder anderen, bei dem die Lektüre von "Zirkel" schon ein wenig zurückliegt, durchaus hilfreich sind, da sowohl die Charaktere, als auch die Handlung sehr komplex sind.

Das ist etwas, das ich an dieser Trilogie auch sehr zu schätzen weiß. Hier gibt es kein seichtes Dahinplätschern einer Geschichte mit einer zurückhaltenden Schönheit, die im Laufe der Handlung zur Heldin mutiert, sondern Minoo, Linnéa, Anna-Karin, Ida und Vanessa sind fünf Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und, die sich alle mit diversen Problemen herumschlagen. Dem Autorenpaar gelingt es, diese so realistisch darzustellen, dass die Charaktere und das Geschehen vor meinem geistigen Auge Gestalt annahmen. Und gerade weil diese Mädchen nicht perfekt sind, fand ich sie besonders sympathisch. Sie sind charakterlich und von ihrem Lebensumfeld so verschieden, dass jeder Leser bestimmt bei mindestens einer von ihnen Ansatzpunkte finden kann, aufgrund derer er sich mit ihnen identifizieren kann. Doch natürlich machen diese Mädchen auch eine Entwicklung durch. Noch immer sind sie bemüht, sich zu einer wirklichen Einheit zu formieren, doch eine Annäherung fällt ihnen immer noch schwer.

Neue Hindernisse tun sich auf und wieder ist unklar, wem die Mädchen eigentlich vertrauen können. Das Ende dieses Bandes überrascht mich mit einem Ideenreichtum der Autoren, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Die Handlung war so spannend, dass die 736 Seiten des Buches einfach an mir vorbeigeflogen sind und bis zum Schluss ist es mir nicht gelungen, den Feind der Mädchen zu entlarven. Zudem eröffnen die letzten Seiten der Geschichte ungeahnte Persepektiven und ich möchte einfach unbedingt wissen, wie es im finalen Band weitergeht, der leider erst in einem Jahr in den deutschen Buchregalen ausliegen wird.

"Feuer" von Sara Bergmark Elfgren und Mats Strandberg ist der zweite Band der Engelsforstrilogie, der im Dressler Verlag erschienen ist und mich zu begeistern wusste. Mit ihren realistischen Charakteren und der dichten Erzählatmosphäre setzt sich die Reihe sehr angenehm von der aktuellen Masse ab und ist in der Lage, sich von Band zu Band zu steigern. Seit dem Lesen von "Zirkel" bin ich ein Fan der Engelsforstrilogie und war gespannt auf den "Sandwich"-Band der Reihe. Dieser hat meiner Meinung nach nicht nur an den tollen ersten Band angeschlossen, sondern hat mir sogar noch besser gefallen, da die Spannung hier konstant spürbar war. Umso neugieriger bin ich jetzt natürlich auf das Finale, dessen Erscheinen ich kaum erwarten kann. Wer also Interesse an anspruchsvoller und spannender Jugendfantasylektüre hat, dem kann ich die Reihe nur wärmstens ans Herz legen.

gebundenes Buch mit 736 Seiten
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,95 Euro
ISBN: 978-3-7915-2855-7
weitere Infos, Trailer und Einkauf über Verlag → HIER
eigene Seite der Trilogie mit Gewinnspiel und Extras → HIER

Sonntag, 3. Februar 2013

Für immer die Seele

Als Cole und ihre Schwester Kat ihren Vater auf eine Geschäftsreise nach London begleiten, besuchen sie wie viele andere Touristen auch den Tower of London. Doch schon auf den Weg dahin wird Cole verfolgt von düsteren Visionen aus der Vergangenheit. Im eigentlichen Tower angekommen sind sie so stark, dass Cole kurzzeitig das Bewusstsein verliert. Doch zum Glück sind Griffin und sein Freund Owen zur Stelle um ihr zu helfen. Die beiden verbringen die Ferien bei Owens Vater, der zum Wachpersonal des Towers gehört. Im angrenzenden Café lernt Cole Griffin ein wenig näher kennen und ist fast enttäuscht, als sie sich dann wieder trennen müssen.

Zurück in San Francisco treffen ihrer beider Wege erneut zusammen und es ist unglaublich für Cole, wie gut Griffin anscheinend in ihr lesen kann. Dieser versucht ihr zu erklären, weshalb sie immer wieder von den Visionen heimgesucht wird, die auch hier in ihrer Heimat kein Ende finden. Nur widerstrebend schenkt Cole ihm Glauben und hinterfragt in demselben Moment Griffins wahren Gründe, weshalb er sie wiedergetroffen hat. Er warnt sie vor der Bedrohung durch eine vermeintliche Freundin und als Cole dann immer häufiger in Unfälle verwickelt wird, fällt es ihr schwer zu entscheiden, wem sie vertrauen kann oder wem nicht.

"Für immer die Seele" von Cynthia J. Omololu ist der Auftakt eines Mehrteilers, der im Dressler Verlag erschienen ist. Der Erzählstil der Autorin ist flüssig und es fällt leicht, ihm zu folgen. Die Protagonistin Nicole, die von allen nur Cole genannt wird, wirkt gleich zu Beginn der Geschichte sehr sympathisch, so dass es nicht schwer war, sie während des Geschehens zu begleiten.

Cole hat schon als kleines Kind eine außergewöhnliche Begabung für das Cellospielen gezeigt. Ihre Eltern haben sie gefördert, wo sie nur konnten und insbesondere ihre Mutter scheint sich gerne über den Erfolg ihrer Tochter zu definieren. Coles ganzer Tagesablauf ist streng nach ihrem Talent ausgerichtet und, da sie in ihrer Musik versinken und sie selbst sein kann wie zu keiner anderen Zeit, fügt sie sich dem gerne. Einzig die ständig stärker werdenden Visionen aus vergangenen Zeiten, die ihr zunehmend Angst machen, beeinträchtigen sie. Das furchteinflößende daran ist, dass sie die Visionen nicht als neutraler Beobachter erlebt, sondern eine aktive Rolle darin einnimmt. Doch die Erklärung, die Griffin ihr dafür anbietet, ängstigen Cole fast noch mehr als die eigentlichen Visionen.

Griffin selbst ist ein Charakter, der lange Zeit im Dunkeln bleibt. Man spürt seine wachsende Zuneigung für Cole, und doch ist da immer etwas, das er nicht preisgibt und, dass Zweifel an seiner Person und seinen Absichten aufkommen lässt. Er scheint Cole vieles zu verheimlichen und erscheint dadurch ständig ein wenig mysteriös.

Mir hat der erste Band der Trilogie gut gefallen, lediglich im Mittelteil fand ich die Handlung kurzzeitig etwas vorhersehbar. Darüber konnte mich das überraschende Ende aber sehr schnell hinwegtrösten und ich bin nun schon sehr gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird. Viele Fragen wurden beantwortet, einige sind noch offen und ich könnte mir vorstellen, dass mit dem zweiten Band bestimmt auch wieder neue dazukommen. "Für immer die Seele" ist ein spannender Auftakt einer Jugendfantasyreihe, entsprungen aus einer interessanten Idee mit einer gelungenen Umsetzung.
 





gebundenes Buch mit 384 Seiten
Alter: ab 13 Jahren
Preis: 17,95 Euro
ISBN: 978-3-7915-1505-2
mehr Infos, Trailer und Einkaufsmöglichkeit über den Verlag → HIER
eigene Seite der Trilogie mit Gewinnspiel und vielem mehr → HIER

Blogparade (5)

5. Eine Serie die du gerne (weiter) lesen möchtest?

Ich lese derzeit eigentlich sehr viele Serien, die größtenteils alle sehr gut sind und es fällt mir schwer, nur eine hier zu nennen. Da wäre die "Göttlich"-Reihe von Josephine Angelini, "Die Bestimmung" von Veronica Roth oder auch die "Touched"-Reihe von Corrine Jackson....

Ich könnte bestimmt eine ganze Seite füllen mit Serien, die mir gefallen, denn im Moment habe ich das Gefühl, dass Einzelbände kaum auf den Markt kommen. Zumindest nicht in dem Genre, das ich gerne lese.

Da ich mich einfach nicht entscheiden kann und will, nenne ich hier die Reihe, die ich gerade begeistert lese und, die in vielerlei Hinsicht aus der aktuellen Masse heraussticht:

 Band 2 der spannenden Engelfors-Trilogie.
"Das Böse schwelt in Engelsfors, diesem tristen schwedischen Provinznest, und es wird immer stärker. Es zieht die Stadt in seinen Bann. Greift so bedrohlich schnell um sich wie ein Flächenbrand. Und seit die Auserwählten wissen, dass sie dagegen kämpfen müssen, ist ihr Leben nicht gerade einfacher geworden. Im Gegenteil. Eigentlich ist alles noch viel schlimmer als vorher. Langsam beginnen die Mädchen zu begreifen, wie mächtig und wie gnadenlos ihr Gegner wirklich ist. Was er anrichten kann. Dass nicht nur ihr eigenes Leben auf dem Spiel steht, sondern viel mehr. Aber haben sie überhaupt die geringste Chance, das Böse zu stoppen? Schließlich sind sie nur noch zu fünft und keiner steht ihnen bei. Obendrein hat auch der Rat es auf die Mädchen abgesehen. Der Rat, der sie eigentlich beschützen sollte, dem aber Kontrolle und Macht alles bedeuten. Und ihm ist jedes Mittel recht, um beides zu behalten. Nur wenn die Auserwählten ihre Geheimnisse endlich teilen und einander bedingungslos vertrauen, können sie all das vielleicht überstehen. Nur dann lässt sich die dunkle Bedrohung vielleicht noch abwenden. Die Zeit drängt."
Text wurde dem Dressler-Verlag entliehen

Diese Reihe besticht nach meiner Ansicht durch die starke Authentizität der Charaktere und ihrem realistischem Zusammenspiel. Ich lese gerade den zweiten Band und habe mich gleich wieder von der außergewöhnlichen Atmosphäre des Buches gefesselt gefühlt. Meinen Gesamteindruck zu dem Buch findet Ihr hier in den nächsten Tagen.....