Montag, 13. März 2017

Rat der Neun: Gezeichnet

"In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …

Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in seinen Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.

Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …" (Quelle: cbt Verlag)


Meine Meinung:

Als Fan der Reihe "Die Bestimmung" von Veronica Roth konnte ich natürlich nicht umhin, auch ihr neuestes Werk zu lesen. "Rat der Neun" ist als Dilogie angelegt und hat ein gänzlich anderes Setting, als die Vorgängerreihe. Cover und Klappentext versprechen jede Menge Spannung.

Doch zunächst muss man sich als Leser erst einmal mit den neuen Gegebenheiten vertraut machen. Das Weltenbild ist komplex und fernab von allem, was ich bisher gelesen habe.

 
Die Protagonisten leben auf einem ziemlich unwirtlichen Planeten; ihre Völker sind erklärte Feinde und meiden sich zumeist. Besonderes Ansehen genießt man, wenn man eine besondere Lebensgabe hat, doch nicht immer, empfindet sie die entsprechende Person als Bereicherung. So wie Cyra, die sehr darunter leidet und zum Werkzeug ihres Bruders geworden ist. Dies ändert sich, als dieser Akos und seinen Bruder gefangennimmt, denn ersterer hilft Cyra, mit ihrem Leiden besser fertigzuwerden.

Während die Passagen bezüglich Akos im personalen Stil erzählt werden, erfährt man das Geschehen rund um Cyra aus ihrer direkten Sicht als Ich-Erzählerin. Dadurch kam mir Cyra natürlich schneller näher, da ich auch an ihren Gefühlen direkter teilhaben konnte. Zudem kratzte sie mit ihrem Leiden sofort an meinem Mitleid, konnte mich aber dennoch mit ihrer Stärke überzeugen. Deswegen blieb Akos für mich zunächst etwas blasser zurück.

Der Erzählstil der Autorin ist gewohnt fesselnd. Sie schafft es auf eine ganz besondere Art, Gefühle zu ihren Lesern zu transportieren, wodurch es mir unmöglich war, auf Distanz zu gehen.

Gut gefallen hat mir auch, dass die beiden Protagonisten sich sehr langsam angenähert haben. Alles andere hätte in dieser Situation auch unglaubwürdig gewirkt. Hier hat die Autorin ein sicheres Händchen bewiesen.

Das Ende des Romans ist spannungsgeladen und macht definitiv Lust auf mehr.

Fazit:

"Rat der Neun - Gezeichnet" von Veronica Roth konnte mich mit einem interessanten Weltenbild überzeugen. Die düstere Stimmung des Romans wurde augenblicklich zu mir transportiert und hat mich gemeinsam mit den tollen Charakteren durch die spannende Handlung gezogen. Ich bin bereits sehr neugierig, wie es weitergehen wird. 





gebundenes Buch mit 608 Seiten
Autorin: Veronica Roth
Übersetzer/in: Petra Koob-Pawis, Michaela Link
Verlag: cbt 
 
erschienen: 17.01.2017
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 978-3-570-16498-3
 
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an den cbt Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.


Freitag, 17. Februar 2017

Götterfunke - Liebe mich nicht

Jess freut sich darauf, ihre Sommerferien gemeinsam mit ihrer besten Freundin Robyn und den Freunden Josh und Cameron mitten in der Natur zu verbringen. Das sind die einzigen Wochen im Jahr, in denen sie sich Abstand von ihrer Familie und ihrem anstrengenden Alltag gönnt.


Allerdings hätte sie nicht damit gerechnet, auf Cayden zu treffen, der nicht nur ihr Herz für sich gefangennimmt, sondern auch das vieler anderer Mädchen im Camp. Dabei verfolgt er einen ausgeklügelten Plan, um sich seinen sehnlichsten Wunsch zu erfüllen und verwickelt dabei Jess in ein Spiel der Götter, das so einige Gefahren bereithält.

Meine Meinung:

Seit der Mond-Licht-Trilogie bin ich begeistert von Marah Woolfs Büchern, von denen mich bisher noch keines enttäuscht hat. Auch die Leseprobe von "Götterfunke" fand ich wieder sehr verheißungsvoll, weshalb das Buch auch unbedingt in mein Bücherregal wandern musste.

Die Einführung in die Handlung geht recht schnell, die Autorin scheint sich nicht lange mit einer Vorstellung ihrer Charaktere aufzuhalten, sondern lässt diese sofort für sich selbst sprechen. Dabei konnte mich Marah Woolf bereits auf den ersten Seiten mit ihrem Schreibstil fesseln. Er wirkt frisch und rund und übt dabei einen Sog auf mich aus, der dafür sorgt, dass ich gar nicht aufhören mag zu lesen.


Ihre Protagonisten sprechen mich hierbei gleich zu Beginn an und hinterlassen bei mir den Wunsch, mehr über sie zu erfahren. Das Leben von Jess war in den letzten Jahren nicht einfach. Nach dem Weggang des Vaters, verfiel ihre Mutter dem Alkohol und hat es mehr oder weniger Jess überlassen, sich um die kleine Schwester Phoebe zu kümmern. Trotz dieser Aufgabe scheint diese ihr Leben bislang gut im Griff gehabt zu haben, hat sie doch zwei wirklich gute Freunde an ihrer Seite. Doch ihr Zusammentreffen mit Cayden wirft ihr Leben aus den festgefahrenen Fugen und schubst sie in ein Gefühlschaos, das kein Ende zu finden scheint.

Cayden scheint mit einem Ego ausgestattet zu sein, von dem man kaum glauben mag, dass es gemeinsam mit ihm durch eine Tür passt. Aber wenn man ein Gott und daran gewöhnt ist, dass sich einem die Frauen zu Füßen werfen, bleibt das wohl nicht aus. Nebenbei ist er eigentlich auch kein schlechter Kerl, wenn man von seinem Wettstreit mit Zeus absieht. Seinen Grund hierfür kann ich noch nicht ganz nachvollziehen, aber ich nehme an, dass in den Folgebänden hierzu mehr Informationen kommen.

Von den weiteren Charakteren des Buches konnte vor allem Leah schnell mein Herz gewinnen. Sie ist flippig, ehrlich und direkt und damit genau die Sorte Mädchen, die man gerne zur Freundin hätte. Gerne hätte ich allerdings auch mehr über Jess' Mutter und Schwester erfahren und hoffe, dass dieser Wunsch im zweiten Band erfüllt wird.

Der Handlungsinhalt erinnert mich zugegebenermaßen sehr an die "Shadow Falls Camp"-Reihe. Zumindest drängt sich dieser Gedanke mir ungefragt auf. Sowohl das Setting, als auch die Charaktere haben für mich einiges an Ähnlichkeiten aufzuweisen, nur, dass es hier nicht um Schattenwesen, sondern um Götter geht. Aber da ja bekanntlich schon so ziemlich alles mal im Genre Jugendfantasy dagewesen ist, habe ich dies zwar zur Kenntnis genommen, mein Lesevergügen konnte es aber nicht stören. Dazu konnte mich der Schreibstil einfach zu sehr überzeugen.

Die Beziehungskiste zwischen Jessie und Cayden ist verzwickt und von einem ewigen Hin und Her durchzogen. Das empfinde ich zuweilen ein wenig anstrengend; allerdings gehöre ich auch nicht zu der anvisierten Altersgruppe, für die das Buch angepriesen wird.
Besonders gut gefallen haben mir die kurzen Einschübe, in denen Hermes die Leser etwas hinter die Kulissen blicken lässt. Sein Humor hat mich sehr angesprochen, ebenso wie das spannende Ende, das mich begeistert auf die Fortsetzung hoffen lässt.

Fazit:

"Götterfunke - Liebe mich nicht" ist der Auftakt zu einer neuen Trilogie von Marah Woolf. Mit ihrem flüssigem Schreibstil hat mich die Autorin durch eine gut durchdachte Handlung geführt, die mit interessanten Charakteren punkten konnte. Fans von Percy Jackson und Shadow Falls Camp werden hier auf jeden Fall ebenso auf ihre Kosten kommen, wie der jugendliche und junggebliebene Fantasyleser. 




gebundenes Buch mit 464 Seiten
Verlag: Dressler
Facebookauftritt der Verlagsgruppe → HIER

erscheint: 20.02.2017
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 18,99 Euro
ISBN: 978-3-7915-0029-4
weitere Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag → HIER

mehr Infos auf der Website der Autorin HIER

Donnerstag, 9. Februar 2017

Interview Julia Adrian


Hallo,

und auch von mir ein herzliches Willkommen zur Fantasywoche. 


Ich darf Euch heute gemeinsam mit Lunis-Lesezauber und Hellis Bücherland ein Interview mit Julia Adrian präsentieren.


Hallo Julia, der Klassiker zum Aufwärmen. Wie geht’s Dir?
Julia Adrian: Müde aber glücklich trifft es in den meisten Fällen


In welchen Genres fühlst Du Dich wohl? Sowohl beim Schreiben als auch lesen…
Julia Adrian: In meinem Regal finden sich hauptsächlich Krimis, Thriller und Drachenmond-Titel, letztere kamen im vergangenen Jahr dazu, während ich mit ersteren aufgewachsen bin. Warum ich trotzdem Märchen schreibe? Vielleicht ist es Zufall, vielleicht Schicksal. Tatsache bleibt: ich liebe die unendlichen Möglichkeiten, die sich in der Phantastik bieten. Ob vergessener Gott, eine böse Fee oder ein verfluchter Prinz – es gibt keine andere Grenze als die, der eigenen Kreativität und Fantasie.


Drei Begriffe, die Dich beschreiben?
Julia Adrian: Chaotisch, Kreativ, Vergesslich.


Was treibt Dich auf die Palme?
Julia Adrian: In der Regel bin ich ziemlich entspannt – ob nun mein Mann rückwärts in ein anderes Auto fährt, meine Tochter zum dritten Mal ihren Becher umkippt oder meine Schwester die Butter mit Nutella verschmiert, das alles versuche ich, mit Humor zu nehmen. Was anderes bleibt bei so viel Leben im Haus auch einfach nicht übrig.
Manchmal aber – so wie vergangenen Monat – wenn eine Kinderkrankheit auf die nächste folgt und sich die schlaflosen Nächte ins Unendliche ziehen, dann reißt auch mir bei Kleinigkeiten der Geduldsfaden.


Wirst Du von Deinem Mann unterstützt?
Julia Adrian: Mal mehr, mal weniger. Da er selbst Vollzeit arbeitet, nebenbei noch studiert und einen wahnsinnig langen Arbeitsweg hat, kann er mich innerhalb der Woche kaum unterstützen. Am Wochenende stehen häufig irgendwelche Events oder Familienaktivitäten an, sodass auch da die Schreibzeit gering ausfällt. In der Regel bleiben mir die Abende, wenn die Kids schlafen und Ruhe einkehrt – falls ich selbst dann noch fit genug bin.
In den heißen Phasen vor den Veröffentlichungen ist es meine Mama, die mir die Kinder abnimmt und mir so freie Zeit zum Schreiben schafft. Ohne sie hätte ich den letzten Band der Fee noch lange nicht beenden können.


Was macht Lust auf das große Abenteuer Lesen?
Julia Adrian: Momentan bin ich unheimlich liebesbedürftig, vielleicht, weil mich der Alltag so sehr schlaucht, deshalb stehen gerade Romane mit Happy End und anschmachtungswürdigen Book-Boy-Friends ganz oben auf meiner Liste. Wenn ich lese, ist es wie ein kleiner Urlaub, eine kurzzeitige Flucht vor der Realität, die alle Sorgen für den Moment verdrängt.


Hast Du Kinder? Wenn ja, Was sagen sie zur Mama als Autorin?
Julia Adrian: Tja, ich darf mich stolze Mama gleich dreier Kinder nennen. Baby Nr. 3 wird diesen Monat ein Jahr alt und klebt mir den lieben, langen Tag an der Backe – zum Glück gibt es so wundervolle Tragehilfen, ich wüsste nicht, was ich ohne täte!
Das Sandwich-Kind ist unsere Prinzessin, die ganz genau weiß, was sie will (und wie sie es von Papa bekommt). Dass ich schreibe, hat sie noch nicht verstanden, trotzdem ist sie eine unheimliche Inspiration für mich: Jeden Abend reden wir über Prinzessinnen mit Schleifen im Haar, die Frösche gegen Wände werfen oder mit Bären im Wald tanzen.
Unser Großer ist nun ein Schulkind und als er rausfand, dass J.K. Rowling mit sechs Jahren bereits die ersten Geschichten schrieb, war er so entsetzt (er liebt Mathe, und hasst Schreiben), dass er mir jetzt immer seine Ideen diktiert, damit ich sie für ihn aufschreiben kann. Deshalb darf er sich jetzt stolz Co-Autor nennen. Er ist mein größter Fan, meine Inspiration und der Grund, weshalb es die Fee gibt. Ohne ihn hätte ich vielleicht niemals ein Buch veröffentlicht.


Was bezeichnest Du als Dein besonderes Talent?
Julia Adrian: Spontan würde ich sagen, ich schreibe ganz nette Geschichten – da dort aber noch so viel Luft nach oben ist und ich mich stetig weiterentwickle (und es so viel bessere und begnadetere Autoren als mich gibt), zögere ich, es als Talent zu bezeichnen. Schreiben ist zum Großteil ein Handwerk, wobei mit Sicherheit auch ein Funken Talent dazugehört. Etwas anderes will mir aber partout nicht einfallen. Also – wenn ich ein Talent nennen muss, dann ist es wohl das Erdichten von Geschichten.


Wie sieht Dein perfekter Tag aus?
Julia Adrian: Er beginnt mit AUSSCHALFEN, hahaha, für mich eine Seltenheit! Nein, im Ernst: ein Tag, an dem sich die Kinder nicht streiten, das Baby nicht zahnt, hustet, kränkelt, mein GG frei hat und wir irgendwas Schönes unternehmen (nachdem ich Ausschlafen durfte – hihi!), wäre für mich nahezu perfekt. <3


Wirst Du manchmal missverstanden?
Julia Adrian: Ich befürchte, häufig missverstanden zu werden, weshalb ich ständig „Verstehst du, was ich meine?“ frage und damit alle (ganz besonders meine Mama) nerve. In knappen Sätzen auf den Punkt zu kommen, fällt mir schwer, weshalb ich ewig schwafle (um ja richtig verstanden zu werden) und dann den Punkt aus den Augen verliere und etwas Einfaches viel zu kompliziert erklärt habe. Ein Teufelskreis. (Siehe die Antwort dieser Frage!)


Ist Heimat ein großes Versprechen?
Julia Adrian: Da ich als Jugendliche für einige Zeit in Neuseeland lebte und mich dort sehr „heimisch“ fühlte, weiß ich, dass „Heimat“ nicht unbedingt ein Ort sein muss, sondern (für mich) die Menschen sind. Fühle ich mich wohl und werde ich aufgenommen, dann bin ich „daheim“ – etwas, dass überall auf der Welt der Fall sein kann. Gefunden habe ich es aktuell an der Nordsee in einem winzigen Dorf UND im Drachenmond Verlag. Man mag es kaum glauben, aber auch dort fühle ich mich wirklich und von Herzen „heimisch“.


Wozu braucht der Mensch eine Privatsphäre?
Julia Adrian: Ganz im Ernst? Ich finde es manchmal erschreckend, wie effizient das Internet (um es mal allgemein zu fassen) unsere Daten sammelt, speichert und auswertet. Als ich zum dritten Mal schwanger war – noch ganz frisch –, ploppte bei Amazon ein Pop-Up auf mit der Frage: „Erwarten Sie Nachwuchs? Wenn ja, Herzlichen Glückwunsch! Wann ist es denn soweit? Hier geht es zu unserer Baby-Abteilung.“
Den Text habe ich jetzt ungefähr wiedergegeben. Aber die Tatsache alleine, dass diese Frage kam, obwohl ich selbst erst seit kurzem Bescheid wusste, war für mich unfassbar! Mein GG glaubt zwar bis heute, dass ich vorher etwas Schwangerschaftstechnisches gegoogelt haben muss, ich bin mir aber sicher, dass es nicht der Fall war. (Jaja, Schwangerschaftsdemenz und so.) Aber selbst wenn!
Tja, ich glaube also, dass heute kaum noch etwas wirklich privat ist. Deshalb schätze ich die Momente ohne Handy, Laptop und Internet sehr. Manchmal vermisse ich die Zeit, als ich mich noch strikt weigerte, ein Handy zu besitzen. Für die FBM 2016 kaufte mein GG mir eines allen Protesten zum Trotz. Seitdem ist meine kreative Schaffungszeit übrigens merklich kürzer geworden. Ich arbeite viel besser und effizienter, wenn ich in meiner eigenen, kleinen Blase bin, meinem privaten Reich, ganz ohne Kontakt zur Außenwelt.
Die Frage habe ich jetzt wahrscheinlich gar nicht beantwortet … oder vielleicht doch? Ich brauche Privatsphäre, um kreativ zu sein. Ist das eine Antwort? Ich weiß es ehrlich nicht, haha! SORRY!


Welche Illusion lässt Du Dir nicht nehmen?
Julia Adrian: Das ein jeder von uns die Welt verändern und zu einem besseren Ort machen kann. Ich weiß, dass ich nur ein Mensch unter Milliarden von Menschen bin, die diesen Planeten bevölkern und sich selbst und einander wirklich schlimme Dinge antun. Ich weiß, dass ich alleine die Müllinseln in den Ozeanen nicht kleiner mache, nur weil ich versuche, weniger Plastikmüll zu haben. Ich weiß auch, dass, egal wie oft ich auch Online-Petitionen für mehr Gerechtigkeit unterschreibe, es jedes Mal neues Leid und noch mehr Ungerechtigkeit geben wird, irgendwo, jeden Tag, jeden Moment. Und doch – wer wäre ich, wenn ich aufhören würde, dagegen anzukämpfen?
Und wenn es nur im Kleinen ist. Wenn es nur eine Unterschrift ist.
OH – und ich bin fest davon überzeugt, dass es Hogwarts wirklich gibt. (Ich warte noch auf meine Eule, die hat sich nur über dem Ärmelkanal verflogen. Ganz sicher!)


Definition von Leidenschaft?
Julia Adrian: Ich kann nur für mich sprechen – aber ich träume von meinen Büchern, meinen Geschichten, denke Tag und Nacht an sie und wenn ich längere Zeit nicht schreibe, dann werde ich kribbelig, nervös und unruhig. Es grenzt beinahe an eine Sucht. Meine Geschichten sind ein Teil von mir, ein Teil meines Lebens, meine Leidenschaft.


Ist Dein Leben eher ein Roman- oder ein Sachbuch?
Julia Adrian: Definitiv ein Roman, für ein Sachbuch ist mein Leben zu chaotisch, ungeordnet und verrückt.
 

Wie dürfen wir uns Deinen Schreibtisch vorstellen?
Julia Adrian: Er ist knapp und distanziert, streckenweise märchenhaft, manchmal poetisch – aber im Grunde ganz normal. Viele Leser nennen ihn „anders“ – ich persönlich wüsste nicht, was ich anders mache. Ich schreibe, wie ich denke (glaube ich zumindest). Ihr seht, ich bin ein Laie auf dem Gebiet.


Beste Lesezeit/Schreibzeit: High Noon oder Mitternacht?
Julia Adrian: Es ist schon lustig, wie viele Künstler die Nacht bevorzugen. Für mich liegt der Reiz dabei ganz klar in der absoluten Ruhe. Niemand ruft an oder klingelt, kein Kind quengelt, will was Trinken oder auf Toilette, zum Sport oder vom Bus abgeholt werden. Die Nacht ist so wunderbar ruhig, sie gehört (leider nicht immer) mir allein. <3


Entwickelt sich das Autorendasein zum Showgeschäft?
Julia Adrian: Tatsächlich scheint das ein gewisser Trend zu sein. Wer sich gut vermarktet und auf den SocialMedia Kanälen aktiv und präsent ist, der „verkauft“ sich besser – aber nicht immer. Gerade für Jungautoren, die keinen großen Verlag im Rücken haben, ist das Marketing auf diesen Plattformen extrem wichtig. Trotzdem ist es nur ein winziger Teil all dessen, was das Autorendasein ausmacht. Ich wage sogar zu behaupten, dass das, was auf FB und co passiert, nur die Spitze des Eisbergs ist. Der größere Teil des Autorendaseins liegt verborgen. Zumindest ist das bei mir der Fall.


Was darf ein Autor unbedingt nicht können?
Julia Adrian: Es gibt sehr viel, das ich nicht kann. Meine Bücher entstehen im Teamwork: Alex sorgt für ein hübsches Kleid, Astrid für ein ansprechendes Inneres, es wird lektoriert, korrigiert, gesetzt, in E-Books umgewandelt und vermarktet – alles Dinge, von denen ich nichts verstehe. Andere Autoren jedoch vereinen all diese Fähigkeiten und schaffen wundervolle Werke ganz im Alleingang. Das ist doch toll.
Ob sie nun auch noch zeichnen, singen, schlafend Klavier spielen, TV-reife Reden schwingen, blind Angeln oder rückwärts Salto schlagen können … Ich glaube nicht, dass es irgendwelche allgemeingültigen Regeln oder Verallgemeinerungen geben sollte, was man als Autor können oder nicht können darf. Autoren sind Menschen, Menschen sind unterschiedlich. Und das ist gut so.
 

Dein allererstes Buch? Hat es Dir gefallen?
Julia Adrian: Das erste Buch, dass ich schrieb und vollendete, liegt noch schlummernd auf meinem PC und wartet darauf, irgendwann einmal das Licht der Welt zu erblicken. Ich mag die Geschichte, sie ist seicht, leicht Klischeebeladen, es gibt einen Bad-Boy mit weichem Kern und viiiiel Liebe. Momentan zögere ich, sie zu überarbeiten und zu veröffentlichen, weil sie so ganz und gar anders ist, als die Fee. Es ist weniger komplex, fluffiger. Ich mag es trotzdem – oder gerade deshalb. Trotzdem fürchte ich mich davor, die Leser zu enttäuschen. Mal sehen, mal sehen.


Die beste Entscheidung Deines Lebens?
Julia Adrian: Meinen Großen zu bekommen, obwohl ich mitten im Abi steckte.


Wann, und womit, wurdest Du das letzte Mal angenehm überrascht?
Julia Adrian: Das letzte Mal, als ich so richtig, richtig überrascht war und sogar eine ganze Zeit lang in bester Banschee-Manier schrie, war, als meine Schwester plötzlich vor der Tür stand, obwohl sie eigentlich in Mexiko sein sollte!!! Sie ist für einen Monat spontan von ihrem Auslandsjahr auf Heimaturlaub gekommen, in wenigen Tagen fliegt sie zurück nach Costa Rica, um dort ein Praktikum zu machen. Gott, was war ich überrascht – und was habe ich mich gefreut!


Was hältst Du von der Entwicklung des Buchmarktes?
Julia Adrian: Manchmal finde ich es traurig, wenn ich mir die Masse an Neuerscheinungen ansehe, die den Amazon-Markt jeden Monat überschwemmen. Vielleicht ist es nur mein Eindruck, aber viele Bücher in den Top-Amazon-Charts, deren Klappentexte ich sehr ansprechend finde, lesen sich, als seien sie im Fließband-Verfahren geschrieben und veröffentlicht worden. Ich weiß, was für ein enormer Konkurrenzdruck herrscht, ich weiß, dass, wer wirklich vom Schreiben leben will, extrem viel Output in extrem kurzen Abständen liefern muss – aber das geht m.M. nach oft auf Kosten der Qualität. Was ich schade finde, denn ich würde viele Bücher gerne lesen und tue es dann doch nicht. Ich weiß, dass nicht alle SPler so sind und doch sind es zu viele. Heutzutage kann einfach jeder ein Buch schreiben und veröffentlichen. Was einerseits wunderbar ist, denn genauso habe ich angefangen, andererseits fällt es schwer, die wirklich guten Geschichten zu finden in der Masse an „unfertigen“ Texten.
Ich glaube, das größte Problem ist, dass Schreiben eine Kunst und zugleich ein Beruf ist. Und manchmal leidet die Kunst unter den wirtschaftlichen Aspekten, denen sich die Autoren unterwerfen.


Welche Vorsätze hast Du für 2017?
Julia Adrian: Schriftstellerisch gesehen, möchte ich zwei Bücher vollenden. Ob das klappt … werden wir sehen. Ansonsten geht alles so weiter wie bisher. <3


Was würdest du den Lesern gerne einmal sagen?
Julia Adrian: Ohne euch säße ich nicht hier, um dieses Interview auszufüllen (sondern könnte schön „Stolz & Vorurteil“ zu Ende schauen. Hach!). Deshalb – DANKE!


Wie viel von deinen Protagonistin/en steckt in dir selbst?
Julia Adrian: Eine gute Frage, die ich kaum beantworten kann. Ich befürchte, unterbewusst viel zu viel von mir selbst in die Charaktere miteinfließen zu lassen. Das ist etwas, das ich noch lernen muss. Dennoch bin ich nicht eine meiner Figuren, ich erkenne mich nur manchmal in bestimmten Eigenheiten wieder.


Wie diszipliniert muss man sein, um ein Buch schreiben zu können?
Julia Adrian: Sehr, denn der erste Motivationsschub, der die ersten hundert Seiten nur so dahinfliegen lässt, verebbt irgendwann und dann kommen die Zweifel-Phasen. Manchmal ist dann jede einzelne Seite ein Kampf. Es gibt Autoren, die niemals in so ein Loch fallen. Mir passiert das leider bei jedem Buch. Was mir da hilft? Abstand und dann Disziplin. Irgendwann platzt der Knoten und es geht weiter.


Welche Bücher gefallen dir selbst? Gibt es ein spezielles Vorbild?
Julia Adrian: In meinem Regal finden sich fast nur Krimis. Ich liebe Minette Walters oder Elizabeth George, genauso aber die Harry Potter Bände. Als letztes konnte mich so richtig „Das Herz im Glas“ von Katharina V. Haderer überzeugen, es ist eine wundervolle Mischung aus Fantasy, Krimi und Action, genau wie bei Nicole Böhms „Die Chroniken der Seelenwächter“. Gerade die Verbindung dieser beiden Genres gefällt mir ausgesprochen gut!


Wie kamst du auf die Ideen, die in 13. Fee drin stecken?
Julia Adrian: Ich las meinem Sohn abends die grimmschen Märchen vor und nach jeder Geschichte hatte er Fragen: Warum die Hexen böse sind oder wieso der König die dreizehnte Fee nicht eingeladen hat, wohin die Hexe fällt, als sie von Gretel in den Ofen geschubst wird und wieso Rapunzel im Turm eingesperrt ist. Ich begann die Märchen fortzuspinnen, ersann neue Enden, dichtete hier etwas dazu, schmückte dort etwas aus. Eines Abends, als er endlich schlief, begann ich selbst eine Geschichte zu schreiben – über eine Fee, die Opfer ihres eigenen Dornröschen-Fluches wurde. Zusammen mit dieser Antagonistin betrat ich Pandora und hatte keine Ahnung, wohin uns die Reise führen würde.


Was macht für Dich das Besondere des Berufes "Autor" aus bzw. welches Erlebnis ist Dir besonders in guter Erinnerung geblieben?
Julia Adrian: Tatsächlich schrieb ich anfangs aus einem ganz und gar egoistischen Grund heraus: es machte mir einfach Spaß. Ans Veröffentlichen dachte ich nie. Als es dann jedoch soweit war und die ersten Rezensionen auftauchten und erste Nachrichten in meinem Postfach landeten, da begriff ich, dass ich – so abwegig und seltsam es sich auch anfühlte – mit meinen Geschichten anderen Menschen etwas geben konnte: eine Auszeit von der Realität. Das ist für mich bis heute eine berührende und etwas angsteinflößende Entdeckung. Da liest jemand, was ich schreibe. Es liebt und leidet jemand mit den Figuren, die ich mir erdachte. Es ist fast, als würde ich fremde Menschen in meinen Kopf hinein- und teilhaben lassen. Seltsam – und zugleich berauschend.


Schreibst Du lieber Reihen oder Einzelbände?
Julia Adrian: Bisher habe ich nur eine Reihe geschrieben und weil der Druck und die Erwartungshaltung dabei so extrem war (oder sich zumindest so anfühlte), nahm ich mir vor, nur noch Einzeltitel zu schreiben. Aber Pustekuchen: Der verfluchte Prinz wird zumindest zweiteilig. Warum ich mir das antue? Ich weiß es selbst nicht.


Was muss ein gutes Buch für Dich haben?
Julia Adrian: Wenn der Klappentext mich fesselt, ich dann nicht aufhören kann zu lesen und die Seiten nur so dahinfliegen, wurde in meinen Augen alles richtiggemacht. Ein Buch soll mich unterhalten und mir eine schöne Zeit bescheren – mehr erwarte ich i.d.R. nicht.


Vielen Dank Julia für die tollen Antworten und die Geduld, die du aufgebracht hast bei so vielen Fragen, aber wir konnten uns nicht auf weniger einigen ;)
Ich danke euch für die vielen, tollen Fragen, auch wenn ich fast einen Krampf im Finger vom Scrollen bekommen habe. Hahaha!
 
 
Das Interview führten Bettina von Helli’s Bücher-Land, Nicole Müller von Lunis-Lesezauber  und meine Wenigkeit.


Und wer jetzt Lust auf die Bücher von Julia Adrian bekommen hat, kann HIER meine Meinung zum ersten Band der dreizehnten Fee nachlesen.

Sonntag, 22. Januar 2017

Das wilde Leben der Jessie Jefferson

"Kaum hat Jessie die Neuigkeit verdaut, dass Rockstar-Legende JohnnyJefferson ihr echter Dad ist, steht ihre Welt kopf! Ständig lauern ihr Papparazzi auf und sie kann keinen Schritt mehr ohne Bodyguard machen. Zum Glück steht der gut aussehende Tom ihr in diesem Chaos bei, und ihre Beziehung wird immer intensiver. Aber plötzlich taucht der heiße Gitarrist Jack, den Jessie bereits abgeschrieben hatte, wieder in ihrem Leben auf. Doch welchem der beiden Jungs ihr Herz gehört, ist nicht die einzige schwierige Entscheidung, die sie treffen muss …" (Quelle: HarperCollins)

Meine Meinung:

Der erste Band der Reihe hatte bei mir einen Volltreffer gelandet und natürlich wollte ich daraufhin wissen, wie es weitergehen wird in Jessie Jeffersons Leben. Der vorgeschaltete Prolog der Fortsetzung baut dann auch gleich viel Spannung auf und lässt meine Erwartungen in die Höhe schnellen.

Auch dieses Mal empfinde ich den Roman als sehr emotional; ich habe das Gefühl direkt an Jessies Gefühlsleben teilzuhaben. Die anfängliche Ungewissheit, wer ihr leiblicher Vater ist, hat Jessie schon lange hinter sich gelassen, doch damit ist ihr Leben nicht wirklich leichter geworden.

Sie lebt zwischen den Stühlen und fühlt sich hin- und hergerissen. Auf der einen Seite ist da ihr Rockstar-Vater, der ihr mit seiner Familie immer mehr ans Herz wächst und das flippige Leben, das er führt, und auf der anderen Seite sind da Stu, ihr Stiefvater, ihre Freunde, Tom und ihre gewohnte Umgebung. Zwei unterschiedliche Welten prallen aufeinander und schütteln Jessie emotional richtig durch.

 
Als ihr neues Leben in das alte hineinschwappt, wird es jedoch für Jessie noch komplizierter. Zudem macht sich bei ihr Unsicherheit breit, wer für diese Kollision ihrer Welten verantwortlich ist...

Die Darstellung der Protagonistin hat mir wieder sehr gut gefallen. Sie wirkt sehr lebendig auf mich und spiegelt die für dieses Alter typische Unentschlossenheit wider. Neuem gegenüber ist sie sehr aufgeschlossen; gleichzeitig hat sie aber auch Angst vor weiteren Verletzungen.

Schade fand ich, dass ihr Stiefvater Stu dieses Mal nicht so präsent war. Ihn hatte ich von Anfang an in mein Herz geschlossen. Die anderen Charaktere waren leider immer noch ein wenig eindimensional im Vergleich zu Jessie, aber zum Teil lag das vielleicht auch an der mangelnden Präsenz in diesem Teil der Geschichte.


Locker und beschwingt führt mich Paige Toon durch den Roman und lässt wieder einmal keine Längen aufkommen. Es macht einfach Spaß, Jessie zu folgen und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, die zum Glück bald erscheinen wird.

 
Fazit:

"Das wilde Leben der Jessie Jefferson" ist die spannende Fortsetzung einer unterhaltsamen Jugendbuch-Reihe. Paige Toon konnte mich nicht nur mit der Umsetzung ihrer Idee überzeugen, sondern auch mit ihrem locker-flockigen Schreibstil.






Taschenbuch mit 304 Seiten
Autorin: Paige Toon
Übersetzer/in: Gisela Schmitt
Verlag: HarperCollins
 

Facebookauftritt des Verlags → HIER 
erschienen: 05.12.2016
Preis: 15,00 Euro
ISBN:
9783959670234
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich →HIER
Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an HarperCollins für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
 

Samstag, 14. Januar 2017

Searching for love - Verlockung

"Kate Seymour, eine der drei Inhaberinnen der Partneragentur KINNECTIONS, besitzt die besondere Gabe, mit einer Berührung die wahre Liebe zu erkennen. Als der attraktive Scheidungsanwalt Slade Montgomery einen Beweis von ihr verlangt, dass seiner Schwester nicht das Herz gebrochen wird, wenn Kate Amor spielt, wird sie vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Um zu beweisen, dass sie keine Betrügerin ist, beschließt sie, die richtige Frau für den anziehenden Zyniker zu finden.
Kann Kate diese Beziehung rein geschäftlich halten, obwohl er der perfekte Mann für sie wäre?" (Quelle: Romance Edition)

Meine Meinung:

Als Fan der "Playing with fire"-Reihe konnte ich mir die neue Serie eine meiner Lieblingsautorinnen nicht entgehen lassen.
Der Klappentext und das wunderschöne Cover des Buches waren sehr ansprechend und so habe ich mich mit einer Menge Erwartungen in die Tiefen der Seiten gestürzt. Die Autorin bleibt auch hier ihrem Stil treu und erzählt abwechselnd aus der Sicht ihrer beiden Protagonisten.

Die Charaktere des Buches waren mir sofort sympathisch; Kate und Slade sind starke Persönlichkeiten, die jeder für sich ein persönliches Päckchen zu tragen haben. Die Dialoge der beiden sprühten daher nur so vor Lebendigkeit und es war eine echte Freude die Geschehnisse rund um die beiden verfolgen zu dürfen. Dabei wurde es mir echt ein Bedürfnis, dass diese beiden zueinanderfinden, denn zwischen ihnen konnte man die Magie im wahrsten Sinne Funken sprühen sehen. 


Besonders gut gefallen hat mir, hier die liebgewonnenen Charaktere aus der "Playing with fire"-Reihe wiederzutreffen. Geschickt hat die Autorin diese mit in den Roman eingearbeitet und damit einen Blick auf deren Zukunft gewährt, was mein Fanherz natürlich in Verzückung versetzt hat.

Fazit:

Auch "Searching for love - Verlockung" von Jennifer Probst ist ein Buch, das man - einmal in die Hand genommen - nicht wieder an die Seite legen kann. Humorvoll und spritzig führt die Autorin hier ihre Leser durch die erfrischende Handlung, die mich außerordentlich gut zu unterhalten wusste. 

 




Taschenbuch mit 260 Seiten
Verlag: Romance Edition
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: August 2015
Preis: 12,99 Euro
ISBN: 
978-3902972729
mehr Infos und Leseprobe → HIER
Seite der Autorin → HIER